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Ostprignitz-Ruppin Bundespfadfinderlager endet am Sonnabend
Lokales Ostprignitz-Ruppin Bundespfadfinderlager endet am Sonnabend
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17:47 04.08.2017
Alles ist schon zusammengepackt, gekocht wird unter freiem Himmel. Das übernimmt Maximilian vom Stamm Vaganten aus Schwalbach in Hessen. Quelle: Peter Geisler
Großzerlang

„Hier gibt’ s den letzten Bundeslager-Kaffee“, ruft eine blonde Frau über den Platz, auf dem am Freitagnachmittag Aufbruchsstimmung herrscht: Das elfte Bundeslager (BuLa) der Pfadfinder rund um das Gelände des Bundeszentrums in Großzerlang ist dabei, sich wieder aufzulösen.

Seit zehn Tagen sind hier 5189 Pfadfinder aus fast allen Bundesländern und Gäste aus insgesamt 20 Nationen vor Ort. „Es sind unter anderem Pfadfinder aus Polen, der Ukraine, Russland, Chile, Nepal, der Türkei, Südafrika und Ecuador dabei“, sagt Maria Venus von der Bundeslagerleitung. „Wir versuchen, Partnerschaften zwischen den Stämmen zu unterstützen und zu etablieren.“

Zehn Tage lang trafen sich rund 5000 Jugendliche aus Deutschland und zwanzig anderen Ländern der Welt zum Bundes-Pfadfinderlager in Großzerlang, nördlich von Rheinsberg. Sie erkundeten die Umgebung, organisierten Veranstaltungen, machten sich Gedanken über die Zukunft und genossen die Gemeinschaft des Lagers. An letzten Tag vor der Abreise kam die MAZ noch einmal zu Besuch.

Die 29-Jährige war schon bei vier Bundeslagern dabei, immer in einer anderen Funktion. „Jedes BuLa ist anders, und ich finde es total spannend, wie komplett unterschiedlich es sein kann.“ Die Berlinerin, die als Mitglied der Lagerleitung das „große Ganze“ überblickt und außerdem noch für die interne Kommunikation zuständig ist, schaut zufrieden auf die vergangenen Tage. „Mir hat besonders die große Präsenz der internationalen Gruppen gefallen“, sagt sie. „Ich hoffe, dass das nachwirkt und die Jugendlichen viele schöne Erfahrungen mit nach Hause nehmen.“

„Nach dem Bundeslager ist vor dem Bundeslager

Teamkollege Sebastian Köngeter, Bundesvorsitzender des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP), findet den Lagerplatz mit direktem Zugang zum See besonders toll, denn so habe man auch in der Planung von Aktivitäten ganz andere Möglichkeiten gehabt. Alle vier Jahre findet das Bundespfadfinderlager statt, und die Planung für 2021 steht schon in den Startlöchern. „Nach dem Bundeslager ist vor dem Bundeslager“, sagt Köngeter. Mehr als 500 Bundes- und Landesteamer haben in diesem Jahr das Camp unterstützt.

Aufbauend auf das Motto des BuLas 2013 stand in diesem Jahr alles unter dem Thema „Estonteco – Lebe den Kontinent“. „Estonteco“ entstammt der Sprache Esperanto und bedeutet „Zukunft“. „Zu diesem Thema haben wir darüber diskutiert, in was für einer Welt wir zukünftig leben wollen, wie wir sie gestalten wollen und wie mit unserem Kontinent und der Idee Europa umgegangen wird“, sagt Pia Conrady, Referentin ders BdP. In vielen verschiedenen Workshops, Arbeitsgemeinsachaften und Diskussionen haben sich die Teilnehmer mit diesen Fragen auseinandergesetzt.

„Unter Pfadfindern ist man sich nicht fremd“

„Alles, was wir machen, wird sich auf unsere Zukunft auswirken, die Gletscher schmelzen, das Klima erwärmt sich, Plastik verdreckt die Ozeane“, sagt die 13-jährige Emilia Klose, die mit ihrem Stamm Artus aus Kassel nach Großzerlang gekommen ist. „Jetzt ist der Zeitpunkt, wo wir uns Gedanken machen und handeln müssen.“ Sie hat an einem Workshop teilgenommen, der sich mit Wasserverbrauch und Wasservorkommen auf der Erde beschäftigt hat.

Seit sieben Jahren wurde sie Pfadfinderin, ist aber das erste Mal beim BuLa dabei. „Es ist wirklich groß, aber unter Pfadfindern ist man sich nicht fremd und man kommt schnell ins Gespräch.“ Mit einem Stamm aus Ecuador wohnten sie in einem Unterlager. „Wir haben zusammen Essen gekocht, neue Spiele von ihnen gelernt und ihnen deutsche Sätze beigebracht“, sagt Emilia. Einige haben untereinander auch Halstücher und Knoten ausgetauscht. Ein internationaler Abend gefiel ihr und ihren Pfadfinder-Freundinnen besonders gut : „Die Ecuadorianer haben einen Tanz vorgeführt.“ Das Pfadfinderleben gefällt den Mädchen sehr. „Man erlebt so viel, ist immer unterwegs mit Freunden und verändert die Sicht auf Dinge, die man vorher ganz anders gesehen hat.“

Von Christina Koormann

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