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Achtung, gefährliche Blumenkübel in Rheinsberg!

Bürgermeister spricht Klartext Achtung, gefährliche Blumenkübel in Rheinsberg!

Ein Blumenkübel vor dem Haus: Tradition seit Jahrzehnten in so manchem Rheinsberger Haus. Doch vermehrt gab es zuletzt in der Prinzenstadt Streit um das Aufstellen von Topfpflanzen auf den Gehwegen der Innenstadt. Eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit, meint das Ordnungsamt. Doch nun kam auch der Bürgermeister ins Spiel.

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Blumen und Blumenkübel verschönern das Stadtbild von Rheinsberg.

Quelle: Celina Aniol

Rheinsberg. Kann die Mutter mit ihrem Kinderwagen auf dem Gehweg fahren, ohne einen Hindernislauf hinlegen zu müssen? Kann der Autofahrer die Tür seines eingeparkten Wagens gut aufmachen und aussteigen, ohne sich zu verrenken? Kommt der Passant, ohne zu stolpern, geradewegs an sein Ziel? Wenn alle diese Fragen mit Ja beantwortet werden, dann dürfen Blumenkübel auf dem Bürgersteig in Rheinsberg stehen bleiben. Dieses klare Statement gibt jetzt Bürgermeister Jan-Pieter Rau.

Vermehrt gab es zuletzt in der Prinzenstadt Streit um das Aufstellen von Topfpflanzen auf den Gehwegen der Innenstadt. So wollte das Ordnungsamt die blühenden Blumen von Karsten Bühner auf dem Bürgersteig in der Karl-Tucholsky-Straße verbieten, weil sie angeblich eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen. Dass Bühner das schon seit 20 Jahren so praktiziert, war kein Argument. Auch Familie Hader in der Langen Straße musste auf Anordnung vom Amt ihre Pflanzen reinholen. Doch nun scheint es im Rathaus eine Kehrtwende zu geben.

„Natürlich kann man jeden Blumenkübel als eine Gefahrenquelle sehen“, sagt der Verwaltungschef. Er plädiere aber dafür, den umgekehrten Weg zu gehen – und hat diese Anweisung nun auch an seine Mitarbeiter durchgegeben: Da wo die Sicherheit nicht akut gefährdet wird, dürfen die Blumen bleiben. „Juristisch kann man eine andere Auffassung haben“, räumt Rau ein. „Wenn man aber so streng rangehen würde, müsste man alle Blumenkübel entfernen – und das kann nicht im Sinne des Erfinders sein.“ Denn die Pflanzen verschönern nun einmal die Stadt. Und auch die Kommune selbst hat Pflanzengefäße aufstellen lassen. Wenn diese stehen bleiben sollen, dann müsse man auch anderen Blumenliebhabern entgegenkommen. Schließlich könne die Stadt schlecht an das Problem mit zweierlei Maß herangehen.

Von Celina Aniol

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