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Zweiter Wanderweg kostet 150 000 Euro

Machbarkeitsstudie für die Kyritz-Ruppiner Heide Zweiter Wanderweg kostet 150 000 Euro

Im Süden der Kyritz-Ruppiner Heide werden seit dem vergangenen Jahr Kremserfahrten angeboten. Künftig könnte es nördlich von Rheinsberg einen zweiten Kutsch- und Wanderweg geben. Bis dahin müssen jedoch noch einige Sicherheitsfragen mit dem Kreis geklärt werden.

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Ab Mitte Mai blüht der Ginster knallgelb.

Quelle: Peter geisler

Flecken Zechlin. Zur Ginsterblüte könnte eine Wanderung in der nördlichen Kyritz-Ruppiner Heide besonders schön sein. Knallgelb leuchtet der Ginster ab Mitte Mai. „Ganz einmalig war das in diesem Jahr“, sagt Klaus Günther. Ginge es nach ihm, führt künftig ein zweiter touristischer Weg durch die Heide. Allerdings müssen bis dahin noch einige offene Fragen geklärt werden.

Im Auftrag der Stadt Rheinsberg hatte Günther gemeinsam mit einem Mitstreiter eine Machbarkeitsstudie zu einem möglichen Rundweg nördlich der Prinzenstadt erstellt. In der vergangenen Woche präsentierte er die Studie im Ortsbeirat von Flecken Zechlin.

Günthers Entwurf sieht einen etwa acht Kilometer langen Rundweg westlich von Neu Lutterow vor. „Das wäre dann eine schöne Vormittags- oder Nachmittagswanderung“, sagt er. Zwei Anfahrtswege – über Dorf Zechlin oder Neu Lutterow – kann Günther sich vorstellen. Wer auf eine Anfahrt mit dem Auto verzichten möchte, „könnte mit dem Fahrrad von Rheinsberg kommen“.

Die Autoren der Machbarkeitsstudie gehen davon aus, dass der Rundweg etwa 150 000 Euro kosten wird. Günther hofft auf Finanzhilfen vom Land oder der EU. Zehn, vielleicht sogar 30 Prozent, dieser Summe müsste die Stadt Rheinsberg an Eigenmitteln aufbringen.

Günther, Mitglied im Ortsbeirat von Flecken Zechlin und Mitstreiter von Pro Heide, wünscht sich naturnahe Wanderwege. „Wir wollen auf gar keinen Fall Asphalt“, sagt er. „Die Eingriffe in die Natur müssen möglichst gering sein.“ Am Ausgangspunkt für die Tour sollen Parkplätze und auch eine Aussichtsplattform entstehen. Das Gelände dort sei leicht erhöht, so Günther – ideal für einen weiten Blick über die Heide.

Seit dem vergangenen Jahr bieten die Sielmann-Stiftung und örtliche Kutschunternehmen Kremserfahrten im Süden der Heide an. Einen zweiten touristisch nutzbaren Weg durch die Heide hält Günther durchaus für möglich. „Die Heide ist groß.“ Etwa 500 000 Übernachtungen weist die Besucherstatistik von Rheinsberg jährlich aus. Mit dem neuen Wanderweg bleiben die Gäste einen Tag länger, hofft Günther.

Rainer Entrup von der für die Kyritz-Ruppiner Heide zuständigen Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) hält den Wanderweg grundsätzlich für möglich. Denkbar wäre, dass Wanderer für einen Teil der Route einen Weg nutzen, der von der Bima schon auf Kampfmittel untersucht wurde. Allerdings gehört der Weg an der Grenze zum Schießplatz bislang zum Sperrgebiet – er darf trotz Munitionssuche nicht betreten werden. Der Landkreis, so Entrup, müsste den Weg erst aus der Sperrgebietsverordnung nehmen und die Sperrgebietsschilder versetzen.

Offen ist auch, wer den Weg künftig unterhält und die Verantwortung für die Sicherheit übernimmt. Nach Einschätzung Entrups kommen die Stadt Rheinsberg oder ein Verein als mögliche Träger in Frage.

Von Frauke Herweg

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