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Ostprignitz-Ruppin Zäher Fortschritt bei Hotelprojekt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Zäher Fortschritt bei Hotelprojekt
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00:17 28.09.2016
Idyllisch gelegen: das Areal für das geplante Hotel. Quelle: Peter Geisler
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Steinberge

Das Bauschild mag verwittert sein – aufgegeben ist das Projekt eines Clubhotels in Steinberge noch nicht. Bis zum vergangenen Freitag lag der Bebauungsplanentwurf für das Areal am Giehmsee im Neuruppiner Rathaus aus. In einigen Monaten könnte der Investor, die Berlin Pharma Gesellschaft (BPG), einen Bauantrag stellen – bald acht Jahre nachdem die Planungen für das Projekt begonnen haben.

Ursprünglich war auf dem Areal des früheren Ferienlagers in Steinberge ein Hotelkomplex mit bis zu 100 Betten, zwei Restaurants und einer Wellnessanlage geplant. Ob der Investor diese Pläne genau so umsetzen will, sei offen, sagt Nico Erbe, der Kontaktmann des Unternehmens vor Ort. „Das hängt auch von dem Bebauungsplan ab“, so Erbe. „Wir müssen neu planen.“

Eine erste Baugenehmigung verfiel

Im Juli 2009 hatte das Unternehmen bereits einmal eine Baugenehmigung erhalten – für die Modernisierung und Instandsetzung der bereits vorhandenen Gebäude. Allerdings blieb diese Bauerlaubnis für zunächst etwa 50 Betten ungenutzt und verfiel. Die Gebäude – auch die unter Denkmalschutz stehende ehemalige Gaststätte – seien seitdem weiter verfallen, heißt es bedauernd aus dem Rathaus.

Das Bauprojekt schleppte sich auch deshalb so lange dahin, weil das idyllisch im Wald gelegene Areal im Landschaftsschutzgebiet und im Naturpark liegt. Wegen des Naturschutzes musste der Investor im Vorfeld erhebliche Auflagen erfüllen und unter anderem ein Artengutachten vorlegen. Inzwischen liegt das Gutachten, für das Biologen die Flächen ein Jahr untersuchen mussten, vor. Baudezernent Arne Krohn geht davon aus, dass zumindest das Artengutachten dem Projekt nicht im Wege steht. Kontaktmann Erbe lässt den schleppenden Fortschritt des Projektes indes unkommentiert. „Ich stehe täglich in Kontakt mit dem Investor“, sagt er lediglich.

Die BPG, die nach eigenen Angaben zwölf Mitarbeiter hat, verdient ihr Geld mit dem Im- und Export von Medikamenten und medizinischen Testverfahren. Als Firmensitz gibt das Unternehmen die Adresse in Steinberge an.

Ortsvorsteher hofft auf einen Erfolg

Gühlen-Glienickes Ortsvorsteher Michael Peter würde sich freuen, wenn am Giehmsee endlich etwas passiert. „Das ist eine Ruine direkt an der Straße“, sagt er. Peter kann sich durchaus vorstellen, dass ein Hotelprojekt dort erfolgreich sein könnte. „Die Boltenmühle ist im Sommer schließlich auch zu hundert Prozent ausgelastet“, so der Ortsvorsteher. „Es könnte funktionieren.“

Nicht nur die idyllische Lage macht das Areal für ein Hotel attraktiv. Auch die Nähe zur Kyritz-Ruppiner Heide und ihren Wander- und Fahrwegen spricht aus Peters Sicht für ein Hotel. „Man kommt von Steinberge nach Neuglienicke und damit direkt in die Heide“, sagt er. „Die Kutschfahrten könnten direkt am Hotel beginnen.“

Damit Gühlen-Glienicke und seine Ortslagen Steinberge und Neuglienicke aber tatsächlich von der Heide profitieren, müsste am Tor in das ehemalige Bombodrom investiert werden. Ein Parkplatz, Toiletten, ein Kremserhof vor Ort, eine Unterstellmöglichkeit – all das fehlt in Neuglienicke bislang. „Es ist schön, dass wir die Heide hinter dem Ort haben“, sagt Peter. „Aber der Ort muss auch entwickelt werden.“

Von Frauke Herweg

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