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Wusterhausens Feuerwehrleute fordern Anreize

Werbung für mehr Brandschützer Wusterhausens Feuerwehrleute fordern Anreize

Massive Werbung des Brandschutzträgers, also der Kommune, könnte in Wusterhausen helfen, mehr Feuerwehrleute zu finden. Bislang sei zwar schon viel über Vergünstigungen für die ehrenamtlich tätigen Brandschützer gesprochen worden, doch herausgekommen sei nicht viel. Die Mitglieder bekräftigten ihre Forderungen daher nun erneut.

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Björn Haack (r.) koordiniert die gemeinsame Ausbildung zum Truppmann in der „Kleeblatt“- Region und erhielt ein großes Dankeschön dafür unter anderem vom Gemeindewehrführer Ralf Hohmann.

Quelle: Matthias Anke

Wusterhausen. Feuerwehrleute müssen sich körperlich fit halten. Warum ihnen also nicht kostenlose Besuche im Fitnessstudio ermöglichen? Ein solcher Anreiz ist nur einer von vielen, die bei der Jahresdienstversammlung der Wusterhausener Feuerwehr am Sonnabend von Mitgliedern eingefordert wurden. Bürgermeister Roman Blank verwies als Reaktion darauf zwar auf eine überarbeitete Aufwandsentschädigungssatzung, sagte aber auch zu, dass jetzt zumindest bei kommunalen Einrichtungen über solche Vergünstigungen nachgedacht werden soll. Ein Freifahrtsschein fürs Strandbad für Feuerwehrmitglieder wäre ja auch schon was, sagte Blank.

Ob das genug ist, dürfte fraglich sein. Es brauche „wirkungsvolle Lösungen“, wie der Ortswehrchef beziehungsweise Einheitsführer der Wusterhausener Löschgruppe, Alexander Schulz, zuvor in seinem Jahresbericht forderte. In den landkreisweit diskutierten hauptamtlichen Kräften allerdings sieht er „kein Allheilmittel“. Schulz: „Der Kostenaufwand, um schlagkräftiges Personal vorzuhalten, ist schlicht zu hoch.“ Er hoffe dafür noch immer auf den Erfolg „massiver Werbung des Brandschutzträgers, also der Kommune“. Bislang nämlich sei zwar viel über Vergünstigungen für die ehrenamtlich Tätigen in der Feuerwehr gesprochen worden: „Von reduzierten Eintrittspreisen kommunaler Einrichtungen bis hin zu ermäßigten Elternbeiträgen für die Kinderbetreuung. Aber bisher ist leider nichts Zählbares für den einzelnen Kameraden herausgekommen.“

Dass es hinsichtlich der Personalstärke längst auch in Wusterhausen brennt, verdeutlichte der Wehrführer angesichts ihm zur Verfügung stehender 24 Einsatzkräfte: „Die Mindeststärke ist damit, gemessen an der zur Verfügung stehenden Einsatztechnik, deutlich unterschritten. Hier erreichen wir ein personelles Defizit von 43 Prozent. In Zahlen ausgedrückt, fehlen uns also mindestens 18 Kameraden, sollen alle Funktionen doppelt besetzt sein.“ Nichtsdestotrotz halte die Truppe „eine spürbare positive Grundeinstellung aller“ aufrecht.

Ehrungen und Beförderungen

Für zehn Jahre Feuerwehrzugehörigkeit wurden Kay Brumme, Maximilian Focke und Julian Weber geehrt, für 20 Jahre Kay Schmidt und für 30 Jahre Iris Störing.

Zum Oberfeuerwehrmann wurde Julian Weber befördert, zum Hauptfeuerwehrmann jeweils Kay Brumme und Andreas Wolff. Löschmeister ist jetzt Marco Schlapbach und Oberlöschmeister Peter Tilger.

Alexander Schulz und Peter Wolter erhielten ihre Erweiterungen zu den Schulterstücken jeweils als Oberbrandmeister.

2015 wurden die Wusterhausener zu fast 60 Einsätzen gerufen. Davon ging es in elf Fällen um Brandbekämpfung, 37 Mal um Hilfeleistungen, und elf Mal lösten Brandmeldeanlagen Einsätze aus. Der Großteil davon ereignete sich „im personalkritischen Zeitraum“ wochentags zwischen 6 und 18 Uhr. Im Tagesvergleich jedoch gab es die meisten Fälle samstags.

Besonders gewürdigt wurden bei der Versammlung die Arbeit der Jugendwehr (sechs Mitglieder), aber auch der Alters- und Ehrenabteilung (neun Mitglieder) sowie die des Feuerwehrfördervereins. Bürgermeister Blank sicherte diesen „wichtigsten Ehrenamtlern der Gemeinde“ Unterstützung hinsichtlich eines Mannschaftstransportwagens zu, der einen alten Robur LO ablösen soll. So wolle er das den Gemeindevertretern vorschlagen. Ortsvorsteher Wolfgang Kamphausen sagte, die Feuerwehrleute können sich „der Unterstützung des Haupt- und Finanzausschusses sicher sein“.

Astrid Hohmann, Vorsitzende der Gemeindevertretung und zugleich Feuerwehrfrau in Segeletz, wünschte am Ende allen das Wichtigste: „Bleibt gesund und kommt immer wieder gesund zurück.“

Von Matthias Anke

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