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Wusterhausens Rathaus zieht um

Wusterhausen Wusterhausens Rathaus zieht um

In wenigen Tagen beginnt der Umzug des Rathauses vom Marktplatz in die Schulstraße. Das alte Gebäude wird dann umfangreich saniert. Bis November 2018 soll es fertig sein. Der laufende Betrieb wird dadurch nicht eingeschränkt. Lediglich während des Umzugs vom 20. Juli bis zum 4. August kann es minimale Einschränkungen geben.

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Dieses Modell nimmt Melanie Füllgraf mit. Es ist Teil einer Diplomarbeit von zwei Ingenieuren aus Oldenburg, die 1991 fiktiv schon einmal einen Umbau des Rathauses planten.

Quelle: Wolfgang Hörmann

Wusterhausen. Im Rathaus von Wusterhausen hat das große Packen begonnen. Der komplette Umzug der Verwaltung vom Marktplatz in die Schulstraße soll in wenigen Tagen beginnen. Er ist ein Muss, weil der Stammsitz umfangreich saniert wird. Bei laufendem Betrieb wäre das nicht möglich gewesen. Schließlich werden die Bau-Hauptleistungen nicht vor Ende November 2018 beendet sein. So ist der Plan. Früher wäre natürlich besser, aber das passiert eher selten, wie sich in der Vergangenheit an anderen Objekten zeigte. Der Ortswechsel ist also unvermeidlich. Neben Rathauschef Roman Blank koordiniert ein vierköpfiges Gremium die letzte Phase des Umzugs in das ehemalige Schulgebäude, das gegenwärtig noch für die bevorstehenden Aufgaben hergerichtet wird. Beim Stellvertreter des Bürgermeisters Jürgen Gottschalk, der Bauamtsleiterin Melanie Füllgraf sowie ihren Mitarbeitern Birgit Hengmith und Hartmut Janschke laufen alle Fäden zusammen, an denen der gesamte Fortgang hängt. In einer Versammlung der Belegschaft des Rathauses kamen die Aufgaben in jedem der einzelnen Bereiche und der unbedingt einzuhaltende Zeitplan zur Sprache. Der ist bis ins Detail ausgeklügelt – damit das Rathaus dennoch jederzeit arbeitsfähig ist.

Im Rathaus wird derzeit gepackt

Festgelegt ist, welches Büro wann an der Reihe ist. Als erstes eingerichtet werden das Sekretariat des Bürgermeisters, das Meldeamt und das Standesamt. Letzteres erhält während der gesamten Aktion in Kooperation mit dem Neustädter Amt Unterstützung aus der benachbarten Dosse-Stadt. „Wenn das Rathaus komplett leer ist, setzen die Restauratoren ihre zwischenzeitlich unterbrochenen Arbeiten fort“, so Melanie Füllgraf. „Erst dann können abgehängte Decken und Wandverkleidungen entfernt, Fußböden und großflächige Wände abschließend untersucht werden.“ Und Bürgermeister Roman Blank ergänzt: „Wenn das Rathaus leer ist, gibt es im kommenden Monat einen Tag der offenen Tür. Jeder, der Lust und Interesse hat, kann sich dann vor dem Umbau das Haus noch einmal ansehen.“ Im September ist mit dem Beginn der eigentlichen Umbauarbeiten zu rechnen. Für die Gewerke Bauhaupt, Elektro, Dachdecker, Zimmerer und Gerüstbau laufen die Ausschreibungen. Die Vergabe der Aufträge ist für den 13. Juli vorgesehen.

Die Verwaltung zieht vom Marktplatz in die Schulstraße

In der Alten Schule, nur wenige hundert Meter vom Rathaus entfernt, gehen die Vorbereitungen dem Ende entgegen. Hier mussten kilometerlang neue Kabel eingezogen werden. Es wurden neue Wände in Leichtbauweise errichtet, Fenster und Türen aufgearbeitet, Fußböden abgeschliffen, Belege aufgebracht, Wände tapeziert. Welcher Bereich künftig wo zu finden ist, steht seit langem ebenfalls fest. Unten sind es die Kasse, das Meldeamt, das Standesamt mit Trauzimmer sowie die Bereiche Kita und Personalwesen. In die 1. Etage ziehen das Sekretariat des Bürgermeisters, das Büro seines Stellvertreters, das Bauamt und die Schiedsstelle. Auch Revierpolizist Mirko Kotzur ist in dieser Etage zu finden. Das Arbeiten am neuen Ort bringe es mit sich, dass in seinem Umfeld ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden sein müssen. Genutzt werden soll künftig verstärkt der Platz an der nahen Dosse-Halle. In der Straße Am Burgwall werden jetzt noch geltende eingeschränkte Parkzeiten aufgehoben. Ob das ausreicht, muss sich erst zeigen. Das Schulgelände bleibt für Parker allerdings tabu, schon, um die Sicherheit der Kinder nicht zu gefährden.

Der Zeitplan

Donnerstag, 20. Juli: Die Verwaltung ist am angestammten Platz noch voll funktionsfähig - bis 16 Uhr. Dann wird der EDV-Server vom Netz genommen.

Freitag, 21. Juli: Als erste zieht die Technik mit Computern und Telefonanlage um. Das geschieht in Eigenregie des EDV-Teams.

Montag, 24. Juli: Die Verwaltung ist telefonisch nur noch eingeschränkt erreichbar und wirklich nur in „sehr dringenden Fällen“, so Bürgermeister Roman Blank. Im Haus wird - was mittlerweile längst begonnen hat - weiterhin gepackt. Dafür stehen insgesamt 900 Umzugskartons zur Verfügung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sortieren aus, was nicht mit umziehen muss. Es landet in Archiven oder wird entsorgt.

Donnerstag, 27. Juli: Der „große Umzug“ beginnt. Alle Möbel haben Aufkleber mit Zimmernummern für das problemlose Aufstellen an der neuen Adresse erhalten. Ausräumen, Transport und Einräumen ist Sache der Firma Kuphal. Hubtechnik kommt zum Einsatz. Die Spezialisten aus Neuruppin haben eine ähnliche Aktion bereits vor mehreren Jahren in Wittstock erfolgreich bewältigt.

Sonntag, 3. August: Die Gemeindeverwaltung hat ihre Arbeitsfähigkeit am neuen Standort erreicht.

Montag, 4. August: Der normale Verwaltungsbetrieb in der „Alten Schule, Schulstraße 1“, kann beginnen.

Von Wolfgang Hörmann

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