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Zeit für Sommerfreundschaften

Bork Zeit für Sommerfreundschaften

Alle drei jeweils 14-tägigen Durchgänge im Ferienlager Bork waren dieses Jahr schon lange vorher ausgebucht. Kein Wunder: Das Programm ist verlockend. Für jeden ist etwas dabei, und das auch für die fast 70 Kinder der derzeit zweiten Runde in diesen Sommerferien 2016.

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Lea-Sophie Loesen (v.l.), Jovanka Ferhatovic und Leonie Schubert schlossen im Borker Ferienlager Freundschaft.

Quelle: André Reichel

Bork. Unzählige Kinder verlebten einst in der DDR einen Teil ihrer Sommerferien in einem Ferienlager. Jahrzehnte später schwelgen noch immer viele von ihnen in den Erinnerungen an jene Zeit. Die DDR gibt es nicht mehr und auch die allermeisten Ferienlager haben die Zeiten nicht überdauert. In Bork jedoch gibt es noch eine dieser Anlagen, und unverändert herrscht dort wie eh und je in den Sommerferien Hochbetrieb. Inzwischen sind die Kinder von einst erwachsen geworden und haben selbst schon Kinder, die sie in das Ferieinlager schicken, in dem sie eine schöne Zeit verbrachten. Vieles auf dem Gelände ist nahezu unverändert geblieben, was bei den Ferienlagerkindern gut ankommt. Alle drei 14-tägigen Durchgänge waren wohl auch aus diesen Gründen lange vorher ausgebucht.

Der zweite Durchgang ist nun schon eine Woche dort. Die 68 Kinder und Jugendlichen, die vor allem aus der Prignitz und dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin kommen, feiern mit ihren Betreuern Bergfest.

Die Betreuer in Bork sind ein eingespieltes Team

Morgens um 7 Uhr herrscht noch Stille auf dem Gelände des Ferienlagers. In der Küche brennt schon Licht. Die beiden Küchenfrauen bereiten das Frühstück vor. Bei den Betreuern klingelt indes der Wecker. Die Kinder schlafen noch tief und fest, als sie gegen 8 Uhr geweckt werden. Der Gang zu den Waschräumen und den Toiletten erscheint bei morgendlichen sechs Grad Celsius gleich doppelt so weit als sonst. „In den Bungalows ist es aber immer noch schön warm. Für alle Fälle haben wir Radiatoren“, sagt Ronny Leßmann, der in seiner Urlaubszeit seit 13 Jahren im Borker Ferienlager Kinder betreut. Auch alle anderen Betreuer nutzen entweder ihren Urlaub oder die Semesterferien, um in Bork mit dabei sein zu können. „Wir sind ein eingespieltes Team. Ohne dem würde es das Lager wohl nicht mehr geben“, sagt Leßmann.

Betreuer Patrick Niemann fährt mit den Kindern nacheinander ein paar Runden auf dem Obersee

Betreuer Patrick Niemann fährt mit den Kindern nacheinander ein paar Runden auf dem Obersee.

Quelle: André Reichel

Erstaunlich diszipliniert und zügig frühstücken die Kinder gemeinsam mit ihren Betreuern. Dann werden die geplanten Tagesaktionen vorgestellt. Eine strenge Gruppeneinteilung gibt es nicht. Jeder kann mitmachen, wo er will. Eine Hüpfburg ist auf dem Feriengelände schon aufgestellt. Besonders die jüngeren Ferienlagerkinder können vom Toben und Springen gar nicht genug bekommen.

Andere gehen mit den beiden Betreuern Johannes Giertz und Patrick Niemann zum nahegelegenen See. Das Schlauchboot muss jedoch erst einmal dort hin getragen werden. Teamarbeit ist gefragt – und alles klappt reibungslos.

Während Patrick Niemann mit den ersten Kindern eine Seerunde dreht, wartet Johannes Giertz mit den anderen am Strand. Zum Baden ist das Wasser zu kühl, jedoch sind alle froh, dass es wenigstens nicht regnet. Zur gleichen Zeit wird im Ferienlager Volleyball gespielt, und wer will kann im Essensaal Bingo spielen.

Essen zubereiten ist oftmals auch Gemeinschaftswerk

Zum Mittagessen sind dann alle wieder beisammen. Fischstäbchen mit Dillsoße und Kartoffelbrei hatten sich viele gewünscht und die Küchenfrauen erfüllten ihnen diesen Wunsch. Über ihre fleißigen Küchenfrauen lassen die Betreuer ohnehin nichts kommen, denn sie wissen, was sie an ihnen haben. „Im Vorjahr fiel eine von ihnen aus gesundheitlichen Gründen aus. Also mussten wir selber ran. Das war nicht einfach für uns“, erzählt Philip Krüger, der seit 2012 der Lagerleiter ist. Der 24-jährige Potsdamer studiert Sozialarbeit. Schon seine Eltern hatten über viele Jahre das Borker Ferienlager geleitet und ihn mit dem „Lagervirus“ angesteckt.

Auf das gemeinsame Pizzabacken freuten sich alle

Auf das gemeinsame Pizzabacken freuten sich alle.

Quelle: André Reichel

Am Nachmittag wandert ein Großteil der Ferienlagerkinder zum nicht weit entfernten Lehmbackofen. Jutta Berg, Susanne Kemper und Jack Boddin vom Borker Heimatverein warten dort schon auf die Kinder. Sie haben den Ofen schon seit dem frühen Morgen angeheizt. Die Zutaten für die Pizza wurden den Kindern von den Küchenfrauen mitgegeben. Teigausrollen und Pizzabelegen wird nun zur Gemeinschaftsarbeit, die allen Spaß macht. Zusammen wird dann gegessen. Wer möchte, kann anschließend im Essenraum des Ferienlagers auch noch Waffeln selber backen. Da bleibt für das Abendessen kaum Platz im Bauch.

Draußen regnet es nun. Doch niemand langweilt sich. Zwar muss das Fußballturnier ausfallen, aber Stadt-Land-Fluss macht ja auch sehr viel Spaß.

In einer Woche heißt es für diese Kinder Abschied nehmen. Für viele von ihnen steht aber schon jetzt etwas fest – klar: Sie wollen wiederkommen.

Von André Reichel

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