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Ostprignitz-Ruppin Züchter aus der Region glänzen auf Messe
Lokales Ostprignitz-Ruppin Züchter aus der Region glänzen auf Messe
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00:18 09.06.2017
Der Wulkower Fleischrind-Züchter Sven Deter ist mit sieben Tieren zur Brandenburgischen Landwirtschaftsausstellung gereist. Quelle: Heinrich Schulte
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Paaren im Glien

Die 27. Brandenburgische Landwirtschaftsausstellung (Brala) gehört der Vergangenheit an. Beeindruckend waren an diesem Wochenende nicht nur die Besucherzahlen, sondern vor allem die kräftigen Bullen auf der Landesschau der Fleischrinder, die traditionell am Freitag nach Himmelfahrt stattfindet.

Unter den 94 Großtieren plus Kälbern, die aus 39 Zuchtbetrieben stammten, brauchten sich die Prignitzer und Ruppiner Rinder nicht zu verstecken. Der Reservesiegerbulle kam in diesem Jahr aus dem Agrarbetrieb Biesen. Der zwei Jahre alte Hereford-Bulle überzeugte die Richter trotz seiner Jugend. „Samson II ist in seiner Entwicklung zwar noch nicht abgeschlossen“, dennoch hat er alle Parameter geschafft“, sagt Züchter Manfred Knaut. Mit 750 Kilogramm hat der Bulle für sein Alter ein gutes Gewicht, und eine positive Ausstrahlung. Neben den Fundamenten und der guten Bemuskelung spielte auch die Farbe des Tieres eine Rolle. „Die kräftige dunkelrote Färbung ist natürlich wesentlich eindrucksvoller, als ein heller Farbton“, sagt Manfred Knaut und erklärt, wie das ideale Herefordrind aussehen sollte: Der Kopf ist bis zum Hals weiß und auf dem rotbraunen Rücken befindet sich ein weißer Aalstrich.

Hereford-Rinder sind anspruchslos und anpassungsfähig

Hereford-Rind ist die am stärksten verbreitete Fleischrindrasse auf der Welt. Kein Wunder, denn die Tiere sind anspruchslos, anpassungsfähig und klimatolerant. 1995 war Manfred Knaut zum ersten Mal mit Herford-Rindern auf der Brandenburgischen Landwirtschaftsausstellung. „Seitdem haben wir schon einige Siege errungen“, sagt der 78-jährige Mitarbeiter des Agrarbetriebs, der auch in diesem Jahr mit seinen zwei Bullen nach Paaren gereist ist. „Ich hab sie in den Ring und auch zum Sieg geführt“, sagt er nicht ganz ohne Stolz, denn auch der zweite Bulle, ein Uckermärker, blieb nicht ohne Ehrung. Er bekam den ersten Preis unter den Alt-Bullen. Manfred Knaut könnte eigentlich schon längst seinen Ruhestand genießen, doch der Rinderzüchter war bisher unentbehrlich. 1958 kam der Thüringer in die Wittstocker Region. Seit der Wende ist er im Biesener Agrarbetrieb für die Rinderzucht zuständig. Seit kurzem gibt es eine Nachfolgerin, die sicher noch viel von Manfred Knaut lernen kann.

Manfred Knaut vom Biesener Agrar-Betrieb mit Samson II, dem zwei Jahre alten Reservesiegerbullen. Quelle: Heinrich Schulte

Der Neuruppiner Rinderzüchter Franz Richard Leinitz konnte mit einem 1a- und einem 1b-Preis für seine Wagyu_Färsen die Heimreise antreten. Philipp Metz aus Vielitzsee räumte gleich drei Preise für die Rasse Fleckvieh ab. Färse, Bulle und Kuh erhielten einen 1b-Preis. Der 28-Jährige züchtet seit sechs Jahren im Nebenerwerb Fleckvieh. Auf der Brala präsentierte er seine Tiere zum zweiten Mal. Im vergangenen Jahr konnte er sich bereits über einen 1a-Sieg freuen und bei der Bullenauktion im März dieses Jahres wurde eines seiner Tiere zum Fleckvieh-Champion gekürt. Bevor sich Philipp Metz für das Fleckvieh entschied, hatte er bereits eine Galloway-Herde.

Die Siegerfärse kommt aus einem Perleberger Betrieb

Fleckvieh ist eine der wichtigsten Rinderrassen in Deutschland und wird als Zweinutzungsrasse gehalten. „Ich wollte Zuchttiere haben, die sich besser vermarkten lassen“, begründet der junge Züchter seine Entscheidung, die er sicher nicht bereut. Fleckviehzüchter Marcel Chemnitz aus Vie­litzsee erhielt für seine Färse Philomena ebenfalls einen 1b-Preis. Insgesamt brachte die Fleckviehkollektion die Preisrichter in diesem Jahr ins Schwärmen. Vor allem die Färsen lagen dicht beieinander. Die junge Arielle aus dem Perleberger Betrieb von Manfred und Marco Glaser konnte schließlich die anderen Rassesieger hinter sich lassen und die Wahl zur Siegerfärse der Schau für sich entscheiden. Sie zeigte sich hervorragend entwickelt, bei femininer Ausstrahlung und bestem Futterzustand.

Ein 1a-Preis für die Uckermärker-Färse Lilly ging nach Wulkow, an den Agrarbetrieb von Sven Deter, der mit sieben Tieren zur Brala reiste: Eine neun Jahre alte Charolais-Kuh mit ihrem fünf Monate alten Kalb, eine vier Jahre alte Uckermärkerin mit einem vier Wochen alten Kalb, zwei Uckermärker Färsen und ein Jungbulle reisten gemeinsam nach Paaren. Der Züchter von Fleischrindern der Rassen Uckermärker und Charolais hat bisher nur zwei Landwirtschaftsausstellungen verpasst. Über Ausstellungserfolge kann er sich nicht beklagen. Dass seine Tiere diesmal nicht ganz oben in der Siegerliste landeten , bekümmert ihn nicht. „Es kann immer nur einer Sieger sein“, sagt Deter. „Schließlich bringt jeder Züchter seine besten Tiere hierher und das Niveau war in diesem Jahr sehr hoch.“

Erfolg für Züchter aus Lindow

Nicht nur die Rinder, sondern auch die Jungzüchter standen auf der Brala im Mittelpunkt. Insgesamt 24 Teilnehmer boten einen spannenden Wettbewerb. Sophia Tornow aus Klosterheide bei Lindow konnte den Wettkampf in ihrer Altersklasse (16 bis 25 Jahre) schließlich für sich entscheiden – zur großen Freude der Züchterfamilie. Die 16-jährige Sophia zeigte sich nicht nur beim Vorführen der Tiere als besonders talentiert, sondern auch beim Rangieren der fünf Bullen. Auch die dritte Aufgabe, die fachgerechte Tierbeurteilung, meisterte Sophia Tornow mit Bravour und so stand dem Titel des „Grand Champion“ nichts mehr im Wege.

Die Familie Tornow reiste mit zwei Färsen nach Paaren, die auch noch einen 1a-Preis einheimsten. Der Erfolg seiner Tochter ist für Rainer Tornow eine besondere Freude. „Man ist schon stolz, wenn man sieht, dass die Kinder auch Interesse und Leidenschaft für die Tiere entwickeln.“

Von Cornelia Felsch

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