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Ostprignitz-Ruppin Wustrau: Agrarbetrieb leidet unter Milchpreis
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wustrau: Agrarbetrieb leidet unter Milchpreis
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08:03 18.05.2016
Nico Kühl mit den Wustrauer Kälbern. Quelle: Josephine Mühln
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Wustrau

Die immer weiter sinkenden Milchpreise machen auch der M&F-Rhinluch-Agrargesellschaft in Wustrau zu schaffen. „Wir bekommen aktuell genau 20,75 Cent pro Liter“, sagt Geschäftsführer Christoph Ziems. „Mindestens 35 Cent bräuchten wir aber, um kostendeckend arbeiten zu können.“

Das Unternehmen mit seinen 400 Milch- und noch einmal 400 Mutterkühen produziert rund 10 000 Liter Milch am Tag. Aktuell ein klares Minusgeschäft, wie der ehemalige Chef des Betriebs, Loris Radke, deutlich macht: „Wir haben am Tag zwischen 800 und 1 000 Euro Verlust – also fast 30 000 Euro jeden Monat.“

Prinzip Hoffnung

Aufrechterhalten werde der Betrieb allein durch die Biogasanlage. „Die war dafür aber natürlich nicht gedacht“, sagt Ziems. „Sie sollte vielmehr Investitionen in neue Ställe, neue Dächer oder auch eine neue Melkanlage ermöglichen.“

Um der Schieflage zu begegnen habe er bereits die Produktion zurückgefahren, sagt Ziems. Allerdings erfahre er den aktuellen Milchpreis immer erst rund vier Wochen im Vorfeld. „Da haben wir nicht wirklich viel betriebswirtschaftlichen Spielraum, um reagieren zu können.“ Wünschenswert, sagt der Geschäftsführer, seien Verträge, in denen der Preis für eine bestimmte Menge Milch über ein Jahr festgelegt sei – ähnlich laufe es beim Getreide. „Im Moment herrscht das Prinzip Hoffnung. Bis November ändert sich aber auf jeden Fall erstmal nichts, denn so lange laufen die Verträge, die die Molkereien mit den Händlern geschlossen haben.“

Auch Verbraucher in der Pflicht

Dass der niedrige Milchpreis existenzbedrohend ist, zeigt ein Beispiel aus Burow (Mecklenburg-Vorpommern): „Die Gutsmilch GmbH dort wird die Produktion voraussichtlich zum Herbst einstellen“, erzählt Ziems.

Von den Problemen auf dem Wustrauer Hof hat sich am Dienstag auch Sebastian Steineke (CDU) während seiner Wahlkreistour ein Bild gemacht. „Hier wird ein Lebensmittel produziert und das muss entsprechend gewürdigt werden“, sagte der Bundestagsabgeordnete. Dabei sei auch der Verbraucher in der Pflicht: „In Bayern beispielsweise sind die Leute bereit, mehr für heimische Produkte zu bezahlen.“

Von Josephine Mühln

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