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Ostprignitz-Ruppin Zukunft der Lindenauhalle gesichert
Lokales Ostprignitz-Ruppin Zukunft der Lindenauhalle gesichert
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00:19 29.09.2017
Die Kooperationspartner haben sich mit ihrer Unterschrift bis 2023 gebunden. Sie wollen die Zukunft der Lindenauhalle zusammen gestalten. Quelle: Sandra Bels
Neustadt

Jedes Vorhaben hat seine Stunde. „Heute ist die Stunde für Neustadt.“ Das sagte am Dienstag Neustadts Bürgermeister Karl Tedsen bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages für die Graf-von-Lindenau-Halle. „Es ist für alle Beteiligten ein gutes Ergebnis.“ Wie man es in der Realität umsetzt, bleibe abzuwarten. Nachjustieren sei immer möglich, so Tedsen.

Dass es jetzt in der Lindenauhalle weiter geht, ist vor allem vier Beteiligten zu verdanken. Die Stadt Neustadt, das Haupt- und Landgestüt, der Pferdezuchtverband Brandenburg-Anhalt und der Reitsportveranstalter Herbert Ulonska (Equestrian Sports Events) aus Hamburg ziehen künftig an einem Strang. Ihnen dankte die Stiftungsratsvorsitzende und Staatssekretärin im Landwirtschaftsministerium, Carolin Schilde. Sie führte Regie in den Kooperationsverhandlungen. Die Stiftungsratsvorsitzende richtete das Wort aber auch an die Stadtverordneten. „Mit ihren Beschlüssen haben sie erst die Grundlage für die Entwicklung der Verträge gelegt“, sagte sie. Die Verhandlungen seien teilweise zäh gewesen, aber schließlich könne sich das Ergebnis sehen lassen.

Ein Reit- und Veranstaltungszentrum

Die Halle soll auch künftig als Reit- und Veranstaltungszentrum genutzt werden und nicht nur dem Pferdesport vorbehalten sein. Jeder, der Interesse hat, kann dort eine Veranstaltung durchführen, egal ob Konzert oder privater Geburtstag oder Weihnachtsfeier. Für letzteres werden dann natürlich die Nebenräume genutzt.

„Das Papier muss jetzt mit Leben gefüllt werden“, so Carolin Schilde. „Wir sind offen für weitere Kooperationspartner“, fügte sie an. Jede weitere Veranstaltung in der Graf-von-Lindenau-Halle mache die Stadt der Pferde bekannter.

Der Pferdesportverband wird als Partner vermisst

Regine Ebert, Gestüts-Geschäftsführerin, sieht die Halle unter anderem als einen wichtigen Beitrag für die Regionalentwicklung. Der Vorsitzende des Pferdezuchtverbandes Brandenburg-Anhalt, Wolfgang Jung, sagte, dass man mit Carolin Schilde an der Spitze des Stiftungsrates eine Realistin an die Seite gestellt bekommen hat. Jung ist aber weiterhin der Meinung, dass die Halle zur Stiftung gehören sollte und nicht zur Stadt. Er vermisst bei den Kooperationspartnern den Pferdesportverband. „Schließlich ist die Halle zuerst eine Pferdesporthalle“, sagt er.

Amtsdirektor Dieter Fuchs wünscht sich künftig mehr Partner aus der Wirtschaft. Er freut sich darüber, dass mit der Kooperation die Stadt entlastet wird und hofft, dass der Kooperationsvertrag möglichst lange bestand hat. Die ersten Veranstaltungen sieht er als guten Auftakt, „der uns froh stimmen sollte“, so Fuchs.

Herbert Ulonska veranstaltet das Springturnier CSI

Herbert Ulonska veranstaltet seit 17 Jahren das Springturnier CSI in der Lindenauhalle. Seine Leidenschaft für die Pferde machte ihn zum Kooperationspartner. Er findet, dass die Lindenauhalle als Grundlage für die Kooperation einmalig ist. „Wenn sie untergegangen wäre, wäre das der erste Nagel zum Untergang des Gestüts gewesen“, sagte Ulonska. Er ist Kooperationspartner ohne Gewinnabsichten, bekommt kein Gehalt als Geschäftsführer. Mit Mitarbeitern seiner Firma in Hamburg sichert er die Buchhaltung und die Akquise und Planung von Veranstaltungen ab.

Ulonska sagt, dass die Standard-Veranstaltungen wie das CSI, die Hengstpräsentation der Gestüte und die Körung des Pferdezuchtverbandes, insgesamt elf Tage, sowie die Zuschüsse von Stadt und Stiftung die Jahreskosten für die Halle abdecken würden. „Wenn Geld übrig bleibt, dann bleibt es auch in Neustadt“, kündigte er an. Jetzt gehe es darum, Veranstaltungen zu akquirieren. Am kommenden Wochenende finden zum Beispiel die Norddeutschen Meisterschaften im Voltigieren statt. Am Wochenende danach wird Oktoberfest gefeiert. Weitere Ideen sind willkommen. Ansprechpartnerin für Interessenten ist Julia Billmann. Hauke Kröger, Buchhalter bei Ulonska, bereitet die Nutzungsverträge individuell vor. „Wir haben bereits Interessenten und Anmeldungen“, sagt Julia Billmann. Wenn alles fest ist, soll es auch einen Veranstaltungskalender geben.

Die Zweckbindung für die Fördermittel endet 2023

Alle Kooperationspartner sind bis 2023 gebunden. Dann endet die Zweckbindung für die Fördermittel, die beim Bau der Halle im Jahr 1998 an die Stadt ausgereicht wurden. Ab 2023 kann die Stadt weitere Optionen wählen. Dazu gehört auch der Verkauf der Immobilie.

Julia Billmann ist telefonisch zu erreichen unter 0172/3 84 48 22 oder per E-Mail an die Adresse julia.billmann@ese-marketing.de.

Von Sandra Bels

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