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Ostprignitz-Ruppin Zwei Radwege sind einer zu viel
Lokales Ostprignitz-Ruppin Zwei Radwege sind einer zu viel
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02:15 21.04.2017
Die Bauarbeiten am Radweg im Temnitzpark zwischen Dabergotz und Werder sollen noch bis Mitte Mai dauern Quelle: Peter Geisler
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Dabergotz

Warum man einen intakten Fahrradweg abreißt, nur weil er nicht so häufig genutzt wird, kann Ulrich Krebs nicht verstehen. Und trotzdem muss der Dabergotzer Bürgermeister es hinnehmen. Die Kreisverwaltung hat beschlossen, dass einer der beiden Radwege entlang der Straße durch den Temnitzpark von Dabergotz nach Werder zurückgebaut wird, also wird er auch verschwinden. Für die Straße ist der Landkreis zuständig. Ob die Gemeinde Dabergotz mit dem Abriss einverstanden ist oder nicht, ist daher zweitrangig.

„Der Kreis will Kosten sparen“, sagt Krebs. Unterhalt und Pflege des Radweges seien angeblich zu teuer; den Weg zu beseitigen scheint da wohl deutlich billiger. Dass nicht viele Radler den Weg benutzen, gesteht Dabergotz’ Bürgermeister den Planern der Kreisverwaltung in Neuruppin ja zu. „Aber eigentlich ist der Radweg in ganz gutem Zustand“, sagt er. Hohe Kosten für den Unterhalt können aus seiner Sicht gar nicht angefallen sein, Warum dann der teure Abriss?

Ein Radweg auf einer Straßenseite muss genügen

Weil der Weg überflüssig ist, zumindest für die Kreisverwaltung. Bisher gibt es zu beiden Seiten der drei Kilometer lange Straße durch den Temnitzpark einen Weg für Radfahrer. Jetzt soll der zwar saniert werden. Doch der Landkreis will nicht mehr ausgeben als unbedingt nötig. Aus Sicht der Kreisverwaltung reicht ein Radweg auf einer Seite der Straße völlig aus.

Die Sanierungsarbeiten sind inzwischen in vollem Gange. Eine Baufirma ist gerade dabei einen der beiden Radfahrstreifen aus Asphalt abzufräsen. Der größte Teil der Strecke zwischen Dabergotz und Werder ist schon geschafft. In den nächsten Wochen soll der Weg samt Unterbau komplett neu gebaut werden. Sobald die Straßenbauer damit fertig sind, haben sie den Auftrag, den zweiten Radweg ganz zu beseitigen.

Sanierung und Rückbau kosten knapp 300 000 Euro

Rund 290 000 Euro sind für die Bauarbeiten insgesamt eingeplant. Die Fragen, wie teuer dabei der Abriss ist und was bisher die Instandhaltung des Fahrradweges gekostet hat, ließ die Kreisverwaltung am Dienstag offen.

Voraussichtlich bis 17. Mai werden die Bauarbeiten im Temnitzpark noch dauern. Auch für Autofahrer kann es immer wieder zu Behinderungen kommen.

Von Reyk Grunow

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