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Ostprignitz-Ruppin Zeitreise in Neuruppin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Zeitreise in Neuruppin
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00:34 15.07.2015
Schüler des evangelischen Gymnasiums stellten die Szene zum Auszug der Mulis nach. Quelle: Cornelia Felsch
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Neuruppin

Eine große Menschenmenge hatte sich vor dem Friedrich-Wilhelm-Gymnasium versammelt. Unter dem Klang der Schulglocken traten jeweils drei Abiturienten aus der Haupttür des Gebäudes. Nachdem jeder seinen Abschiedsspruch von einem Unterprimaner erhalten hatte, wurden die Abiturienten auf einen Rollwagen verfrachtet. Begleitet von Eseln, Pferden, Landsknechten und einer Musikkapelle ging es durch die Stadt zum jeweiligen Wohnhaus, wo die Absolventen von Angehörigen und Freunden in Empfang genommen wurden. Die Haustür war mit einem Bilderbogen von Gustav Kühn geschmückt, auf dem ein Maulesel abgebildet war. Dieses Plakat wurde in Neuruppin am Vorabend des Muli­umzugs an den Haustüren der Abiturienten angebracht, die ihr Examen bestanden hatten. 1935 fand der Umzug der Muli zum letzten Mal statt.

Am Sonnabend versammelten sich wieder viele Menschen vor dem Alten Gymnasium, um den Auszug der Abiturienten zu erleben. Diese waren allerdings diesmal Schüler des Evangelischen Gymnasiums, die zur Feier des Tages die historischen Szenen nachstellten. Ulrich Dumrath las den Text zu dieser Begebenheit, den sein inzwischen gestorbener Vater Hans-Werner Dumrath aufgeschrieben hatte.

340 einstige Schüler aus 28 Jahrgängen waren unter den Schaulustigen. Sie hatten sich anlässlich der Ersterwähnung der ehemaligen Lateinschule vor 650 Jahren am Alten Gymnasium eingefunden. Viele der Gäste erkannten ihr ehemaliges Schulhaus allerdings kaum wieder. Sie konnten sich nur an den Fensterfronten oder an einem Modell ihrer damaligen Schule orientieren, da die Räume nach dem Umbau von 2010 bis 2012 völlig neu gegliedert wurden.

Heiß begehrt war am Sonnabend die Festschrift „650 Jahre Ersterwähnung der Neuruppiner Lateinschule“ aus dem Regionalverlag von Peter Pusch. Aber auch ein Film über Neuruppin von Ulrich Bredow, der an diesem Tag mehrmals gezeigt wurde, fand reißenden Absatz. In und an der Schule gab es zwischen 11 und 17 Uhr ein umfangreiches Programm. „Was die Organisatoren hier geleistet haben, ist toll und beeindruckend“, sagte die Alt Ruppinerin Helga Schemmel, die 1955 an der damaligen Fontane-Oberschule für Jungen und Mädchen ihr Abitur absolvierte. Die 78-Jährige, die sich schon lange auf dieses Treffen gefreut hat, traf an diesem Wochenende allerdings nur drei ehemalige Mitschüler aus ihrer Klasse wieder.

Umlagert waren die Fotowände, an denen es immer wieder zu freudigen Wiedererkennungsszenen kam. Dort konnte man den Lehrer Horst Erdmann, genannt „Jumbo“, beim Badeausflug entdecken; auch Abi­bälle, Faschingsfeiern, Ausflüge und Einsätze in der sozialistischen Landwirtschaft wurden fotografisch festgehalten. Wer dem Trubel entgehen wollte, musste sich ein ruhiges Plätzchen suchen – so wie Luise Meier aus Nackel und Marlies Pick aus Neuruppin. Die beiden ehemaligen Schulkameradinnen schwelgten beim Durchblättern eines alten Tagebuchs in Erinnerungen.

Von Cornelia Felsch

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