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Zu viele Verstöße in Kyritzer Spielstraße

Polizei kontrolliert Geschwindigkeit Zu viele Verstöße in Kyritzer Spielstraße

Zu den meisten Verstößen gegen die Verkehrsordnung kommt es auf Spielstraßen. Während auf Landes- oder Bundesstraßen gut zehn Prozent der kontrollierten Kraftfahrer auffallen und es bei angekündigten Aktionen sogar nur noch drei Prozent sind, kann es hier bis zu einem Drittel sein. Das zeigte auch das Ergebnis einer Kontrolle am Donnerstag in Kyritz.

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Die Polizisten kontrollierten, ob sich in der Hamburger Straße alle an die Schrittgeschwindigkeit halten.

Quelle: Matthias Anke

Kyritz. Der schon Jahre alte Ruf nach mehr Kontrollen in der Kyritzer Schulstraße und der Hamburger Straße, die jeweils eine verkehrsberuhigte Zone bilden, ist von der Polizei offensichtlich erhört worden. Auch Donnerstagvormittag rückten zwei Beamte zur Geschwindigkeitsmessung an. „Wir sind unregelmäßig hier, aber wir sind hier“, sagte einer der beiden, während sein Kollege mit dem Laser den nächsten Kraftfahrer anpeilte. Bis zum Ende ihres zweistündigen Einsatzes kamen sie auf 18 Verstöße. Viel war nicht los auf der Hamburger Straße. So entspricht die Zahl etwa einem Drittel aller gemessenen Fahrzeuge.

„Das ist zu viel. Die Kollegen werden wiederkommen“, sagte auf Nachfrage Toralf Reinhardt, der Sprecher der Polizeidirektion Nord in Neuruppin. Ohnehin aber würden die meisten Verstöße erfahrungsgemäß in solchen verkehrsberuhigten Zonen festgestellt, also nicht nur in Kyritz, sondern allerorten.

„Auf anderen Straßen sind es durchschnittlich zehn Prozent aller kontrollierten Kraftfahrer“, sagte Reinhardt. „Und wenn wir unseren Blitzermarathon ankündigen, sinkt dieser Wert auf nur drei Prozent.“

Bei den erwischten Kraftfahrern blieb es durchweg jedoch im Bereich von Verwarn- statt Bußgeldern. Die schnellste Fahrerin war in ihrem Skoda mit Tempo 29 unterwegs.

Die Schilder weisen auf den Anfang und das Ende der Spielstraße hin

Die Schilder weisen auf den Anfang und das Ende der Spielstraße hin.

Quelle: Matthias Anke

Laut der Polizei ist die Hauptursache für die vergleichsweise vielen Verstöße, dass die meisten Kraftfahrer nach jeweils eigener Aussage nur schwer einzuschätzen wüssten, was Schrittgeschwindigkeit bedeutet. Viele näherten sich den Beamten mit unsicherem Blick.

Diese hatten sich fairerweise nicht versteckt lauernd an die Straße gestellt. Wer vorausschauend unterwegs war, konnte sie von Weitem erkennen.

Wie ohne ihre Anwesenheit aufs Gas getreten wird, lässt sich in der Schulstraße ablesen. Dort hat die Stadt vor geraumer Zeit eine Tempo-Messtafel aufgestellt. Schrittgeschwindigkeit erreicht nahezu keiner der Vorbeifahrenden.

Es gibt verschiedene Rechtssprechungen, wonach unter Schrittgeschwindigkeit maximal sieben Stundenkilometer zu verstehen sind. Toralf Reinhardt sprach angesichts gestriger Kontrolle hingegen von „weniger als 6 km/h“. Der Bereich von 6 bis 8 km/h gelte als Toleranzbereich. Seine Kollegen hätten zudem erst ab einer Geschwindigkeit von 10 km/h zu messen begonnen.

Einst gab es Diskussionen in der Stadt, die Hamburger Straße als Einkaufsmeile für den Verkehr zu sperren und eine Fußgängerzone zu etablieren. Die verkehrsberuhigte Zone galt dann als Kompromiss. Wer dort nun ein Fahrzeug führt, auch Fahrräder, darf laut Straßenverkehrsordnung Fußgänger selbst auf der Fahrbahn „weder gefährden noch behindern“.

Von Matthias Anke

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