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Ostprignitz-Ruppin Zirkus Humberto steht vor Saisonstart
Lokales Ostprignitz-Ruppin Zirkus Humberto steht vor Saisonstart
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00:32 02.03.2018
Joschi Ortmann trainiert täglich für den ersten Auftritt mit den vier jungen Araberhengsten. Quelle: Christamaria Ruch
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Wittstock

Der Frost zwackt im Gesicht, Wind pfeift über das Winterquartier vom Zirkus Humberto in Wittstock. Doch in einem Stall liegt ein Hauch der großen Manege in der Luft. Zirkuschef Joschi Ortmann trainiert dort für den Saisonstart.

Ab Donnerstag, 8. März, sind die Besucher wieder willkommen. Dann startet die neue Saison mit neuen Darbietungen. Das knallgelbe Zirkuszelt wird auf dem neuen Gelände in der Rheinsberger Straße, direkt hinter der Schwimmhalle, aufgeschlagen. Denn der Bleichwall steht wegen der Vorbereitungen zur Landesgartenschau 2019 nicht mehr bereit.

Neue Nummer mit vier jungen Araberhengsten

Beim MAZ-Besuch legt Joschi Ortmann den vier jungen Araberhengsten erstmals die roten Geschirre um. Diese tragen sie auch später beim Auftritt. „Das ist erst mal eine neue Situation für sie, die Trainingsgeschirre sind Schwarz“, sagt Ortmann. Die temperamentvollen Araberhengste stehen zunächst verhalten und scheu im Stall.

Einige Zeit später führen Joschi Ortmann und sein Sohn Roberto die Tiere in die Trainingsmanege. „Der Durchmesser hier beträgt nur sieben Meter, im Zirkuszelt sind das mehr als zehn Meter“, sagt Joschi Ortmann. „Die kleine Manege ist für die Probe gut und ausreichend, im Zelt haben sie dann mehr Platz und mehr Freiheiten“, sagt er.

Joschi Ortmann trainiert die Kommandos

Mit kurzen Kommandos dirigiert Ortmann „Artus“, „Atlas“, „Samar“ und „Salin.“ „Allez“, ruft Ortmann und die Tiere bewegen sich im Schritt oder Trab hintereinander im Kreis.

Dann lenkt er sie mühelos zum gegenläufigen Trab: Jeweils zwei Hengste bewegen sich in eine Richtung und auf die anderen zu. Wie in einer engen Gasse passieren sie sich problemlos. Dann drehen sie auf einmal Pirouetten und wirbeln dabei Sand auf. Schon ruft Joschi Ortmann „Walzen“ und in Zweiergruppen bewegen sie sich im Schritt vorwärts und bilden kleine Kreise.

Die Nummer gipfelt darin, dass die beiden Rappen „Samar“ und „Salin“ die Manege im Rückwärtsgang verlassen. „Nur mit ganz viel Ruhe gelingt das“, sagt Joschi Ortmann nach dem Auftritt. Wenig später assistiert er seinem Sohn Roberto bei der Akrobatik in einer freien Lagerhalle des Winterquartiers. Er steigt auf zwei freistehenden und 3,9 Meter langen Leitern in die Höhe. Dabei balanciert er große Würfel aus Titan und Aluminium. „Beim Auftritt kommen noch Lichteffekte hinzu“, sagt Roberto Ortmann.

Zirkus Humberto Würfelakrobatik Quelle: Christamaria Ruch

Ortmann: „Unser Leben ist die Manege“

„Unser Leben ist die Manege“, sagen beide. Und damit sprechen sie für die ganze Familie. Das bewährte Motto im Zirkus lautet „Menschen, Tiere, Sensationen.“ Bei allen Showeffekten und schillernden Kostümen hält Joschi Ortmann am traditionellen Zirkus fest. Darunter versteht er die Auftritte der Menschen und Tiere, gewürzt mit Artistik, Clownerie und Jonglage. Der Zirkus engagiert jedes Jahr bis zu fünf Gastartisten.

Pferde, Russische Kamele, Wasserbüffel, Banteng- oder Watussirinder reihen sich in der Manege ein. „Wir möchten Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistern“, sagt Ortmann. Feuerspiele und Licht sorgen für weitere Atmosphäre. Die Premiere wird am Donnerstag, 8. März, gefeiert. An diesem Tag um 9 Uhr erleben Kita- und Schulkinder wie jedes Jahr eine Sondervorführung.

Vorstellungen im beheizten Zirkuszelt in der Rheinsberger Straße, hinter der Schwimmhalle, in Wittstock: Premiere Donnerstag, 8. März, 16 Uhr. Freitag, 9. März, 16 Uhr, Sonnabend, 10. März, um 14 und 17 Uhr und am Sonntag, 11. März, um 14 Uhr.

Von Christamaria Ruch

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