Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Zugpferde in der Wittstocker Innenstadt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Zugpferde in der Wittstocker Innenstadt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:16 14.01.2016
Die Wittstocker Innenstadt zieht alljährlich Tausende Besucher an. Quelle: Christamaria Ruch
Anzeige
Wittstock

Die größten touristischen Zugpferde der Stadt Wittstock befinden sich in der Innenstadt. Das geht aus der Statistik für die zurückliegende Saison hervor, die am 31. Oktober offiziell beendet wurde. Demnach liegen die Museen Alte Bischofsburg unangefochten auf dem Spitzenplatz. Knapp 12 000 Besucher wurden von Januar bis Oktober dort gezählt. Diese Zahlen hat die Wittstocker Stadtverwaltung jetzt auf MAZ-Nachfrage vorgelegt. Demnach war der August der bei Weitem besucherstärkste Monat fürs Museum: 3121 Menschen wurden registriert.

Auf Platz 2 in der Besuchergunst steht die St.-Marien-Kirche. Dort wurden in den ersten zehn Monaten des Jahres 6445 Besucher registriert. Die meisten waren es auch hier im August – und zwar 1351. Aber auch die Monate Mai (1212), Juli (1035) und September (1020) waren vergleichsweise besucherstark.

An dritter Stelle steht die Tourist-Information am Bleichwall. Sie kam auf 4645 Besucher und damit durchweg auf monatlich rund 500 Gäste. Die Schwankungen sind dort vergleichsweise gering: Die wenigsten Menschen wurden im Februar gezählt (370), die meisten im Juni (578).

Die anderen touristischen Anziehungspunkte folgen dann erst mit größerem Abstand. Der Daberturm in Alt Daber kam auf insgesamt 1975 Besucher. Die Zahlen begannen zu Jahresanfang verhalten, stiegen dann aber kräftig an: Die stärksten Monate waren Mai und Juni (441 und 315).

Zwei neue Attraktionen sind erst seit dem Frühjahr geöffnet

Die Ausstellung zum Schlachtfeld des Dreißigjährigen Krieges am Scharfenberg zog in diesem Jahr insgesamt 1728 Besucher an. Die meisten waren es im Mai (450), die wenigsten im Juli (201). Allerdings wurde diese neue Attraktion erst Ende April eröffnet, sodass erst ab Mai Besucher gezählt werden konnten. Ähnlich ist die Situation im Archäologischen Park in Freyenstein. Er wurde ebenfalls erst im Frühjahr eröffnet, sodass die Besucherzahlen erst ab April in die Statistik Eingang fanden. Die stärksten Monate waren hier der August (348) und der Juli (246).

Zu den sieben beliebtesten touristischen Angeboten in Wittstock zählen auch die Stadtführungen. Insgesamt 942 Besucher ließen sich in der vergangenen Saison die alte Bischofsstadt erklären. Die meisten wurden im September (242) und im März (232) gezählt.

Bürgermeister Jörg Gehrmann ist mit den Zahlen zufrieden, obwohl er sie künftig gern noch weiter nach oben korrigieren würde. Um das zu erreichen, sollen die Einrichtungen noch besser miteinander vernetzt werden. Außerdem hätten die großen und publikumswirksamen Veranstaltungen wie der jährlich im Sommer stattfindende Abendspaziergang, aber auch der Heidelauf, das Speedway-Rennen oder die Gesellschaftsjagd, spürbare wirtschaftliche Auswirkungen. Denn Hotels und Pensionen seien dann gut belegt. Jürgen Paul, der Vorsitzende des Tourismusvereins Wittstocker Land, bestätigt das. Es treffe sowohl auf die beiden Hotels in Wittstock, „Röbler Thor“ und „Stadt Wittstock“, als auch auf das Hotel Ichlim bei Sewekow zu. Tagesgäste, deren Zahl kaum messbar sei, besuchten vor allem auch gern Straßenfeste wie das Mittsommernachts- oder das Adventsshopping. „Besucher aus Waren staunten über den Abendspaziergang. Sie dachten, da würden vielleicht 20 oder 30 Leute dabei sein“, sagt Jürgen Paul. Dass es Hunderte sind, hatten sie nicht erwartet. Außerdem drangen auch lobende Worte über die sanierte Innenstadt zu ihm durch. 2016 stehe für den Tourismusverein ganz im Zeichen der Laga. Angebote sollen schließlich rechtzeitig platziert werden. Außerdem gelte es, neue Höhepunkte wie den Archopark und die Schwedenplattform noch stärker bekannt zu machen und „an den Tourismusmarkt zu bringen“.

Tourismus in Zahlen

So viele Besucher sind in Wittstock und Umgebung registriert worden:

Im Daberturm – Januar: 19, Februar: 10, März: 18, April: 137, Mai: 441, Juni: 315, Juli: 273, August: 267, September: 210, Oktober: 285.

Auf der Schwedenplattform – Mai: 450, Juni: 259, Juli: 201, August: 256, September: 298, Oktober: 264.

Im archäologischen Park Freyenstein – April: 89, Mai: 120, Juni: 181, Juli: 246, August: 348, September: 201, Oktober: 83.

In der St.-Marien-Kirche – April: 211, Mai: 1212, Juni: 834, Juli: 1035, August: 1351, September: 1020, Oktober: 782.

Bei der Tourist-Information – Januar: 465, Februar: 370, März: 424, April: 417, Mai: 506, Juni: 578, Juli: 450, August: 517, September: 496, Oktober: 422.

Im Kreismuseen Alte Bischofsburg – Januar: 585, Februar: 662, März: 892, April: 827, Mai: 1212, Juni: 1011, Juli: 1555, August: 3121, September: 906, Oktober: 1022.

Bei Stadtführungen – Januar: 55, Februar: 24, März: 232, April: 90, Mai: 123, Juni: 56, Juli: 58, August: 26, September: 242, Oktober: 66.

Von Björn Wagener

Mindestens einmal in der Woche klingelt beim Neuruppiner Frauenhaus das Telefon, weil eine Frau in einer akuten Krisensituation Hilfe braucht. Betrieben wird das Haus von dem Verein „Neuruppiner Frauen für Frauen“. Am Montag feierte der Verein sein 25-jähriges Bestehen.

14.01.2016
Ostprignitz-Ruppin Geschlagen, bedroht und verfolgt - Neuruppinerin wurde zum Stalking-Opfer

Alpträume, Panikattacken, Verfolgungsangst. Das sind Dinge, mit denen Anke K. aus Neuruppin täglich leben muss. Jahrelang wurde sie von ihrem Mann geschlagen, bedroht und verfolgt. Sie musste ihre Wohnung aufgeben und hat den Kontakt zu ihren Kindern verloren. Noch heute begegnet sie ihrem Mann und wünscht sich nichts mehr, als dass er für immer geht.

14.01.2016
Ostprignitz-Ruppin Ostprignitz-Ruppin: Polizeibericht vom 11. Januar - 85-jähriger Falschfahrer auf der Autobahn

Ein Falschfahrer war Montag früh auf der A 24 bei Neuruppin unterwegs. Polizisten stoppten den Mitsubishi. Am Steuer saß ein 85-Jähriger aus dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin, der bereits bemerkt hatte, dass er in falscher Richtung unterwegs war. Die Beamten brachten den Mann nach Hause, der Führerschein wurde konfisziert, das Auto auf einem Parkplatz abgestellt.

11.01.2016
Anzeige