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Zukunft ungewiss

Gesellschafter prüfen neues Konzept für den Campus Zukunft ungewiss

In Brandenburg startet in dieser Woche offiziell das Wintersemester, doch am Campus Neuruppin wird bereits seit zwei Wochen gebüffelt. Seit fünf Jahren gibt es den Campus. Die Neurppiner Kliniken als Hauptgesellschafter prüfen nun eine mögliche Neuausrichtung, wollten aber noch nichts Konkretes verraten.

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Campus-Geschäftsführer Thomas Thiessen.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Die Ruhe täuscht - es wird eifrig gelehrt. Dass Neuruppin seit Jahren eine Studentenstadt ist, haben vielleicht nur wenige mitbekommen. Thomas Thiessen, der Geschäftsführer des Campus, ist trotzdem zufrieden."Wir haben bisher genau das erreicht, was wir mit dem Campus auch wollten", sagt er.

Knapp 50 Studenten haben einen Fachhochschulabschluss in Neuruppin bekommen. "Etwa 60 Prozent sind hier in der Region geblieben, im regionalen Wachstumskern oder in der Nähe. Und das war das Ziel", sagt Thiessen. Doch wie sich der Campus langfristig entwickeln wird, ist ungewiss.

Lange hatten die Fontanestadt und der Kreis für eine Fachhochschule in Neuruppin gekämpft. In erster Linie, um Fachkräfte für die Firmen in der Region ausbilden zu können und um junge Menschen zu halten, die sonst fürs Studium abwandern würden. Nachdem das Land einer staatlichen Hochschule eine Absage erteilt hatte, hoben Landrat und Bürgermeister mit Partnern aus der Wirtschaft vor fünf Jahren den Campus Neuruppin aus der Taufe. Der Campus ist Außenstelle einer privaten Fachhochschule. Offiziell sind die Studenten an dieser Fachhochschule eingeschrieben, ihr Studium absolvieren sie aber im Alten Gymnasium in Neuruppin.

"Business Administration" nennt sich der aktuelle Studiengang. Was die Studenten in Neuruppin lernen, ist auf die Aufgaben in mittelständischen Firmen abgestimmt. Wer hier studiert, muss Gebühren bezahlen, 590 Euro pro Semester. Unternehmen übernehmen die Kosten teilweise, wenn sich die Bewerber verpflichten, später für die Firmen zu arbeiten. Gut zwei Dutzend Frauen und Männer studieren gerade in zwei Kursen in Neuruppin. In Berlin und Brandenburg startet in dieser Woche offiziell das Wintersemester. "Bei uns ging es schon vor zwei Wochen los", sagt Thiessen.

Er ist nicht nur Geschäftsführer der Neuruppiner Campus GmbH, sondern auch Rektor der privaten Business School Potsdam (BSP). Die Fachhochschule sitzt seit 2012 in Berlin-Steglitz und arbeitet eng mit dem Campus zusammen. Hauptgesellschafter des Campus Neuruppin sind die Ruppiner Kliniken. Und die prüfen gerade, was aus dem Campus einmal werden könnte.

Die mögliche Neuausrichtung des Campus dürfte auch mit den Plänen für ein Medizinstudium zusammenhängen, das die Kliniken mit anderen Krankenhäusern aus Brandenburg ins Leben rufen will.

Die langfristigen Pläne sind ein Thema für den Landkreis, dem die Ruppiner Kliniken und damit mehrheitlich auch der Campus schließlich gehören. Doch von dort ist dazu noch nichts zu erfahren. Der Landkreis werde "zu Überlegungen und Diskussionen der Gesellschafter" keine Auskunft erteilen, hieß es gestern auf Anfrage von Anke Wittmoser-Steinfurth. Sie ist für die Firmen zuständig, an denen der Landkreis beteiligt ist. Sie ist auch der Auffassung, dass es noch zu früh sei, über die Zukunft des Campus zu sprechen, weil "Überlegungen und Diskussionen erst dann zum Gegenstand des öffentlichen Interesses werden können, wenn sie abgeschlossen sind."

Von Reyk Grunow

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