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Züchternachwuchs kam zusammen

Kyritz Züchternachwuchs kam zusammen

Beim Kreisjungzüchtertag ging es am Sonnabend in Kyritz um Theorie, Praxis und eine gute Portion Spaß. Etwa zehn Kinder und Jugendliche aus dem ganzen Landkreis Ostprignitz-Ruppin reisten zu der ganztätigen Veranstaltung an.

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Mit dem richtigen Griff fängt es an. Zuchtwart Eberhard Krüger hatte (mit Mütze) lieferte dem Züchternachwuchs Praxistipps.

Quelle: Fotos (2): Alexander Beckmann

Kyritz. Wie fängt man es an, dass das Kaninchen pünktlich zur Kleintierschau richtig gut aussieht? Als Zuchtwart des Kleintierzüchtervereins D 149 Kyritz hatte Eberhard Krüger am Sonnabend gute Tipps für Jungzüchter parat – von der Fellpflege bis zum Krallenschneiden.

Krügers Zuhörer hatten sich auf dem Vereinsgelände in der Strüwestraße zum Kreisjungzüchtertag versammelt, den der Kleintierzuchtverband Ostprignitz-Ruppin alle zwei Jahre an wechselnden Ort veranstaltet – diesmal eben in Kyritz. Etwa zehn Kinder und Jugendliche aus Flecken Zechlin, Lindow, Lüchfeld, Wildberg und aus der Kyritzer Umgebung reisten dazu an.

Als Gastgeber war der Kyritzer Vereinsvorsitzende Lothar Bewersdorf zufrieden: „Im Kreis gibt es ja nur 17 Jungzüchter. Das ist das ganz große Problem: Nachwuchs zu gewinnen.“ Auch mit Veranstaltungen wie der vom Sonnabend versuche man, dafür etwas zu tun.

Der Vorsitzende des Kleintierzuchtverbandes OPR Jürgen Kühne wusste das zu würdigen: „Wir können dem Verein in Kyritz nur dafür danken, was er für die Jugend alles getan hat. Das ist nicht überall selbstverständlich.“

Zur Veranstaltung kam eine ganze Reihe „alter Hasen“. Unter ihnen beispielsweise der ehemalige Ostprignitz-Ruppiner Amtstierarzt Matthias Rott. Er sorgte für den theoretischen Teil des Bildungsvormittags. Vor allem der Seuchenschutz spielte dabei eine große Rolle. „Wenn ich wertvolle Tierbestände halte, dann ist die Impfung Pflicht“, stellte der Experte klar. „Viele Krankheiten sind damit sicher auszuschalten.“ Leider gelte das nicht für die Geflügelpest, landläufig auch Vogelgrippe genannt, die in jüngerer Vergangenheit für Schlagzeilen sorgte. „Das Problem ist, dass wir nicht wissen, was mit den Zugvögeln hierherkommt.“ Das Virus trete in immer neuen Varianten auf. Um so wichtiger sei Hygiene. „Die Infektionsquelle ist in der Regel Geflügelkot“, erklärte Rott. „Eine einfache Gegenmaßnahme ist, dass ich mein Schuhwerk wechsle, bevor ich in den Stall gehe.“ Der Veterinärmediziner rief die Züchter zudem nachdrücklich dazu auf, sich rechtzeitig auf die Verhängung von Einstallungspflichten vorzubereiten. Damit sei jederzeit und immer wieder zu rechnen. Tiere dann artgerecht unterzubringen, sei auch eine Frage des Tierwohls.

Für die jungen Teilnehmer klang der Kreisjungzüchtertag ebenso unterhaltsam wie informativ mit einem Besuch der Filmtierschule in Sieversdorf aus.

Wie erfolgreich der regionale Züchternachwuchs ist, zeigt momentan Aron Bewersdorf (16) aus Vehlow, der bei der Brandenburgischen Landwirtschaftsausstellung in Paaren/Glien mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet wurde.

Von Alexander Beckmann

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