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Ostprignitz-Ruppin Zehntes Seifenkistenrennen beim Dorffest
Lokales Ostprignitz-Ruppin Zehntes Seifenkistenrennen beim Dorffest
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00:16 07.09.2016
Brian rollte als „Superhero“ und Sieger ins Ziel. Quelle: Christamaria Ruch
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Jabel

Jabel Brian ist der wahre Superheld. Der neun Jahre alte Junge aus Lübeck verbrachte die Ferien bei seinen Großeltern in Jabel und gewann am Sonnabend die Jubiläumsauflage des Seifenkistenrennens im Dorf. Zum zehnten Mal lockte dieser Wettbewerb viele Besucher in das Rundlingsdorf. Damit hat das Dorffest Jahr für Jahr ein Alleinstellungsmerkmal – nirgendwo in der unmittelbaren Nähe ist eine vergleichbare Veranstaltung zu finden.

Neuer Teilnehmerrekord

„Heute gibt es einen neuen Rekord – 13 Seifenkisten gehen an den Start“, sagte Fred Wehland, Organisator des Seifenkistenrennens. „Das ist total spannend“ oder „über die Jahre hat sich das Rennen hier etabliert“ – solche und andere Sätze waren von Zuschauern am Rande der Piste zu hören. Dabei suchte jeder den besten Platz entlang der Dorfstraße. „Wir hatten letztes Jahr versprochen, dass wir beim zehnten Mal eine Kuh steigen lassen“, sagte Fred Wehland kurz vor dem Startpfiff. Und schon holte er eine Kuh in Luftballonform hervor und ließ diese in den Himmel über Jabel fliegen.

Was sich innerhalb der kommenden 60 Minuten auf der Dorfstraße abspielte, bot für jeden Geschmack eine Portion Nervenkitzel. Neuling Fabian aus Biesen eröffnete mit seinem „Biesenfalter“ das Rennen. Nach dem Probelauf stand Fred Wehland als erster Sieger fest. „Wir haben Wort gehalten und in diesem Jahr die Startrampe um zwei Meter höher gelegt“, sagte er. Dann hielt das Publikum den Atem an, denn die besten Rennfahrer rollten auf der unebenen Dorfpiste so weit wie nie zuvor.

Die MAZ auf Reisen: Marvin Wehland hatte seine Seifenkiste mit Zeitungen verkleidet Quelle: Christamaria Ruch

Jedes Modell überzeugte mit Fantasie und einer mehr oder weniger ausgeprägten Windschnittigkeit: Die Marke „Ostwind“, das Knicklenker Postmobil im MAZ-Gewand, Feuerwehrautos oder eine Dampflok sorgten für Aufsehen. Der 13 Jahre alte Michel aus Heiligengrabe startete als Sieger der beiden Vorjahre. „Leichte Lager an den Reifen, viel Schwung beim Anschieben und eine schnurgerade Fahrt sind schon die halbe Miete“, sagte Michels Vater Andreas Büschke. Wenig später setzte sich Michel zunächst an die Spitze. Dann rollte der neunjährige Ole aus Glienicke im maßstabsgerecht nachgebauten Silberpfeil W196 über die Piste. „Ich bin sehr aufgeregt“, sagte er. Wenig später reckte er den rechten Arm in den Himmel und jubelte. Sein windschnittiger Silberpfeil war weiter gerollt als Michels Gefährt. Doch Oles Vater Michael Kappel wiegelte ab: „Ich sage immer wieder, es geht um den olympischen Gedanken.“

Ole im Silberpfeil. Quelle: Christamaria Ruch

Hugo mit seiner Seifenkiste in Form einer fliegenden Kuh machte es wieder spannend. Am Ende stoppte sein Fahrzeug kurz hinter Ole. „Nur noch einer fehlt, los Brian“, sagte Fred Wehland. Die Zuschauer reckten ihre Hälse und konnten es kaum glauben: Brian im Gewand von Superman rollte und rollte und ließ dann als Sieger seinen Emotionen freien Lauf. Seine gesamte Familie umkreiste ihn und hob ihn immer wieder in die Höhe. Auch Brians Stiefopa Kai-Uwe Ziegler aus Jabel sagte: „Ich bin so stolz auf ihn. Letztes Jahr holte er den dritten Platz und nun habe ich sein Fahrzeug flacher gelegt und die Achsenstellung verändert.“ Auf den Podestpätzen folgten dann Ole und Hugo.

Von Christamaria Ruch

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