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Zugeständnis bei Friedhofsgebühren gefordert

Groß Haßlow Zugeständnis bei Friedhofsgebühren gefordert

Dass nun bald auch das Sterben in Wittstock drastisch teurer werden soll, will man in einigen Ortsteilen so nicht hinnehmen. Die geplante neue Friedhofsgebührensatzung sorgte auch in der Ortsbeiratssitzung in Groß Haßlow für Zündstoff. Gleichzeitig äußerte man die Hoffnung, dass durch höhere Gebühren auch die längst überfällige Sanierung der Friedhöfe möglich wird.

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Kulturamtsleiterin Dorothea Stüben (Mitte) beantwortete Fragen der Groß Haßlower.

Quelle: Christian Bark

Groß Haßlow. Die aktuelle Debatte um die geplante neue Friedhofsgebührensatzung wird besonders leidenschaftlich in Wittstocks Ortsteilen geführt, die durch die gemeinsame Satzung mit der Stadt künftig besonders tief in die Tasche greifen müssten. Auch in Groß Haßlow wurde am Dienstagabend während der Ortsbeiratssitzung kon-trovers diskutiert.

„Wir verstehen ja, dass die Gebühren erhöht werden müssen“, gestand Ortsbeirat Wolfgang Ramin ein. Aber ein derart drastisches Vorgehen könne man der Bevölkerung nur schwer verständlich machen. Und so sprach er sich für eine weiterhin geltende separate Gebührensatzung für die Ortsteile aus, die auf eine schrittweise Angleichung an die wohl künftig in der Kernstadt geltenden Gebühren abzielt. Darüber hinaus äußerte Ramin seinen Unmut darüber, weshalb nicht schon früher Gebühren, dann im gemäßigteren Umfang, erhöht worden wären. Dass die Bewirtschaftung der Friedhöfe defizitär verlaufe, sei immerhin bekannt gewesen.

„Die neue Kalkulation ist gerichtsfest und mühevoll ausgearbeitet worden“, sagte der anwesende Vorsitzende des Wittstocker Finanzausschusses Philipp Wacker. Deshalb habe er unter anderem im Ausschuss für die neue Satzung gestimmt. Eine schrittweise Angleichung werde dadurch erschwert, dass die Stadt gesetzlich dazu angehalten sei, kostendeckend zu wirtschaften. „Jetzt haben wir die Kalkulation, womit das Defizit getilgt werden soll“, so Wacker. Dann könne man nicht plötzlich zurückrudern.

Mehr Spielraum für Sanierungen

Neben Lob für die detailliert ausgearbeitete neue Gebührenkalkulation gab es von den anwesenden Groß Haßlowern aber auch Kritik daran, dass bei den aufgeführten Ausgaben nicht zwischen Ortsteilen und Stadt unterschieden wurde. „Es sollte ersichtlich werden, wohin das Geld die vergangenen Jahre geflossen ist“, forderte der Groß Haßlower Mike Kanthak.

Auch der oft schlechte Zustand der Trauerhallen, wie jener in Groß Haßlow, aber auch der Friedhöfe allgemein wurde angesprochen. „Die Leute sollten wenigstens sehen, dass durch höhere Gebühren auch endlich mal was passiert“, betonte Ramin. Deshalb forderte der Ortsbeirat im Zuge der neuen Satzung einen Masterplan für die zeitnahe Sanierung der größten Missstände auf den Friedhöfen.

„Dadurch, dass dann weniger Geld aus dem Haushalt in die Friedhöfe fließen würde, sei natürlich Spielraum dafür vorhanden“, sagte Wittstocks Kulturamtsleiterin Dorothea Stüben. Wacker pflichtete ihr bei. „Durch den Wegbruch des über 60 000 Euro großen jährlichen Defizits, hätten wir bessere Möglichkeiten, zu sanieren“, erklärte er. Dann sei es aber an den Ortsteilen, rechtzeitig und lautstark ihren Bedarf anzumelden. Das hätten die Groß Haßlower jedoch schon jedes Jahr gemacht, entgegnete Ramin. Er hoffe, dass sich dann wirklich mal was bewegt.

Von Christian Bark

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