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Zwei Hausgeburten und superglücklich

Christdorf Zwei Hausgeburten und superglücklich

Der fünf Monate alte Phil kam im Februar bei einer Hausgeburt in Christdorf zur Welt. Eher unfreiwillig, denn bei seiner Mutter Katrin Robitzsch setzten die Wehen zu schnell ein. Damit ahmte Phil seine große Schwester Mila nach. Auch sie hatte es ganz eilig und kam im Oktober 2015 im Wohnzimmer ihres Elternhauses zur Welt. Beide sind damit echte Christdorfer.

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Eine glückliche Familie: Katrin Robitzsch und Andreas Witte mit Mila und Baby Phil genießen die Idylle am Gartenteich in Christdorf.

Quelle: Christamaria Ruch

Christdorf. Der kleine Phil und seine große Schwester Mila ähneln sich sehr. Denn beide sind waschechte Christdorfer. Was Mila am 3. Oktober 2015 vormachte (die MAZ berichtete), ahmte Phil am 9. Februar dieses Jahres nach. Die beiden Kinder von Katrin Robitzsch und Andreas Witte kamen in ihrem zukünftigen Elternhaus in Christdorf zur Welt. Und das, weil die Geburt jedes Mal so schnell einsetzte.

„Für mich kam eine Hausgeburt gar nicht in Frage, denn aus Sicherheitsgründen ist eine Entbindung im Krankenhaus besser“, sagt die 32-Jährige. Doch schon bei Milas Entbindung ging alles ganz schnell und es blieb kaum eine Wahl.

Womöglich wäre das Mädchen damals im Rettungswagen zur Welt gekommen. „Beim zweiten Mal bin ich entspannter an die ganze Sache gegangen“, sagt Katrin Robitzsch. Auch wenn die Hebamme aus Wittstock ihr alle Unterlagen für die Ruppiner Kliniken in Neuruppin gegeben hatte, blieb trotzdem noch offen, ob es nun zur Fahrt dorthin kommen würde. „Vermutlich geht es beim zweiten Mal noch schneller“, erinnert sich Katrin Robitzsch. Und: „Muss ich mich beeilen – hoffentlich nicht.“ Der 33-jährige Andreas Witte gesteht im Gespräch: „Ich hatte mir schon gewünscht, dass es auch dieses Mal eine Hausgeburt wird. Aber ich habe Katrin freigestellt, ob es auch dazu kommt.“

Die Geburt bahnte sich wieder sehr schnell an

Tatsächlich bahnte sich erneut eine schnelle Geburt an. „Dieses Mal war die Fruchtblase noch nicht geplatzt, aber ich verspürte nachts um 3.30 Uhr ein Pieksen im Bauch und wurde davon wach“, sagt Katrin Robitzsch. Nach einem Anruf kam dann die Hebamme und „gab uns eine viertel Stunde Zeit, um nach Neuruppin loszufahren“, sagt Robitzsch. Obwohl zunächst die Wehen zurückgingen und das auch im Wehenschreiber abgelesen werden konnte, ging es dann doch wieder sehr schnell.

In weiser Voraussicht heizte Andreas Witte erneut den Kamin im Wohnzimmer an und sorgte für wohlige Wärme. Dann holte er Handtücher und warmes Wasser und bereitete alles für die Geburt vor. Schon um 6.19 Uhr erblickte Phil das Licht der Welt. Seine Traummaße waren 48 Zentimeter Länge und 3070 Gramm. Damit war er nach der Geburt einen Zentimeter kleiner als seine Schwester Mila, brachte dafür aber 110 Gramm mehr auf die Waage. „Die Hebamme stellte dann vor Ort bei der ersten Untersuchung U 1 fest, dass alles in Ordnung ist“, sagt Phils Mutter.

Die Schwester war ziemlich eifersüchtig – aber nur kurz

Für Mila bedeutete die erste Zeit als große Schwester auch eine Phase der Eifersucht. „Als sie gemerkt hat, dass Phil nicht wieder verschwindet, wurde sie unausgeglichen“, erinnern sich ihre Eltern. Doch mittlerweile gehört „Phil“ zu einem ihrer Lieblingswörter. Mila ist beim Besuch ein offenes und fröhliches Kind und laut ihrer Eltern „verschmitzt.“ Phil ist pflegleicht. Nach den ersten drei Monaten verschwanden schlagartig die Koliken und damit auch sein Schreien. Bereits nach eineinhalb Monaten schlief er nachts durch und gönnt somit seinen Eltern eine ruhige Nacht.

„Die Namenssuche war schwierig für uns“, sagt Andreas Witte. Der Vorname sollte zwei Wünsche erfüllen: Kurz und sympathisch sollte er klingen. Zunächst stand der Name Mika im Raum. Doch Mila und Mika ähneln sich zu sehr. Daher machte dann Phil das Rennen. Wie bei Mila nimmt Andreas Witte zwei Monate Elternzeit.

Das Paar lernte sich 2009 kennen. Andreas Witte stammt aus Frankfurt (Oder) und arbeitet als Elektroniker bei Swiss Krono in Heiligengrabe. Katrin Robitzsch kommt aus Jüterbog (Teltow-Fläming), ist Restaurantfachfrau und arbeitet in einem Schnellrestaurant in Wittstock. Seit 2014 wohnen sie in Christdorf in den eigenen vier Wänden. „Mittlerweile haben wir auch mehr Anschluss im Dorf gefunden und fühlen uns hier wohl“, sagen beide.

Von Christamaria Ruch

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