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Ostprignitz-Ruppin Ein Kartoffelwettstreit der besonderen Sorte
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ein Kartoffelwettstreit der besonderen Sorte
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00:30 29.03.2018
Bei der ungewöhnlichen Sorte, die für den Anbauwettbewerb in Tornow zugelassen ist, handelt es sich um die „Kartoffel des Jahres 2018“. Quelle: dpa
Tornow

In Tornow - neben Emilienhof, Tramnitz, Kantow, Läsikow und Blankenberg einer von den kleineren Ortsteilen der Großgemeinde Wusterhausen – gibt’s demnächst was geschenkt. Kartoffeln. Wenn am Gründonnerstag dieser Woche um 18 Uhr das traditionelle Osterfeuer entzündet wird, ist natürlich für Essen und Getränke gesorgt. Gegen Bares. Die Erdäpfel bekommt man umsonst. Und zwar zehn, genau abgezählt.

Jeder Tornower kann beim Anbauwettbewerb mitmachen

Sinn der Aktion, die auch andere Dörfer zum Nachmachen animieren könnte: Ortsvorsteher Uwe Tackmann und die „Aktivgruppe“, das ist sein Beirat, haben sich kürzlich darauf verständigt, einen Kartoffel-Anbauwettbewerb zu starten. Mitmachen kann jedermann aus dem Ort.

Die Kartoffeln also sollen sich vermehren. Doch es sind nicht irgendwelche. Das Pflanzgut besteht aus der Sorte „Rote Emmalie“ , auch „Rote Emma“ genannt. Es ist die „Kartoffel des Jahres 2018“, gezüchtet vom Landwirt Karsten Ellenberg aus Barum im niedersächsischen Landkreis Uelzen.

Sorte ideal für Salate, Pürees oder als Pellkartoffel

„Sie schmeckt würzig und hat eine ausgesprochen feine Konsistenz“, lobt Wilfried Stegmann die Knolle. Er ist Sprecher des Arbeitskreises, der die Auszeichnung seit 2006 vergibt. Die als „vorwiegend festkochend“ typisierte Frucht „blüht hellviolett mittelfrüh an 130 bis 150 Reifetagen“, heißt es.

Kenner schätzen die Emmalie als geeignete Grundlage für Salat- und Püreegerichte sowie auch als Pellkartoffel. Dass die „Emma“ durch und durch rötlich ist von der glatten Schale bis hin zum Fruchtfleisch, das sei bei Auswahl für den Pflanzwettbewerb in Tornow „völlig unerheblich“ gewesen, versichert Uwe Tackmann.

Ortsvorsteher stieß nur zufällig auf die „Kartoffel des Jahres“

Tackmann, bekannt auch als Vorsitzender der Fraktion Die Linke/Bürgerbündnis in der Gemeindevertretung Wusterhausen, erklärt: „Mir spukte die Idee schon eine ganze Weile im Kopf herum, egal, ob mit weißem, gelbem oder andersfarbigem Pflanzgut. Beim Stöbern im Internet stieß ich aber auf die ‚Kartoffel des Jahres’ , eine Steilvorlage für den Wettbewerb.“

Der Ortsvorsteher hat nun in einem Infobrief, den er je nach Bedarf drei- bis viermal im Jahr an die Tornower Haushalte verschickt, die Modalitäten für diesen Wettstreit mit der länglichen wachsenden „Emma“ verschickt. Demnach dürfen nur die zehn demnächst ausgehändigten Exemplare in den Boden gebracht werden.

Am Ende gibt es zwei Gewinnchancen. Zum einen siegt, wer das schwerste Einzelexemplar erntete, zum anderen jener, der das Pfund Kartoffeln mit der höchsten Anzahl von Knollen vorweist. Diese aber sollen jeweils mindestens drei Zentimeter lang sein.

Den entsprechenden Rahmen, die Ergebnisse der Aktion zu würdigen, hat man in dem Dorf auch schon gefunden: In Tornow wird es am 22. September erstmals ein Kartoffelfest geben – mitsamt der Siegerehrung.

Von Wolfgang Hörmann

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