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Ostprignitz-Ruppin Zerstörte Briefkästen wohl größtes Übel
Lokales Ostprignitz-Ruppin Zerstörte Briefkästen wohl größtes Übel
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00:18 04.01.2018
Briefkästen wurden zu Silvester auch in Kyritz lieber offengelassen oder zugeklebt. Karl-Heinrich Wallert ging ebenso auf Nummer sicher. Quelle: Matthias Anke
Kyritz

Der Jahresanfang verlief im Kyritzer Altkreis vergleichsweise ruhig, zumindest für die Rettungsdienste. Aus der Notaufnahme des Klinikums in der Knatterstadt wurde am Morgen nach der Silvesternacht kein schwerwiegender Fall vermeldet. Auch die Feuerwehren der Region konnten ihre Fahrzeuge stehenlassen, bis auf eine Ausnahme in Wusterhausen. Dort brannte eine Mülltonne. Als die Einsatzkräfte eintrafen, hatten Anwohner das Feuer schon selbstständig gelöscht.

Die Polizei indes vermeldet problematischere Fälle aus der weiteren Region des Landkreises: Gegen 0.30 Uhr wurde in der Flecken-Zechliner Gartenstraße ein elfjähriger Junge von einem Polenböller derart im Gesicht verletzt, dass er mit einem Rettungshubschrauber in ein Berliner Klinikum geflogen werden musste.

Verletzte in Flecken Zechlin, Neuruppin und Wittenberge

In Neuruppin wurde durch den laut Polizei „unsachgemäßen Umgang mit einer Silvesterrakete“ gegen 0.40 Uhr eine 17-Jährige verletzt. Die Rakete war horizontal über den Braaschplatz abgeschossen worden und traf die junge Frau, die dort gerade mit Freunden feierte, an der Hüfte. Sie erlitt leichte Brandverletzungen und musste im Klinikum behandelt werden.

Im Flur eines Mehrfamilienhauses in der Perleberger Straße in Wittenberge brannte Silvester um 22.40 Uhr eine Mülltonne. Sieben Menschen wurden verletzt. Sie erlitten offenbar eine Rauchgasvergiftung. Auch in Perleberg brannte eine Mülltonne.

Zu einem folgenreichen Brand indes kam es in einem Mehrfamilienhaus in Wittenberge. Acht Menschen erlitten Rauchvergiftungen. Vier Personen, darunter eine Mutter mit zwei Kindern (9 und 11 Jahre alt) wurden zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. „Die anderen Personen konnten nach ambulanter Behandlung vor Ort entlassen werden. Das Haus ist weiterhin bewohnbar“, teilte die Polizei mit. Noch nicht bestätigt wurden von der Polizei Vermutungen, dass es sich um Brandstiftung gehandelt haben könnte. Unbekannte hätten offenbar im Flur des Hauses um 22.40 Uhr eine Mülltonne in Brand gesetzt. Die Flammen griffen dann laut der Feuerwehr Wittenberge auf eine zweite Tonne über und breiteten sich auf einer Holztreppe aus.

Dieser Briefkasten überlebte die Silvesternacht in Kyritz nicht. Quelle: Matthias Anke

Eine Vielzahl Schäden gab es allerorten ansonsten an Briefkästen. Wie in jedem Jahr gingen die meisten aber auf Nummer sicher, indem sie die Einwurfschlitze entweder zuklebten oder die Klappen gleich ganz offenließen.

„Die anderen aus dem Haus sind verreist, also hatte ich sowas wie Wachdienst“, erzählte beispielsweise Karl-Heinrich Wallert aus der Kyritzer Bach-Straße am Neujahrsmorgen. Während der 66-Jährige das Klebeband wieder von den Briefkästen entfernte, verwies er auf die Umgebung: „Dort drüben aber hat es einen völlig zerfetzt.“ Die Spuren zeigen es deutlich: Es war ein einziger Böller.

Von Matthias Anke

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