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Ostprignitz-Ruppin Zusammenhalt seit 40 Jahren
Lokales Ostprignitz-Ruppin Zusammenhalt seit 40 Jahren
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00:21 22.10.2017
Gemütliche Runde: Einmal im Monat treffen sich die Gruppenmitglieder im Biesener Feuerwehrhaus. Quelle: Christian Bark
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Biesen

Es durftet nach frischgebrühtem Kaffee, den Christa Racko jedem, der danach verlangt,an der Tafel einschenkt. 16 Damen und ein Herr sind an diesem Nachmittag zum monatlichen Treffen der Volkssolidaritätsortsgruppe ins Biesener Feuerwehrhaus gekommen. „Insgesamt sind wir 25“, informiert Gruppenvorsitzende Brigitta Klusch. Gut 40 Jahre dürfte es die Gruppe in dem Dorf schon geben, schätzt sie. „Früher haben wir uns immer in der Gaststätte getroffen“, berichtet die 84-Jährige. Seitdem die geschlossen wurde, finden die Senioren unentgeltlich Räumlichkeiten im Biesener Feuerwehrhaus.

2018 soll eine Rampe in den Versammlungsraum führen. Einen Haltegriff gibt es schon. Quelle: Christian Bark

„Der Ortsbeirat unterstützt uns, wo er nur kann“, lobt Brigtitta Klusch die Kooperation. So sei auch Ortsvorsteher Burkhard Schultz mehrmals im Jahr bei der Gruppe zu Gast, seine Neujahrsansprachen hätten schon Tradition.„Dass es eine solche Ortsgruppe in Biesen noch gibt, ist nicht selbstverständlich“, erkennt Burkhard Schultz das Engagement der Senioren an und verweist auf zahlreiche Gruppenauflösungen in der Region. Dabei sei eine solche Organisationsform wichtig, um den Zusammenhalt im Dorf zu stärken. Deshalb helfe der Ortsbeirat der Gruppe, wo er nur kann. Hilfe bekommen die Senioren nicht nur von diesem Gremium. Brigitta Klusch lobt auch die Fürsorge der örtlichen Feuerwehr, die sich immer aufopfernd zum Erntefest um die Gruppenmitglieder kümmere. „Wir brauchen am Grill nicht anstehen, uns wird das Essen gebracht“, erklärt sie.

Barrierefreier Zugang im kommenden Jahr

Dass die Feuerwehr der Gruppe in ihrem Gebäude einen Ort der Zusammenkunft ermögliche, ist nach Auffassung der Senioren ein großes Entgegenkommen. „Noch besser wird es aber nächstes Jahr“, sagt Brigitta Klusch. Dann werde das Gebäude umgebaut. Der Eingang zum Versammlungsraum erhalte dann eine Rampe, damit auch Gruppenmitglieder, die im Rollstuhl sitzen, leichter zu den Treffen gelangen können. „Immerhin, ein Haltegriff wurde an der Treppe schon angebracht“, so die Gruppenvorsitzende.

Die Sechs gewinnt. Die Gruppenmitglieder hatten viel Spaß beim Würfeln. Quelle: Christian Bark

Damit die Gruppe auch weiterhin aktionsfähig bleibt und auch die „Jungen“ eine Chance bekommen, sich zu beweisen, wird Brigitta Klusch den Vorsitz im kommenden Jahr abgeben, kündigt sie an. Dann soll Christa Racko die Funktion übernehmen. Sie war schon seit 1980 Mitglied der Volkssolidarität, zwischendurch mal ausgetreten und seitdem sie vor wenigen Jahren in den Ruhestand gegangen ist, wieder regelmäßig bei den Treffen dabei. „So kann ich mich im Dorf mit einbringen“, begründet Christa Racko ihre Entscheidung. Was früher mal der Dorfkonsum für einen Plausch gewesen sei, könne nun zumindest einmal im Monat in der Gruppe stattfinden. Außerdem weiß Christa Racko um das Engagement aller Mitglieder bei den Veranstaltungen, wo jeder abwechselnd mit eingebunden sei. Zum Beispiel bei den letzten beiden Treffen in diesem Jahr am 15. November, wo Adventsbasteln sowie am 5. Dezember, wo die Weihnachtsfeier auf dem Planen stehen würden. Bei letzterer seien übrigens auch Senioren ohne Mitgliedschaft in der Volkssolidarität willkommen.

Für die Zukunft würde sich die Gruppe zudem mehr männliche Mitstreiter wünschen. Denn derzeit ist Kurt Hoffmann der Hahn im Korb. „Ich fühle mich unter den Frauen aber ganz wohl“, sagt der 86-Jährige, der schon 15 Jahre Gruppenmitglied ist.

Die Ortsgruppe trifft sich jeden dritten Mittwoch im Monat ab 15 Uhr im Feuerwehrhaus.

Von Christian Bark

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