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Ostprignitz-Ruppin Zum 100. geht’s in Dessow rund
Lokales Ostprignitz-Ruppin Zum 100. geht’s in Dessow rund
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00:17 31.03.2016
Lothar Stampehl bei der Montage des Elektro-Motors. Quelle: Beckmann
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Dessow, Neuer Glanz für alte Lady

„Wat also is ’ne Dampfmaschin’?“ Professor Bömmel, vertrottelter Lehrer einer ausgebufften Schulklasse von Halberwachsenen, beginnt im Rühmann-Klassiker „Die Feuerzangenbowle“ seinen Unterricht mit dieser Frage. Der Kinofan wartet seit 1944 vergeblich auf eine schlüssige Antwort. Würde er die Frage in Dessow stellen und käme gleich an Eckhard Dürr, dann wäre das anders. Dürr und seine etwa 40 eingetragenen Mitglieder der „Dessower Interessengemeinschaft“ könnten im Chor rufen: „Dat hier is ’ne Dampfmaschin’.“ Das Monstrum steht auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei nicht weit von der Halle, in der der Verein mit einem Museum an die langjährige Tradition des Bierbrauens im Dorf erinnert. Besucher sind immer willkommen. Sie blättern in alten Unterlagen, bestaunen Geräte, Kästen, Bügelflaschen, Werkzeuge – und natürlich auch die Dampfmaschine.

Gelaufen ist die zuletzt wohl 1978. Doch in diesem Frühjahr wird sie sich wieder bewegen – anlässlich ihres 100. Geburtstages. „Mit Dampf geht das leider nicht. Aber wir kriegen es elektrisch hin“, verspricht Eckhard Dürr. Bis auf ein paar Kleinigkeiten seien die Vorbereitungen schon so weit gediehen, „dass wir morgen loslegen könnten“, so Dürr.

Auch Lothar Stampehl und Wilfried Schröder, die das Ganze seit Januar technisch umzusetzen versuchten, sind inzwischen recht zuversichtlich. „Wir mussten ja Teile bestellen und Sponsoren suchen.“ Zwar steht das Ungetüm aus dem Jahr 1916 noch solide da, aber Dichtungen, Buchsen, Lager und Ölschaugläser haben die Jahrzehnte zu spüren bekommen. Um die Maschine wieder zu bewegen, haben die beiden Dessower Experten kurzerhand einen Elektromotor an die alte Transmissionswelle angeschlossen. „Erst hat uns ein bisschen Kraft gefehlt“, berichtet Lothar Stampehl. „Aber jetzt haben wir einen größeren Getriebemotor dran. Jetzt läuft das.“ Bloß geputzt werden muss noch eine Menge. Längst verharzte Schmierstoffe und Ölkohle und auch ein ganz kleines bisschen Rost dürften sich seit rund 40 Jahren gründlich festgesetzt haben.

Gefeiert werden soll das Dampfmaschinenjubiläum am 21. und 22. Mai auf dem früheren Firmengelände auch mit extra gebrautem Bier. Das reicht allerdings höchstens für „einen wönzigen Schlock“ pro Besucher. Die meisten werden sich wohl mit Gerstensaft von einer richtigen Brauerei trösten müssen.

Kinder machen zeichnerisch Dampf

Der erste Tag beginnt um 10 Uhr mit einem zünftigen Frühschoppen. Dabei dürfen schon Exponate bestaunt werden, die man nicht alle Tage sieht. Die Dampffreunde Berlin-Brandenburg wollen mit nachgebauten Dampffahrzeugen anreisen, auf denen man sogar mitfahren kann. Der Rathenower Modelleisenbahnverein kommt mit seinen Minis auf schmalen Schienen. Es gibt ein Programm für jedermann, unter anderem mit Bilderausstellung von Klaus Hoferichter und der Auswertung eines Malwettbewerbs, an dem sich Mädchen und Jungen aus allen Grundschulen des regionalen Kleeblatts beteiligen können.

Der Wettbewerb steht unter dem Motto „Macht Dampf“ , womit die Motivwahl schon mal vorgegeben ist. Nachgestaltet werden kann, was von Besichtigungen im Dessower Museum in Erinnerung geblieben ist oder wie Dampfmaschinen aussehen können. Das Ergebnis sollte auf Blättern der Größen A4 bis A3 dargestellt sein. Pro Schüler kommt ein Blatt in die Wertung. Bis zum 9. Mai nehmen die Schulsekretariate die Arbeiten mit Angaben zu Namen, Alter, Schule und Klasse entgegen.

Von Wolfgang Hörmann

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