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Ostprignitz-Ruppin Zum ersten Mal unter sieben Prozent
Lokales Ostprignitz-Ruppin Zum ersten Mal unter sieben Prozent
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20:01 29.09.2017
Längst nicht alle Firmen finden neue Mitarbeiter, und längst nicht alle Arbeitslose einen Job. Quelle: DPA
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Neuruppin

Von der weiterhin guten Lage auf dem Arbeitsmarkt profitieren in der Region vor allem die Frauen und Männer, die erst seit weniger als einem Jahr erwerbslos sind. Deshalb will die Neuruppiner Arbeitsagentur, die für die Kreise Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Havelland und Oberhavel zuständig ist, ihr Augenmerk verstärkt auf die Qualifizierung und berufliche Weiterbildung von Erwerbslosen richten. „Das eröffnet auch Chancen für Menschen, die vor ein, zwei Jahren noch keinen Job bekommen hätten“, sagte Arbeitsamtschefin Cornelie Schlegel am Freitag bei der Präsentation der Septemberzahlen.

Die Älteren in der Region nehmen weiter zu

Diese sehen recht gut aus: Erstmals sank die Arbeitslosenquote in Ostprignitz-Ruppin mit 6,9 Prozent unter die sieben-Prozent-Marke. Gleich um 2,3 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr ist dabei die offizielle Erwerbslosenrate im Altkreis Kyritz zurückgegangen. Sie liegt nun bei 8,5 Prozent. Allerdings ist diese Entwicklung nicht allein auf die gute Wirtschaftslage, sondern ebenfalls auf die demografische Entwicklung im gesamten Kreisgebiet zurückzuführen. Soll heißen: Der Anteil der Älteren nimmt in der Region weiter zu. Gleichwohl zeigte sich Arbeitsamtschefin Schlegel am Freitag optimistisch. Denn seit dem Ende der Sommerferien gibt es nahezu einen Boom bei der Nachfrage nach Arbeitskräften. 1600 Stellen wurden der Behörde gemeldet, das sind 450 mehr als im August, so Schlegel. Das Gros dieser Nachfrage kommt mit 410 Stellen aus dem Havelland, dort suchen große Versandhäuser bereits Personal für das Weihnachtsgeschäft. Doch auch das verarbeitende Gewerbe und der öffentliche Dienst fragen vermehrt nach Fachkräften. „Von der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt profitieren viele Berufsgruppen“, betonte Schlegel.

1200 Flüchtlinge belegen derzeit Sprachkurse

Zwar hatten Skeptiker befürchtet, dass die Zahl der Arbeitslosen wegen der Aufnahme von vielen Flüchtlingen steigen würde, aber das ist derzeit nicht der Fall – lediglich knapp 1000 Menschen, die aus ihrer Heimat geflohen sind, gelten derzeit im Agenturbezirk als erwerbslos. Weitere 1200 belegen derzeit Förderkurse. Dabei handelt es sich zumeist um Sprach- und Integrationskurse. Die Arbeitsamtschefin rechnet damit, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis die geflüchteten Menschen auf dem hiesigen Arbeitsmarkt integriert sind. Experten gehen davon, dass nach fünf Jahren das vielleicht die Hälfte geschafft haben, nach zehn Jahren wohl zwischen 70 und 80 Prozent der geflüchteten Menschen. Um diese Zahlen zu erreichen, bietet das Arbeitsamt spezielle Kurse an. Ziel sei, so Schlegel, dass die Menschen ihre Ausbildung auch schaffen und nicht wegen Sprachproblemen scheitern.

Zahlen, Daten, Fakten

Als „bemerkenswert“ hat am Freitag Neuruppins Arbeitsamtschefin Schlegel die Entwicklung auf dem regionalen Arbeitsmarkt bezeichnet und dabei auf einige Zahlen verwiesen. So gab es im September 2004 im Bereich der Neuruppiner Arbeitsagentur noch 53 500 Erwerbslose. Nun gelten in der Prignitz, in Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel und Havelland insgesamt noch 18 569 Menschen als arbeitslos.

Im Altkreis Neuruppin liegt die Arbeitslosenrate aktuell bei 6,3 Prozent, im Altkreis Wittstock bei 7,0 Prozent und im Altkreis Kyritz bei 8,5 Prozent.

In der benachbarten Prignitz fiel die Arbeitslosenrate im September auf 8,2 Prozent.

Von Andreas Vogel

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