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Ostprignitz-Ruppin Zügellose Streicheleinheiten in Neustadt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Zügellose Streicheleinheiten in Neustadt
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15:22 08.05.2016
Wer die Vorstellung von Mitgliedern der Ostsee-Quadrille verpasste, konnte ihnen später stundenlang beim Training zusehen. Quelle: Matthias Anke
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Neustadt

„Leckerbissen mit tollen Pferden und tollen Reitern in wunderschönen Kostümen“ hatte die Geschäftsführerin der Stiftung Brandenburgisches Haupt- und Landgestüt, Regine Ebert, für Sonnabend versprochen. Wer blieb und das von ihr so anmoderierte Programm auf dem Gelände des Hauptgestütes vor dem Landstallmeisterhaus bis zum Ende verfolgte, bekam tatsächlich Appetit auf noch mehr Pferdeshows. Und das sollte der Fohlenfrühling ja auch sein: der Einstieg in die Veranstaltungssaison 2016 der Gestüte in Neustadt.

etwa 30 Fohlen werden erwartet

Im Mittelpunkt stand dabei wie immer der Nachwuchs. Rund 30 Fohlen werden im Gestüt in diesem Jahr erwartet, wie Jörg Menge mitteilte. Vor allem die Kinder hatten große Freunde dabei, die ohne Zaumzeug frei auf ihren Flächen umhergaloppierenden Tiere hin und wieder sanft zu streicheln.

Das Programm auf der Hauptallee eröffneten Voltigierer, gefolgt von Mitgliedern der Ostsee-Quadrille. Es ist die Formation von Reitern barocker Pferde, darunter allen voran stattliche Friesen, die in anderen Jahren sonst zur „Nacht der schwarzen Perlen“ in die Neustädter Lindenau-Halle einluden. Dieses Mal musste die Veranstaltung trotz der Querelen um den Hallen-Betreiber abgesagt werden (die MAZ berichtete). Für ein öffentliches Training für ihre nächsten Shows konnten sie dennoch an die Dosse kommen und sich wenigstens beim Fohlenfrühling zeigen.

Reiten in der Schule

An diesem sonnigen Tag hatte neben den Fohlen traditionell auch weiterer Nachwuchs seinen ersten Auftritt: Schüler aus dem Spezialprogramm „Reiten in der Schule“ von der Neustädter Homburg-Schule präsentierten sich erstmals öffentlich mit ihrer eigenen Quadrille. Springvorführungen, Fohlenstaufe und ein Steckenpferdrennen sollten folgen. Die aus der Region stammenden Clowns Tacky und Noisly sorgten für noch mehr gute Laune an diesem sonnigen Nachmittag.

Schatten im Gestütswald

Wer es schattiger mochte, der begab sich auf einen Spaziergang in den angrenzenden Erholungswald. Abseits vom Pferdetrubel erklärte der Förster Roland Protz an seinem Infostand, was es mit diesem Namen auf sich hat: Der dort sogenannte Gestütswald gilt seit vorigem Herbst als Erholungswald, nachdem ihn Brandenburgs Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD) ganz offiziell als solchen deklarierte. Zuvor wurden Wege befestigt und ausgeschildert, damit Mensch und Pferd sie gleichermaßen beschreiten können. Seither teilen sich Forstwirtschaft und Tourismus den Bestand am Neustädter Hauptgestüt noch einvernehmlicher. „Ein weiterer kleiner Teil wird demnächst hergerichtet, dann sind wir aber fertig“, sagte Roland Protz.

Von Matthias Anke

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