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Wustrauer Hobby-Imkerin züchtet Königinnen

Kein Leben ohne Bienen Wustrauer Hobby-Imkerin züchtet Königinnen

Heidemarie Kolrep kann sich ein Leben ohne Bienen nicht mehr vorstellen. Sie ist über ihren Mann zur Imkerei gekommen, mittlerweile verkauft sie das süße Gold im Brandenburg-Preußen-Museum, in dem sie arbeitet – die Museumsgäste schätzen die Leckerei als Mitbringsel. Die Wustrauerin widmet sich sogar der Königsdisziplin der Imkerei: der Zucht von Bienenköniginnen.

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Heidemarie Kolrep verkauft ihren Honig auch im Museum.

Quelle: Geisler

Wustrau. Ein Leben ohne Bienen ist für Heidemarie Kolrep aus Wustrau unvorstellbar. Dabei ist sie mit der Imkerei nicht groß geworden, sondern erst durch ihren Mann Heinz, den sie 1981 heiratete, dazu gekommen. Dessen Vater war Berufsimker. Von ihm hat ihr Mann die Imkerei übernommen, sie hat mitgearbeitet. 200 Bienenvölker besaßen Kolreps damals und verdienten damit ihr Geld. Nach der Wende ließ sich mit dem Beruf kein Geld mehr verdienen. Supermärkte boten Honig in allen Variationen und vor allem zu niedrigen Preisen an. Aus dem Beruf wurde ein Hobby. Dann traf Kolreps ein Schicksalsschlag. Vier ihrer Völker waren von Faulbrut (eine bakterielle Brutkrankheit) befallen, deshalb mussten sie alle anderen Bienenvölker auch vernichten. „Im Jahr 1992 standen wir vor dem Nichts“, erinnert sich Heidemarie Kolrep. Dann war erst einmal Schluss mit der Bienenzucht. „Zwei, drei Jahren hatten wir keine Bienen. Mir hat etwas gefehlt“, sagt die 56-Jährige. Peu à peu baute sie wieder eine Zucht auf. Für die Hobby-Imkerin ist es faszinierend, dass jedes Volk unterschiedlich ist. „Eins ist arbeitsamer als das andere.“ Heidemarie Kolrep betätigt sich auf einem der wichtigsten Gebiete der Imkerei: Der Königinnenzucht. Das ist eine Wissenschaft für sich. Das Bienenvolk, aus dem sie eine Königin zieht, muss überwiegend positive Eigenschaften haben. Das sind unter anderen Leistungsstärke und Friedfertigkeit, das heißt, dass sie nicht stechfreudig sind.

Das Ehepaar besitzt einen Bienenwagen, den Heinz Kolrep von Tracht zu Tracht fährt. Deshalb haben sie unterschiedliche Sorten im Bestand wie Raps und Sommerblüten. Der Honig wird unter anderem im Brandenburg-Preußen-Museum verkauft, der Arbeitsstelle von Heidemarie Kolrep. Dort arbeitet sie seit April 2000. In den Anfangsjahren hatte sie auf dem Parkplatz des Museums vier Bienenvölker stehen. Davon war der Museumsgründer Ehrhardt Bödecker sehr angetan. So entstand die Idee, den Honig in Gläsern mit dem Logo des Museums anzubieten. „Der Honig wird gern als Souvenir mitgenommen“, sagt Heidemarie Kolrep.

Zurzeit hat Heidemarie Kolrep noch zwölf Bienenvölker. Über den Winter musste sie Verluste durch Milben hinnehmen. Doch Trotz solcher Rückschläge macht ihr die Imkerei Spaß. Ihr Mann hilft ihr beim Schleudern . Aber sie ist es, die mehr an dem Hobby hängt. Ohne Bienen fehlt Heidemarie Kolrep etwas im Leben.

Von Dagmar Simons

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