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Ostprignitz-Ruppin Zehn Wohnungen für Flüchtlinge
Lokales Ostprignitz-Ruppin Zehn Wohnungen für Flüchtlinge
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02:15 25.02.2016
Im Wohngebiet Waldring werden demnächst Flüchtlingsfamilien einziehen. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Wittstock bereitet sich auf die Ankunft weiterer Flüchtlinge vor. Zehn Wohnungen aus dem Bestand der Gebäude-und Wohnungsverwaltung (GWV) wurden jetzt bezugsfertig hergerichtet. Laut Geschäftsführer Hans-Jörg Löther habe es sich bei den Arbeiten um eine „normale Instandsetzung“ gehandelt, die sich auf Türen, Fußböden, Wände und ein wenig Trockenbau bezog. Investiert worden seien 43 000 Euro. Etwa 80 Prozent der Kosten hat das Land übernommen – aus Mitteln, die eigentlich für den Abriss von Wohnblöcken vorgesehen waren, aber aufgrund der Flüchtlingskrise nun für diesen Zweck verwendet werden. Die GWV lege Wert darauf, dass dort Flüchtlingsfamilien einziehen, keine Einzelpersonen, um die Integration zu fördern.

Acht dieser Wohnungen befinden sich im Wohngebiet Waldring, zwei im Wohngebiet Röbeler Vorstadt. Sie sollen demnächst für fünf Jahre vom Landkreis angemietet werden. Die Übergabe habe bereits vor einigen Tagen stattgefunden. Die Wohnungen sind bislang leer, denn die Möblierung übernehme der Kreis, der auch an der Ecke Gröperstraße/Kettenstraße einen Stützpunkt für den Wohnverbund einrichten wolle. Nähere Informationen will die Landkreisverwaltung dazu noch nicht geben, wie es jetzt heißt.

Handwerker haben bei kleinteiligen Arbeiten oft kein Interesse

Bis etwa Ende Mai sollen noch weitere sieben Wohnungen nach dem Vorbild der ersten zehn hergerichtet werden – und zwar in der Steinstraße, der Polthierstraße und der Jahnstraße. Wann dort Flüchtlinge einziehen werden, sei noch nicht abzusehen. Für Hans-Jörg Löther ist es immens wichtig, dass die Politik verlässliche Zahlen bezüglich der zu erwartenden Menschen liefert. Denn das Bereitstellen von Wohnraum brauche Zeit, mehrere Monate. Leistungen müssten ausgeschrieben und erbracht werden. Zudem sei es oft nicht leicht, zeitnah Termine mit Handwerkern zu vereinbaren, weil sie weitgehend ausgebucht seien. „Die Arbeiten sind mitunter aber auch so kleinteilig, dass Handwerker kaum Interesse daran haben.“ Um die Herausforderungen zu stemmen, gebe es regelmäßige Treffen der großen Vermieter im Landkreis, bei denen das Vorgehen aufeinander abgestimmt werde. Die Bemühungen um die Unterbringung von Flüchtlingen verlange den Vermietern einiges ab, denn die derzeitige Situation verursache zusätzlichen Aufwand und binde Personal, sagt der GWV-Chef: „Wir tun, was wir können.“ Dennoch habe es Fälle gegeben, dass Flüchtlinge Wohnungen ablehnten, weil sie ihnen zu klein, zu dezentral am Stadtrand oder zu weit oben im Haus gelegen hätten. Aus Löthers Sicht seien das Einzelfälle. Aber auch die müssten unterbleiben, wenn die Willkommenskultur keinen Schaden nehmen soll.

Von Björn Wagener

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