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Zwei Stromsperren an einem Tag

Kyritz Zwei Stromsperren an einem Tag

Die Unternehmen der Region hatten sich auf die vom Netzbetreiber Edis angekündigten Stromsperren eingestellt und improvisierten oder schlossen für zwei Stunden. In der Kyritzer Bäckerei Armster sorgten am Dienstagmorgen Kerzen für Licht. Die Automatiktür blieb offen.

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Für Cornelia Beste und ihre Kolleginnen bei der Bäckerei Armster war der Stromausfall eine Premiere. Der Laden lief trotzdem.

Quelle: Sandra Bels

Kyritz. So etwas haben Cornelia Beste und Talina Kaiser noch nicht erlebt. Sie arbeiteten am Dienstag im Dunkeln. Um kurz nach 8 Uhr ging das Licht in der Kyritzer Bäckereifiliale von Armster in der Johann-Sebastian-Bach-Straße aus. Die Verkäuferinnen waren natürlich vorbereitet. Hatten schon Kerzen auf dem Verkaufstresen angezündet. Und draußen war es ja auch schon hell.

Dennoch fiel gleich auf, dass heute etwas anders ist. Manche Kunden wussten gleich Bescheid. Andere hätten ganz verwundert gefragt: „Habt ihr Stromausfall?“, so Cornelia Beste. Sie und ihre Kolleginnen hatten schon vor acht die automatische Eingangstür geöffnet und sich Strickjacken angezogen. Weil die Tür offen stand, zog es doch ziemlich kalt herein. Das störte die Stammkunden aber nicht, trotzdem ihren Kaffee und ihr Frühstück zu genießen.

Eine weitere Herausforderung des Morgens war das Kassieren. Während sonst die Tasten auf der Kasse Brot und Brötchen berechnen, musste nun der Kopf ran. Und auf Zetteln wurde aufgeschrieben, was über den Ladentisch ging.

Die Postfiliale in der Hamburger Straße blieb bis 10 Uhr geschlossen

Die Postfiliale in der Hamburger Straße blieb bis 10 Uhr geschlossen.

Quelle: Sandra Bels

Auch die Backstube war betroffen. Bäckereichefin Doreen Armster sagte: „Die Nachtschicht war schon fertig und die Tagschicht hat später begonnen.“ Die Mitarbeiter kümmerten sich während der Stromsperre um Arbeiten, die ohne Maschine möglich sind, wie zum Beispiel das Belegen von Kuchen. Die Bäckerei Armster konnte sich gut auf die Stromabschaltung vorbereiten. „Der Netzbetreiber, die Edis, hatte uns telefonisch darüber informiert“, sagt Doreen Armster. Die Kunden kamen trotz Dunkelheit in den Laden. „Wir haben nichts eingebüßt“, ist sich Doreen Armster sicher.

Ohne Strom waren ab 8 Uhr auch die Geschäfte in der Innenstadt. Viele öffnen aber erst um 9 Uhr. Und kurz nach neun war der Strom bereits wieder da. In der kurzen Zeit hatten einige Ladenbesitzer ihre Türen geöffnet, um zu zeigen, dass sie da sind. An der Tür der Postfiliale in der Hamburger Straße informierte ein Zettel darüber, dass wegen Stromausfalls die Türen erst ab 10 Uhr aufgeschlossen werden können. Ohne Strom und Computer ging hier nichts.

Es sind weitere Stromabschaltungen geplant

Weitere Stromabschaltungen gibt es noch bis Ende diesen Monats im Kyritzer Altkreisgebiet. Der Netzbetreiber Edis erhöht die Spannung im Netz von bisher 15 000 auf 20 000 Volt. Laut Edis-Sprecher Danilo Fox handele es sich um eine Investition ins Netz, die die Versorgungssicherheit erhöht. Zudem gehe es um die weitere Aufnahme regenerativer Energien. 20 000 Volt seien mittlerweile der Stand der Technik.

Der Strom war Dienstagmorgen nicht über den gesamten angekündigten Zeitraum abgestellt. Darauf hatte André Langer von dem für die Verteilnetze Prignitz-Havelland zuständigen Edis-Sitz in Neustadt im Vorfeld schon hingewiesen. Teilweise würde eine halbe Stunde ausreichen. Mittags schienen diese anvisierten 30 Minuten in einem anderen Teil der Stadt nicht auszureichen. Da wurden die zwei Stunden teilweise komplett ausgeschöpft.

Von Sandra Bels

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