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Zehn Bands bei Rock am Rhin

Rheinsberg Zehn Bands bei Rock am Rhin

Es sind zumeist junge Bands, die beim kleinen feinen Festival Rock am Rhin mit von der Partie sind. Zum 13. Mal fand das Event auf dem Gelände Alte Brauerei in Rheinsberg statt. Die Besucherzahlen blieben zwar in diesem Jahr hinter den Erwartungen der Veranstalter zurück – die Stimmung war indes ausgelassen, trotz des Regens am Samstag.

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Shot in a Continental screamten satten Metal von der Bühne.

Quelle: Regine Buddeke

Rheinsberg. „Die Bands zu finden, war praktisch ein Selbstläufer“, sagt Danilo Schlaack, Mitorganisator des Musikfestivals „Rock am Rhin“, das in diesem Jahr schon seine 13. Auflage erlebt. Immer zwei Abende lang spielen fünf Bands – jeweils eine Stunde. „Die meisten bewerben sich bei uns per Demo-Tape oder mit einem Youtube-Video. Das ermöglicht uns eine gute Auswahlspanne“, sagt Schlaack, der für das Festival auf Vielfalt setzt – sowohl bei den Bands als auch beim Publikum.

Punk

Punk: Pommes und Pizza.

Quelle: Regine Buddeke

Die musikalische Spanne ist in der Tat breit gefächert – Rock-Metal ist dabei, Metal pur oder auch Progressive Metal heißen weitere Genres, dazwischen gibt es Punk und dessen Fun-Version; Crossover und Post Hardcore runden die Auswahl ab. Alle Bands sind jung. „Für das nächste Jahr wäre es schön, wenn wieder ein paar mehr aus der Region dabei wären“, sagt Schlaack. Mit Ausnahme von ’Jetlagged’, einer Band aus Rheinsbergern und Neuruppinern, sind nur noch die Lokalmatadoren am Start: Die ’Katzenomas’ sind in jedem Jahr dabei und fungieren Samstagnacht als Rausschmeißer – oder finales Sahnehäubchen. Die anderen Bands kommen von etwas weiter her: aus Berlin, Oranienburg, Leipzig, oder Halle. Die meisten sind das erste Mal in Rheinsberg dabei – mit Ausnahme von zwei Bands außer den Katzenomas. „’51 Grad’ waren im vergangenen Jahr die Überraschungs-Newcomer“, so Danilo Schlaack. Die haben so ’ne tolle Show geliefert, dass die Rheinsberger die noch einmal hier haben wollten.“ Auch ’Brutal Kraut’ sind schon das zweite Mal dabei. „Brandenburgs Hoffnung in Sachen Metal“, lobt der Organisator, der mit einem festen Kern von sechs Leuten das alljährliche Organisationsteam stellt – dazu kommen etliche Rheinsberger, die am Cocktailstand, Grill, Einlass und Bühne freiwillige Hilfe leisten.

Redsun eröffnete das Festival

Redsun eröffnete das Festival.

Quelle: Regine Buddeke

Für Rheinsberger ist das Areal an der Alten Brauerei zu Fuß zu erreichen – die Organisatoren möchten indes gern auch Publikum aus Neuruppin, Lindow und den Dörfern anlocken. Da etliche der überwiegend jugendlichen Besucher noch kein Auto haben, und auch, um allen Gästen einen gefahrlosen Rückweg zu gewährleisten, haben die Organisatoren in Kooperation mit der Busgesellschaft ORP einen Shuttle-Service Neuruppin –Rheinsberg und zurück auf die Beine gestellt. Dann wird aus den Bierchen auch kein Verkehrsdelikt. „Das Feedback war im letzten Jahr so gut, dass wir das in diesem Jahr wieder so machen. Wir sind der ORP sehr dankbar für die Hilfe.“

Am Freitag gegen sieben ist es noch fast leer auf dem Gelände. Die Musiker der ersten beiden Bands ’Redsun’ und ’Brutal Kraut’ sitzen hinter der Bühne und plaudern. „Wir haben uns bei einigen Festivals rund um Berlin beworben“, erzählt Axel, der sich um die Social-Media-Arbeit der Band kümmert. „Hier hat’s geklappt.“ Zuletzt seien sie in Berlin bei der Fete de la musique aufgetreten. „Wir sind vier Leute, alle berufstätig, die Spaß an der Musik haben.“ Zweimal die Woche werde geprobt – dazwischen gibt es Gigs in Jugendzentren und Clubs. ’Brutal Kraut’ kennt Rheinsberg schon. „Mir ist vergangenes Jahr hier die Basedrum abgehauen“, sagt Drummer Marlin und grinst. „Meine Schuld, ich hab sie nicht richtig festgemacht.“ In Rheinsberg sei es „cool“. „Wo hat man sonst schon so ’ne große Bühne?“, sagt Marlin. Wie die Band auf ihren Namen komme? „Wir mochten den Begriff ’Krauts’“ – wie die Deutschen von den Amerikanern genannt werden. „Und brutale Deutsche klingt ja nun eindeutig blöd“, sagt Marlin.

Gute Stimmung vor der Bühne

Gute Stimmung vor der Bühne.

Quelle: Regine Buddeke

Drei Stunden später ist es auf dem Platz schon deutlich voller: „Wollt ihr was zum Arschwackeln?“, ruft der ’Pizza und Pommes’-Sänger der deutlich gewachsenen Menge zu. Ja, sie will. Und will noch mehr, als wenig später ’Shot in a continental’ in den Ring klettert und die Metal-Post abgehen lässt. Höhepunkt des Abends ist ’51 Grad’. „Fulminante Show. Die wurden ihrer Headliner-Rolle völlig gerecht“, so Schlaack.

Insgesamt blieben die Zuschauerzahlen unter den Erwartungen der Macher. Am Sonnabend war das auch dem Regen geschuldet. „Aber die Stimmung war gewohnt gut. Das klassische Rock-am-Rhin-Publikum ist von Natur aus imprägniert“, erklärt Schlaack die fantastische Stimmung am Sonnabend. „Der ganze Abend war ein einziges Highlight“, sagt er. Und erreichte seinen finalen Rausch mit den ’Kazenomas’. „Da brannte die Bühne.“

Von Regine Buddeke

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