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Zu heiß für literarische Gedanken

Erstes Kinder- und Jugendliteraturfestival in Neuruppin Zu heiß für literarische Gedanken

Zur Eröffnung der Festivals Querfeldeins blieben die Veranstalter und Künstler weitgehend unter sich. Bei 37 Grad im Schatten zog es Kinder und Jugendliche ans Wasser. Doch das Festival in der Fontanestadt mit mehr als einem Dutzend Lesungen, Ausstellungen, Workshops und Poetry-Slams für Jugendliche dauert noch die ganze Woche an.

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Die Illustratorin Regina Kehn führte am Sonntag in der Neuruppiner Galerie am Bollwerk durch ihre Ausstellung.

Quelle: Christian Schmettow

Neuruppin. Sonne, 37 Grad im Schatten - Literatur stand am Wochenende nicht ganz oben auf der Wunschliste von Kindern und Jugendlichen in Neuruppin. Baden war angesagt. Darunter litt das erste Neuruppiner Kinder- und Jugendliteraturfestival „Querfeldeins“ erheblich. Bei der Eröffnungsparty am Sonnabend auf dem brütend heißen Schulplatz blieben die fleißigen Kuchenbäckerinnen vom Netzwerk gesunde Kinder, die Moderatoren von Radio Teddy und die Bücherverkäufer weitgehend unter sich. Auch beim metergroßen Würfelspiel rund um die Ruppiner Seenkette und beim Riesen-Scrabble stand niemand an. Dabei hatten sich die Organisatoren große Mühe gegeben, eine lauschige Spiel- und Kaffeemeile am Rosengarten einzurichten. Es war einfach zu heiß.

Texte und Gedichte in Bildergeschichten verwandelt

Nicht viel besser erging es am Sonntag der Bücher-, Bilder- und Familientour. Immerhin ein Dutzend Interessierte fand sich in der Galerie am Bollwerk ein, darunter auch eine Familie mit vier Kindern aus Wittstock. Die Illustratorin Regina Kehn führte dort durch ihr literarisches Kaleidoskop. Kurze Texte und Gedichte von James Krüss, Christian Morgenstern und anderen hat sie hat sie in Bildergeschichten verwandelt und die Texte direkt in die Zeichnungen geschrieben.

Der größere Teil der Führung richtete sich ohnehin mehr an die Erwachsenen als an Kinder, die zum Beispiel mit Ironie nicht so viel anfangen können und sich auch weniger für die Rechte an literarischen Werken interessieren. Das räumt auch Regina Kehn ein. Am Dienstag, 7. Juli, wird sie aber ab 9.30 Uhr in der Galerie am Bollwerk einen Illustrations-Workshop geben, der dann mehr auf die Kinder eingehen wird als die Führung durch ihre Ausstellung.

August denkt sich selbst Geschichten aus

August aus Wittstock fand die Ausstellung trotzdem interessant. Ihn faszinierte die Geschichte vom Mond, der ins Meer gefallen ist, und von den untergegangenen Schiffen. Der neun Jahre alte Junge denkt sich manchmal vor dem Einschlafen selbst Geschichten aus, die er dann zusammen mit seiner Mutter aufschreibt. So fragte sich August zum Beispiel, wie die Ampel zu ihren Farben rot – orange – grün kam – und warum es nicht noch andere Farben gibt. Dabei entstand die Geschichte von einer Ampel, die auch rosa und blau anzeigt – und damit ein gewaltiges Verkehrschaos auslöst.

Die Fantasie der Kinder anregen will auch das Literaturfestival, das noch bis Sonnabend, 11. Juli, dauert. So gibt es in Neuruppin täglich mehr als ein Dutzend Lesungen, Ausstellungen, Poetry-Slams und Workshops, zum Beispiel mit der Illustratorin Sabine Wilharm. Sie gestaltete die Umschläge der Harry-Potter-Bücher und führte am Sonntag durch ihre Frosch-Ausstellung im Neuruppiner Museum.

Von Christian Schmettow

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