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Zu viel Sperrmüll bringt Probleme

Wittstock Zu viel Sperrmüll bringt Probleme

Wer mehr als drei Kubikmeter Sperrmüll zur Entsorgung an den Straßenrand stellt, riskiert, dass der Abfall liegen bleibt. Auch werden zuweilen Teile bereitgestellt, die nicht zur Kategorie Sperrmüll gehören.

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Wer Sperrmüll zur Entsorgung an den Straßenrand stellt, wie hier in Wittstock, muss einige Regeln beachten.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Wenn Möbelteile und zerschlissene Reste von diversen Einrichtungsgegenständen am Straßenrand liegen, ist der Termin für die Sperrmüllentsorgung nicht mehr weit. Auch in Wittstock und Heiligengrabe sind solche Ablagerungen keine Seltenheit. Doch Vorsicht: Wer seinen Termin mitgeteilt bekommt, sollte den Müll nicht sofort vor die Tür stellen, sondern frühestens einen Tag vorm Abholen. Wichtig: Das Entsorgungsgut müsse so abgestellt werden, dass niemand darüber stolpern oder sich daran verletzen kann. Das teilt Britta Avantario, Sprecherin der Kreisverwaltung Ostprignitz-Ruppin, dazu mit.

Was offenbar nicht jeder weiß, der sich um die Entsorgung seines Mülls bemüht: Er wird nur dann komplett von Mitarbeitern der Abfallwirtschaftsunion (Awu) beräumt, wenn ein gewisses Mengenkontingent eingehalten wird. Drei Kubikmeter dürfen es sein. Wird diese Zahl erheblich überschritten, bleibe der Müll liegen und werde entsprechend reklamiert, so Britta Avantario.

Drei- bis fünfmal pro Woche ist die jeweilige Menge zu groß

Immerhin drei bis fünf anvisierte Entsorgungen pro Woche kämen aus diesem Grund kreisweit nicht zustande. Stattdessen müsse der Besitzer dann noch einmal Hand anlegen und nachbessern. Darüber hinaus komme es auch immer wieder vor, dass Teile dem Sperrmüll zugeordnet werden, die jedoch nicht in diese Abfallkategorie gehören. Autoteile, Autoreifen, Wasch- und Toilettenbecken seien solche Problemfälle, die immer mal wieder fälschlicherweise mit dazu gelegt würden.

Im vergangenen Jahr seien im Landkreis Ostprignitz-Ruppin gut 3,95 Tonnen Sperrmüll angefallen. Mancher kommt vielleicht auf die Idee, das ein oder andere am Straßenrand liegende Teil mitzunehmen, weil er es noch gebrauchen kann. Aber das sei nicht erlaubt. „Sperrmüll, der von seinen Besitzer zur Abholung angemeldet und bereitgestellt wurde, ist Abfall und unterliegt deshalb der Überlassungspflicht an den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger“, stellt Britta Avantario klar. Wer sich Dinge davon mitnimmt, begehe einen Diebstahl, der entsprechend geahndet werden kann – laut Strafgesetzbuch zu einer Geld- oder sogar Freiheitsstrafe.

Von Björn Wagener

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