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Ostprignitz-Ruppin Aufwändig geschmückte Boote bei Korsofahrt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Aufwändig geschmückte Boote bei Korsofahrt
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16:25 06.08.2017
Mit viel Liebe zum Detail: Das Team des „Schwimmenden Klassenzimmers“ hatte im Internet nach historischen Schulbänken gesucht.
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Alt Ruppin

Die „Treskow Piraten“ lassen es mächtig krachen. Noch bevor sich die Boote zum Korso auf dem Rhin zusammenfinden, jagt der Trupp Feuerwerk in Rot, Weiß, Grün über den See. Aus ihrer Kanone knallt und raucht es.

Es war bereits die 96. Ausgabe der Alt Ruppiner Korsofahrt, doch den Reiz hat sie über alle Jahre nicht verloren. Mit viel Fantasie haben die Ruppiner wieder die Ufer geschmückt und Themenboote dekoriert, do dass der Bootskorso auch in diesem Jahr zu einem farbenfrohen Spektakel geriet.

Oben der Vollmond, unten die erleuchteten Boote: Alt Ruppiner und ihre Gäste haben am späten Samstagabend auf fantasievoll geschmückten schwimmenden Plattformen und Kanus die 96. Korsofahrt auf dem Rhin gefeiert. Teilnehmer der Korsofahrt verwandelten ihre Kanus in ein blinkendes Raumschiff oder einen weißschimmernden „Eis-Bär-G“ mit Möwen und Seehunden im Gefolge. Erich Honecker floh auf dem Boot nach Chile. Und Luther verkündete seine 95 Thesen auf dem Wasser.

Wie in früheren Jahren auch hatte Alt Ruppins Freiwillige Feuerwehr ein besonders aufwändiges schwimmendes Bild geschmückt. Die Brandschützer tanzten auf der „Loveparade am Rhin“ – mit großem, roten Doppeldeckerbus und einer Siegessäule mit Goldelse.

Aufwändige Deko im schwimmenden Klassenzimmer

Ebenfalls aufwändig und groß: „Das schwimmende Klassenzimmer“ von „Erich Korso“. Die Vorjahressieger, die zuletzt die Jury als „Götter des Olymp“ beeindruckt hatten, erschienen in diesem Jahr in einer historischen Schulszene. Dafür hat die Gruppe ehemaliger Alt Ruppiner, die heute in Mainz, Hamburg und Berlin leben und die jedes Jahr zur Korsofahrt zurück in die Heimat kommen, alte Schulbänke im Internet bestellt. Mal spielen sie verschiedene Schulszenen nach, mal tanzen Lehrer und Schüler zu schnellen Beats. Mit ihrer Darstellung beeindruckten sie die Jury so, dass sie sich auch in diesem Jahr wieder einen ersten Platz erkämpfen konnten.

Wieder ein Lichtspektakel: der Sommerkarneval auf dem Rhin. Quelle: Peter Geisler

Mit Einfallsreichtum, besonders lebendigen Bildern, aber auch gutem Licht konnten die Korsofahrt-Teilnehmer bei den Juroren punkten. Eine Jury bewertete die Boote, eine andere die festlich geschmückten Ufergrundstücke. Besonders erfolgreich sind die Teams, die ihr Bild gut ausleuchten. „In der Dunkelheit muss jedes Detail zu erkennen sein“, sagt Marion Duschek vom organisierenden Verein. Entscheidend ist dabei nicht die Größe der Boote. Auf dem zweiten Platz landete in diesem Jahr ein kleines Kanu, das mit sehr viel Liebe zum Detail als „a-Rhin-elle“ geschmückt war.

Die Jurymitglieder wissen sehr genau, wie viel Arbeit in der Kostümparade steckt. Mitunter haben sie selbst viele Jahre an dem Sommerkarneval teilgenommen. „Die ganze Zeit zu tanzen, Stimmung zu machen – das ist anstrengend“, sagt eine ehemalige Teilnehmerin. Viele der Gruppen beginnen bereits Wochen vorher, an ihren Schaubildern zu arbeiten. Die Arbeit verbindet Freunde und Familien. Im Luther-Boot sitzen drei Generationen an Bord.

Bauernhoftiere tanzen zu treibenden Beats

Auch einige Ufer sind wirklich aufwändig inszeniert – zumindest auf einer Seite des Rhins. Mächtig Stimmung macht etwa „Tierisch gut drauf“ – Bauernhoftiere, die auf zwei Etagen zu treibenden Beats tanzen. Die „Weihnachtswerkstatt“, die auf dem Nachbargrundstück an Geschenken werkelt, ist nicht weniger opulent ausstaffiert. Die Weihnachtsmänner wiegen sich gemächlich – ganz wie man es von Weihnachtsmännern erwartet.

„Wir sind sehr zufrieden“, sagt Marion Duschek. Im vergangenen Jahr seien weniger Boote so aufwändig geschmückt gewesen wie in diesem Jahr. „Da waren richtig tolle Ideen dabei – etliche Teilnehmer überlegen jetzt schon, was sie im kommenden Jahr machen.“

Die Ergebnisse der Jury-Wertung

Bei den Booten belegte diesmal „Das schwimmende Klassenzimmer“ (Team Bertge, Thiedemann, Bernhardt, Rath, Jakob, Schultz, 99 Punkte) den ersten Platz. „a-Rhin-elle“ (Familie Kreideweiß, 92 Punkte) kam auf Platz zwei und die „Loveparade am Rhin“ (Freiwillige Feuerwehr Alt Ruppin, 91 Punkte) auf Platz drei.

Bei den geschmückten Ufern siegte die „Weihnachtswerkstatt“ (Familie Koall, 98 Punkte). „Tierisch gut drauf“ (Familie Eberlein, 86 Punkte) belegte Platz zwei und „Haialarm“ (Familie Missal, 77 Punkte) Platz drei.

Von Frauke Herweg

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