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Ostprignitz-Ruppin Zweimillionster Besucher im Schloss seit 1991
Lokales Ostprignitz-Ruppin Zweimillionster Besucher im Schloss seit 1991
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00:19 21.08.2017
Christine und Eckart Kallenberg mit ihrer Enkeltochter Lara und mit Kerstin Schilling von der Stiftung. Quelle: Stiftung
Rheinsberg

Eckart Kallenberg dachte zunächst an einen Scherz, als er am Donnerstag vor dem Kartenkauf am Schloss Rheinsberg von Mitarbeitern abgefangen wurde. Gemeinsam mit seiner Frau Christine und der Enkeltocher Lara (13) war der Alt Ruppiner ins Prinzenstädtchen gefahren. Lara hatte sich den Ausflug ins Rheinsberger Schloss gewünscht – und so erhielt sie auch die kleine Überraschung von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten als zweimillionste Besucherin des Schlosses seit dessen Wiedereröffnung 1991.

Freier Eintritt und einen Bildband als Geschenk

„Wir waren sehr überrascht“, sagte Kallenbach am Freitag. Er war mit der Familie zwar schon öfter im Rheinsberger Schloss, aber den sanierten Muschelsaal, der erst seit März im neuen Glanz erstrahlt, hatte die Familie noch nicht gesehen. Auch deshalb wird den Kallenbachs wohl dieser Besuch noch lange in Erinnerung bleiben, zumal die Familie diesmal freien Eintritt hatte und Lara den Bildband „Rheinsberg 25“ als Geschenk erhielt.

Seitdem der Muschelsaal saniert ist, strömen deutlich mehr Besucher ins Rheinsberger Schloss. Genaue Zahlen liegen zwar noch nicht vor. Doch der Trend spiegelt sich auch in den steigenden Touristikzahlen für das Reisegebiet des Ruppiner Seenlandes wider: Von Januar bis Juni wurden genau 663 751 Übernachtungen registriert, das ist ein Anstieg von 3,4 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016, sagte am Freitag Beatrice Kluzikowski vom Tourismusverband Ruppiner Seenland. Die Zahl der Gästeankünfte ist in den ersten sechs Monaten ebenfalls gestiegen, und zwar sogar um 4,3 Prozent auf 245 728.

Mehr Besucher auch beim Festivalsommer der Kammeroper

In der Regel entfallen rund ein Drittel dieser Touristikzahlen auf den Rheinsberger Bereich. Entsprechend erfreut zeigte sich ebenfalls Sigune Schmidt-Ulbrich. Allerdings war die Rheinsberger Tourismusmanagerin keinesfalls überrascht von den „guten Zahlen“. Hatten diese sich doch bereits angekündigt. Denn das Prinzenstädtchen hat nicht allein einen großen Zulauf wegen des sanierten Muschelsaals im Rheinsberger Schloss. Vielmehr durften sich auch die Veranstalter des Festivalsommers der Kammeroper Rheinsberg über ein größeres Publikumsinteresse freuen: Zu den Aufführungen und Konzerten kamen gut 13 000 Besucher, 2500 mehr als vor einem Jahr.

Ein besonderes Schmuckstück

Der Muschelsaal im Rheinsberger Schloss gilt es als besonderes Schmuckstück. Er war im Auftrag des Prinzen Heinrich von Preußen (1726 – 1802) entstanden. Der Saal ist der einzig erhaltene Innenraum aus der frühen Schaffensperiode des Architekten Carl Gotthard Langhans (1732 – 1808), dessen bekannteste Werk wohl das Brandenburger Tor sein dürfte.

Für den Saal wurden sogar Muscheln und Schnecken aus der Südsee geholt.

Geöffnet hat das Schloss bis 31. Oktober dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 6 Euro (inklusive Führung oder Audioguide).

Von Andreas Vogel

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