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Ostprignitz-Ruppin Zur Halbzeit gibt es beim Fußball Kuchen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Zur Halbzeit gibt es beim Fußball Kuchen
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00:17 26.10.2016
Es geht hoch her in der Viertelstunde Halbzeitpause. Hier bedienen (von links) Heidrun Gollmer, Britta Zahn, Elfie Grusa. Quelle: Wolfgang Hörmann
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Schönberg

Ein trister Sonntag im Oktober. Der frühe Nachmittag trägt Grau in Grau. Ideales Fußballwetter sieht anders aus. Aber wer fragt danach, wenn es ums Weiterkommen im Pokalwettstreit geht?

Der SV Schönberg hat Eiche Weisen zu Gast. In der Tabelle der Kreisoberliga sieht es für die Heimmannschaft gerade alles andere als rosig aus. Da will man wenigstens heute was reißen. Drei Handvoll Zuschauer sehen dann auch eine durchwachsene erste Hälfte. Die Gäste schießen das erste Tor. Der Hausherr kann kurz vor der Pause ausgleichen. Nach 45 Minuten ist also noch alles drin. Die meisten zieht es ins Vereinsheim.

Der SV Schönberg spielt in der Kreisoberliga, hier im Pokalfight gegen Weisen. Quelle: Wolfgang Hörmann

Wenigstens geregnet hat es nicht. Dennoch wollen die meisten vom Spielfeldrand jetzt unters Dach. ’Ne Wurst in der Hand, heißen Kaffee , ein kühles Bier, oder lecker Kuchen – so lässt es sich aushalten. Jetzt muss Heidrun Gollmer zur Hochform auflaufen. Schließlich bleibt dafür nur ein Viertelstündchen. Wie an jedem Heimspieltag der Blau-Weißen macht sie verlässlich das, was den Männern auf dem Rasen in dieser Saison bisher zu selten gelungen ist: Sie punktet. Und wie. Die bessere Hälfte des Vereinsvize Hartmut Gollmer setzt optimistisch auf ihre Pausenverpflegung. Fünf Kuchen hat sie wieder gebacken. Was letztlich auf die Teller kommt, ist für ihre Kunden immer genau so überraschend, wie die Spielstände auf dem grünen Rasen.

„Bienenstich geht immer. Das Rezept habe ich von meiner Chefin Kerstin Meilicke. Auch von Frankfurter Kranz und Maulwurfkuchen bleibt selten etwas übrig“, sagt die gelernte Köchin. Heidrun Gollmer pflegt eine Tradition, die seit der Jahrtausendwende Schönberg in Fußballerkreisen ein Alleinstellungsmerkmal beschert. Bockwurst in der Halbzeitpause gibt es überall. Aber Kuchen? Torten? Feingebäck? Nur hier.

Heidrun Gollmer hat den Spielplan zu Hause immer vor Augen. Quelle: Wolfgang Hörmann

Elfie Grusa, Mama des damaligen Spielers und heutigen Trainers Torsten Grusa, hatte damals die Idee. Unterstützt wurde sie von Monika Kositzki. Die Frauen zielten auf die Vernaschtheit des vermeintlich stärkeren Geschlechts und trafen genau ins Schwarze. Mutter Grusa kommt heute noch ab und zu mit Selbstgebackenem auf den Sportplatz, obwohl Heidrun Gollmer seit gut fünf Jahren ihren Part für den Fußballsport im 125-Seelen-Dorf leistet. Der Spielplan des SV hängt bei ihr in der Küche. Die Elf läuft derzeit immer sonntags auf. Also beginnen die Vorbereitungen auf die Pausenverpflegung am Freitag.

Fünfzehn Minuten zwischen Abpfiff der ersten und Anpfiff der zweiten Spielhälfte sind dann für die Versorgerin eine absolute Herausforderung, die nur mit Unterstützung weiterer fleißiger Frauenhände zu meistern ist. An diesem tristen Sonntag helfen Elfie Grusa und Britta Zahn. Das Ganze läuft natürlich ehrenamtlich ab. „Aber beim jährlichen Sportlerball gibt’s ein öffentliches Dankeschön. Damit bin ich schon zufrieden,“ sagt die Frau vom Anger Nr.6, auf dem die Fahne des Vereins hoch am Mast flattert.

Das Pokalspiel ist zu Ende. Die Gäste aus der Westprignitz haben noch einmal nachlegen können. Weisen wirft an diesem grauen Sonntag Schönberg aus dem Pokalwettbewerb. Nur im Vereinsheim hat wieder alles wie am Schnürchen geklappt.

Von Wolfgang Hörmann

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