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Ostprignitz-Ruppin Zeitdokumente der Familie von Königsmarck
Lokales Ostprignitz-Ruppin Zeitdokumente der Familie von Königsmarck
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00:27 28.03.2018
Von Barsewisch erzählte aus der Familiengeschichte. Adolf Graf Königsmarck war sein Ur-Urgroßvater. Quelle: Matthias Anke
Berlitt

Interessante, von vielen Berlittern zuvor nie gesehene Fotos der einstigen Bewohner des Schlosses Berlitt und deren Verwandtschaft wurden dort am Sonnabend im Saal gezeigt. Bernhard von Barsewisch, der in Groß Pankow lebt, brachte auch Fotos von Gemälden mit, die einst im Schloss hingen und Familienmitglieder zeigen – auch die seiner eigenen. Der frühere Schlossherr Adolf Graf Königsmarck war schließlich kein geringerer als Barsewischs Ur-Ur-Großvater.

Der Saal im Schloss war bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Volkssolidarität sorgte für Kaffee und Kuchen. Quelle: Matthias Anke

„Das ist alles Material, das ich selbst erst über die Jahrzehnte hinweg sammeln musste. Würde ich heute damit anfangen, wäre wohl nichts mehr zu bekommen“, erklärte der 82-Jährige frühere Augenmediziner und langjährige Prignitzforscher. Er ist bekannt auch als Sprecher der Familie der Gans Edlen Herren zu Putlitz. Es ist jener sogenannte Ur-Adel, der den Prignitzer Landstrich einst unter seine Herrschaft stellte, in dem bis zur Zeit des Wendenkreuzzuges Slawen lebten. Barsewischs Herz aber schlägt im Groß Pankower Nachbarort Wolfshagen, wo das dortige Schloss einst der Familie gehörte.

Was Schloss Berlitt und Schloss Karnzow verbindet

Berlitt indes war ein uralter Besitz der Herren von Königsmarck. Als Hans Valentin Graf von Königsmarck seine Güter unter seinen Söhnen aufteilte, erhielt der Ur-Urgroßvater von Bernhard von Barsewisch, Adolph Graf Königsmarck, Berlitt und baute es wohnlich aus. Vom damaligen Interieur jedoch ist nichts mehr vorhanden. Dabei hatte es einst bemerkenswerte Schätze gegeben – was Barsewisch später den Bogen hin zum Schloss Karnzow am Obersee schlagen ließ. Zunächst jedoch heiratete Adolph 1823 Josephine von Miaskowska – eine Tochter der Gräfin Marianne von der Mark. Sie wiederum war illegitime Tochter von König Friedrich Wilhelm II. und Wilhelmine von Lichtenau.

Aus der Ehe mit Josephine ging eine Tochter hervor, die Gustav Gans zu Putlitz heiraten sollte. Erbe in Berlitt aber wurde Adolf Hans Joseph von Königsmarck. Es folgte Graf Friedrich Wilhelm Adolf von Königsmarck. Jener war es, der mangels Platz für sämtliche Kunst und Mobiliar Schloss Karnzow erwarb und 1922 dorthin zog.

Schloss Berlitt, wo Bernhard von Barsewisch seinen Vortrag hielt, am Samstagnachmittag. Quelle: Matthias Anke

Barsewisch ging dann auf ein freundschaftliches Verhältnis von Königsmarck zu einem Kustos der Bremer Kunsthalle ein. Dieses könnte offenbar dazu geführt haben, dass Ende des Zweiten Weltkriegs Karnzow als Auslagerungsort für einen Teil der Kunst aus Bremen in Frage kam. Doch das ist wieder eine ganz eigene Geschichte, die Barsewisch nur kurz anriss.

„Wir nehmen heute keinen Eintritt, bitten aber um Spenden. Sie sollen dem Förderverein für das Schlossmuseum Wolfshagen zugute kommen“, hatte Berlitts Ortsvorsteher Harald Backhaus vor dem Vortrag erklärt. Er hieß die rund 50 Gäste im Namen des Ortsbeirats und auch des Bürgervereins im übervollen Gemeindesaal willkommen. Er ist das Herz des heute der Stadt Kyritz gehörenden Schlosses Berlitt. „Ich schätze es sehr, dass wir ihn für solche Veranstaltungen nutzen können“, sagte Backhaus. Wer weitere Ideen dieser Art hat, brauche sich nur zu melden.

Von Matthias Anke

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