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Wusterhausens Heizhaus hat bald ausgedient

Konzept zur Energieeinsparung Wusterhausens Heizhaus hat bald ausgedient

Die Tage des Heizhauses in Wusterhausen sind gezählt. Grund: Das Nahwärmenetz wird engmaschiger. Zum Einsatz kommt ein Blockheizkraftwerk, betrieben mit Biogas, das etwa 70 Prozent des Gesamtbedarfs erbringt. Es erzeugt auch Strom für den Eigenbedarf und unter anderem für die Beleuchtung der Dosse-Halle.

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Das Heizhaus, im Hintergrund Kita und Grundschule.

Quelle: Wolfgang Hörmann

Wusterhausen. Es war bei der Wusterhausener Gemeindevertretersitzung Anfang März. Da bekam Bürgermeister Roman Blank zwei dicke Ordner überreicht. Udo Schermer vom Unternehmen „Klimakommunal“ übergab gesammelte Werke, genauer gesagt: Ergebnisse nach Untersuchungen für das Klimaschutz-Teilkonzept. Die 35 größten Energiesünder unter den öffentlichen Gebäuden, Geldvernichter für den Gemeindehaushalt, standen quasi am Pranger. Ganz vorn auf der Prioritätenliste für Veränderungen fanden sich das Heizhaus und die Dosse-Halle wieder. Beide stehen in unmittelbarer Nachbarschaft von Schule und Kita „Regenbogen“. „Das Heizhaus kostet die Gemeinde gegenwärtig täglich 245 Euro“, klagte Bauamtsleiterin Melanie Füllgraf im Frühjahr. Lieber heute als morgen wünschte sie sich Veränderung. Veraltete Regelungstechnik und Pumpen, die nicht bedarfsgerecht arbeiten, standen diesem Wunsch lange entgegen. Allerdings ermöglicht eine Kostenstelle im Haushalt 2016, dass Veränderungen unmittelbar eingeleitet werden können, erfuhren die Gemeindevertreter damals.

Jetzt sind sie konkret und absehbar, wie bei der vergangenen Sitzung des Bau- und Ordnungsausschusses zu erfahren war. Das Nahwärmenetz wird engmaschiger. Und zwar so: Zum Einsatz kommt ein Blockheizkraftwerk, betrieben mit Biogas, das etwa 70 Prozent des Gesamtbedarfs erbringt. Es erzeugt auch Strom für den Eigenbedarf und unter anderem für die Beleuchtung der Dosse-Halle. Zusätzlich wird für Spitzenlastzeiten und als Ersatz in einem Notfall eine Brennwerttherme installiert. Die Warmwasseraufbereitung in den Kita-Häusern erfolgt künftig dezentral über Solarthermie. Die Abschaltung der Heizung in den Sommermonaten ist dann kein Wunschdenken mehr.

Sein Abriss ist derzeit eine bevorzugte Option

Die Dosse-Halle soll in naher Zukunft ohne Lüftungsanlage auskommen. Das Öffnen der Fenster kann denselben Effekt erzielen, haben Spezialisten herausgefunden. Die Kühlung der Halle kann mittels Blockheizkraftwerk und Absorptionskältemaschine erfolgen. Der neue Standort der Heizungsanlage, jene Stelle der Einspeisung ins Nahwärmenetz, soll sich an der Dosse-Halle befinden. Damit sind die Tage des Noch-Heizhauses gezählt. Sein Abriss ist derzeit eine bevorzugte Option. Eltern, die ihre Sprösslinge zur Tagesstätte bringen oder von dort abholen, dürften sich über zusätzliche Parkplätze freuen.

Kleinere Energiespar-Brötchen werden derweil anderswo gebacken. Beispielsweise sind für das Feuerwehrhaus in Nackel Aufträge für Bodenleger, Tischler und Maler ausgelöst. Für die Gemeindehäuser Metzelthin, Segeletz und Schönberg läuft die Angebotsabfrage für Fenstererneuerungen. In der Lindgren-Grundschule erfolgt die Erneuerung der Fußböden in zwei Räumen in den Sommerferien. Und die Kita Lögow bekam fünf Außenjalousien für Sonnen- und Wärmeschutz. Die Gemeinde folgte hierbei allerdings einer Forderung des Gesundheitsamtes.

Von Wolfgang Hörmann

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