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Zu groß, zu schnell, zu schwer

Straßenbau in Blumenthal umstritten Zu groß, zu schnell, zu schwer

Anwohner sind meistens zufrieden, wenn sie eine neue Straße bekommen. In Blumenthal ist das nicht so. Zu viele schwere Lkw seien in der Siedlungsstraße unterwegs. Das findet Hartmut Wichmann. Er sieht massive Gefahren für Leib und Leben.

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Wittstocks Bürgermeister ärgert sich

Die Siedlungsstraße in Blumenthal erhält zum Teil eine neue Deckschicht.

Quelle: Björn Wagener

Blumenthal. Die gute Nachricht zuerst: Die Straße Siedlung in Blumenthal wird seit Freitag in Schuss gebracht. Im Bereich zwischen den Hausnummern 13 und 17a finden noch bis zum 18. August Ausgleichsarbeiten statt. Anschließend wird die Deckschicht auf diesem rund 150 Meter langen Abschnitt erneuert. Die Umleitung führt über den Dahlhausener Kirschweg und ist ausgeschildert. Die Zufahrt bis zur Baustelle ist möglich.

Dass diese Arbeiten nun ausgeführt werden, freut auch Anwohner Hartmut Wichmann. Dennoch hat er ein Problem – und zwar mit dem Verkehr auf dieser Straße. In der Vergangenheit polterten vor allem immer wieder große landwirtschaftliche Fahrzeuge und Holzlaster durch die kleine Straße, „obwohl der Unterbau für eine solche Belastung nicht ausgelegt ist, weil er einst für Pferdefuhrwerke gebaut wurde“, sagt Hartmut Wichmann. Gemeinsam mit Ortsvorsteherin Bettina Teiche sei inzwischen immerhin erreicht worden, dass landwirtschaftliche Fahrzeuge die Siedlungsstraße weitgehend umfahren. Dennoch macht sich Wichmann Sorgen um die Sicherheit der Anwohner, denn die Holzlaster seien nach wie vor dort unterwegs. „Im Juli bin ich einem Lkw nachgefahren, um ihn zu fotografieren. Er war viel zu schnell unterwegs und überfuhr auch ein Stopp-Schild“, berichtet Wichmann. Er fürchtet um die Sicherheit für die Anwohner. „In unserer Straße wohnen auch Kinder, Gehbehinderte und Blinde.“

So sah die Straße vor der Asphaltierung aus

So sah die Straße vor der Asphaltierung aus

Quelle: Björn Wagener

Um die Situation zu entschärfen, macht er folgenden Vorschlag: Von der Kreuzung Kirschweg/Siedlung bis zum Haus des Planungsbüros Jansen sollten nur Fahrzeuge verkehren dürfen, die nicht mehr als 3,5 Tonnen wiegen – außer Anwohner und Versorgungsfahrzeuge. Gleichzeitig solle ein Tempolimit von 30 km/h verhängt werden, „weil auch nachts und früh gegen 5 Uhr schon die ersten Fahrzeuge auch mit Anhänger polternd und mit überhöhter Geschwindigkeit den Berg schwungvoll hinunter kommen“.

Neben der Sicherheit für die Anwohner gehe es vor allem auch darum, dass die Deckenerneuerung, die derzeit vorgenommen wird, möglichst lange hält. Und Hartmut Wichmann hat noch ein weiteres Problem: Lkw-Fahrer, die vom Kirschweg aus in die Siedlung fahren, sehen kein Ortseingangsschild. Dabei könne das Schild durchaus so umgesetzt werden, dass dieses Problem behoben wird.

All das hat Hartmut Wichmann dieser Tage auch Bürgermeister Holger Kippenhahn schriftlich mitgeteilt. Am Freitag traf die Antwort ein. Darin heißt es, dass sich der Ortsbeirat und die Gemeindeverwaltung weiterhin mit dieser Angelegenheit auseinandersetzen würden. Eine Begrenzung von Tonnage und Geschwindigkeit auf Schildern sei grundsätzlich machbar, falls man sich darauf einigt. „Entscheidend wird sein, dass sich in diesem Fall auch die Fahrzeugführer daran halten“, so Kippenhahn. Die Veränderung der Beschilderung werde mit dem Ortsbeirat ebenfalls besprochen und gegebenenfalls vorgenommen. In den vergangenen Tagen sei in der Angelegenheit zudem auch das Gespräch mit weiteren Anliegern geführt worden. Jedoch habe sich daraus „kein geschlossenes Meinungsbild“ ergeben.

Von Björn Wagener

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