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Zu marode: Neuruppin sperrt Schulsporthalle

Schwere Schäden an der Fassade Zu marode: Neuruppin sperrt Schulsporthalle

Drastische Maßnahme in Neuruppin: Die Stadtverwaltung hat die Schulsporthalle der Grundschule Gildenhall gesperrt. Die Schäden an der Fassade waren zu gefährlich. Von der Schließung ist aber nicht nur die Schule betroffen, auch Vereine stehen vor verschlossener Tür. Doch davon lassen sich nicht alle abhalten.

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Die Turnhalle in Gildenhall bleibt vorerst geschlossen.

Quelle: Geisler

Neuruppin. Die Grundschule in Gildenhall muss bis auf Weiteres ohne Sporthalle auskommen. Die Gildenhaller Turnhalle ist so marode, dass die Stadtverwaltung offenbar eine akute Gefahr für jeden fürchtet, der das Gebäude nutzt. An mehreren Stellen sind Teile des Lichtbandes aus Glas herabgestürzt, das sich durch die Fassade zieht. Die Baumängel in dem heruntergekommenen DDR-Typenbau sind inzwischen so groß, dass die Stadt die Turnhalle vorsorglich dicht gemacht hat.

Seit vier Wochen darf die Halle eigentlich schon nicht mehr genutzt werden. Von sich aus hat die Stadtverwaltung darüber nicht informiert. Axel Kröger, sachkundiger Einwohner im Bauausschuss, hakte deshalb jetzt nach. Wie lange soll die Halle nicht benutzbar sein? Werden die Schäden repariert? Und wenn ja, wann?

Auch Vereine können Halle nicht nutzen

Betroffen ist von der Sperrung nämlich nicht allein die Schule. Auch mehrere Vereine nutzen sie normalerweise für ihr Training. Das müsste jetzt weitgehend ausfallen. Der Zettel, den Gildenhalls Schulleiter Manfred Engel am Eingang der Halle aufgehängt hat, ist eigentlich eindeutig: „Wegen baulicher Mängel“ ist die Turnhalle gesperrt, teilt er den Vereinen darauf mit.

„Eigentlich ist nur die Hälfte der Halle gesperrt“, sagt Markus Fetter, der Vorsitzende des SV Union. Sein Sportverein nutzt die Gildenhaller Turnhalle mit mehreren Gruppen. Für die Fußballer ist die Sperrung nicht so schlimm, die treffen sich jetzt ohnehin eher draußen. „Aber wir trainieren da auch Tischtennis“, sagt Fetter. Die Teams nutzen normalerweise die gesamte Halle. Weil die Gefahr besteht, dass weitere Glasteile herabstürzen könnten, müssen die Tischtennisspieler nun zusammenrücken. „Eine Weile geht das schon“, räumt Markus Fetter ist. Glücklich ist er mit der Situation deswegen aber nicht: „Wir können nur die halbe Halle nutzen, zahlen aber Miete für die ganze.“

Einige ignorieren die Schließung

Die Ballsportgruppe des Ruppiner Sportvereins Maulwürfe geht pragmatisch mit der Situation um: Sie ignoriert die Warnungen einfach. Abteilungsleiter Gerald Neundorf hält die Vorsichtsmaßnahmen offenbar für überzogen: „Wir räumen die Absperrung einfach weg und spielen dann doch in der ganzen Halle.“ Schließlich seien die Glasteile ja nach außen gefallen – was solle da innen schon passieren?

Das wollen andere Sportgruppen lieber nicht wissen und halten sich an die Vorsichtsmaßnahmen. Wer übernimmt die Haftung, wenn beim Training in der eigentlich gesperrten Halle doch etwas passieren sollte?
Bis Ende Juli soll der Schaden behoben sein, hat Axel Kröger inzwischen aus dem Rathaus erfahren. Die Reparaturen wurden schon in Auftrag gegeben. Allerdings dauere es, die speziellen Glaspaneele zu besorgen, die für den DDR-Bau benötigt werden.

Von Reyk Grunow

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