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Zusammenrücken heißt die Devise

Grabow Zusammenrücken heißt die Devise

Die Bevölkerungsentwicklung bis 2030 birgt im Land Brandenburg große Herausforderungen. Denn bis dahin wird die Einwohnerzahl weiter schrumpfen, etwa um zehn Prozent. Wie Sportvereine damit umgehen, wurde am Dienstagabend in Grabow beraten.

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In Arbeitskreis-Atmosphäre berieten die Trainer am Dienstagabend in Grabow über künftige Strategien.

Quelle: Björn Wagener

Grabow. Zusammenrücken heißt die Devise: In Grabow berieten am Dienstagabend 20 Trainer von Sportvereinen aus der Region, wie sie die Zukunft meistern können. Denn der demografische Wandel - eine elegante Umschreibung für den anhaltenden Bevölkerungsrückgang im Land Brandenburg – birgt Herausforderungen, denen sich die Vereine stellen müssen. Das machte Michael Flottron vom Jugendausschuss und Qualifizierungsausschuss des Landes zunächst anhand von Statistiken deutlich: Demnach sei von einem Bevölkerungsschwund von rund zehn Prozent auszugehen. Damit würde die Einwohnerzahl pro Quadratkilometer von 60 auf 49 rutschen und dann mit der heutigen in der Uckermark vergleichbar sein. Vor allem der Norden und Osten des Landes wären am stärksten betroffen, so Flottron.

In der Frage wie die Vereine damit umgehen sollen, sah der Referent aus Premnitz (Havelland) vor allem die verstärkte Zusammenarbeit im Fokus. „Es darf nicht darum gehen, sich gegenseitig die besten Spieler wegzunehmen.“ Vielmehr könnten Spielgemeinschaften gegründet werden.

Neun statt elf Spieler

Auch sei ein flexibler Spielbetrieb inzwischen möglich, bei dem nicht nur ältere und jüngere Sportler unter bestimmten Voraussetzungen in einer Mannschaft agieren können, sondern ebenso auch Jungen und Mädchen. Darüber hinaus sei auch der sogenannte Neuner-Spielbetrieb machbar. Das heißt, eine Mannschaft besteht nur noch aus neun statt aus elf Spielern. Der Gegner müsse sich dann entsprechend anpassen. In Grabow diskutierten die Trainer in kleinen Gruppen die Themen Jugendfördervereine und Spielgemeinschaften.

„Wir wollen auch künftig qualitativ hochwertigen Fußball bieten“, beschreibt Holger Steinhauer, Jugendwart beim gastgebenden SV Blumenthal/Grabow. Im vergangenen Jahr habe man schon Spielgemeinschaften mit anderen Vereinen gebildet. „Aber alles weniger kontinuierlich. Manches hat geklappt, vieles nicht.“ Zusammenkünfte wie diese Trainerfortbildung könnten helfen, über den eigenen Tellerrand zu schauen, gemeinsam Ideen zu entwickeln, Kontakte zu knüpfen und Synergien zu nutzen. Denn man kennt sich zwar in der Runde, „aber man sieht sich ja sonst nur immer kurz auf dem Platz, sagt kurz Hallo – und das war’s.“

Auch die Jüngsten sind dabei

Der SV Blumenthal/Grabow habe 173 Mitglieder und verfüge über sechs Männer und zwei Frauen mit Trainerlizenz, so Holger Steinhauer. Im Jugendbereich sei der Verein gut aufgestellt und „weiter wachsend“. Allerdings seien das die Früchte eines langwierigen Prozesses zur Stabilisierung des Nachwuchses. Es gebe heute die G-Junioren, bei denen bereits Kinder zwischen vier und sechs Jahren schon Fußball spielen dürfen. Das Gemeinschaftsgefühl könne nicht früh genug gefördert werden.

Von Björn Wagener

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