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Ostprignitz-Ruppin Kreide-Posse schlägt hohe Wellen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kreide-Posse schlägt hohe Wellen
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09:13 18.05.2016
Mit Kreide hat eine 7-Jährige drei Parkplätze auf eine Spielstraße gemalt – aus Sicht der Bürokratie ein Verstoß gegen die Stadtordnung. Quelle: Andreas Vogel
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Neuruppin

Dieses Thema sorgt für Furore in den sozialen Netzwerken. Nachdem ein Kind auf einer Neuruppiner Spielstraße mit farbiger Kreide drei Parkplätze gemalt hat, stellte die Neuruppiner Stadtverwaltung ein Bußgeldverfahren aus. Laut Stadtordnung sei das Bemalen, Besprühen und Verunreinigen von Straßen verboten. „Lächerlich“, „absolut affig“ und „die Stadt sollte sich schämen“, kommentierten viele Facebook-Nutzer.

Jetzt den Hintergrund lesen: Kind malt mit Kreide – Eltern sollen zahlen>>

Was der Regen einfach wegspülen kann, darum sollte sich die Neuruppiner Stadtverwaltung nicht scheren. Das ist der Grundtenor der mehr als 70 Kommentare zu diesem Thema in den sozialen Netzen. Die Neuruppiner Stadtverwaltung kommt dabei nicht gut weg. Zudem wurde der Beitrag auf Facebook knapp 150 Mal geteilt.

„Stadtverwaltung ist zu streng“

Eine Frage, die offenbar viele beschäftigt: Welcher Nachbar hat den „Kreide-Skandal“ in der Umberto-Nobile-Straße gemeldet? Dass Kinder auf eine Spielstraße malen, ist kein Beinbruch, findet Veronika Baer. Daher besteht auch kein Handlungsbedarf seitens der Stadt. Wie viele andere Facebook-Nutzer fragt sie sich, ob die Verwaltung nichts anderes zu tun hat. Janette Weiß findet, dass die Stadt in dieser Angelegenheit die falsche Priorität gesetzt hat. Immerhin seien Spielstraßen doch zum Spielen da. Sebastian Christopher Blache bezeichnet diesen Vorfall als „Armutszeugnis seitens der Neuruppiner Verwaltung“.

Facebook-Nutzer schlagen einen Kreide-Flashmob vor

„Wie schrecklich, grau und trostlos diese heutige Welt für Kinder sein muss“, schreibt Anne Schadewald dazu. Das Kind habe schließlich nur die Parkfläche mit farbiger Kreide auf die Steine gemalt, weil es sich so auf den Besuch über die Feiertage gefreut hatte. Christian Molitor schlägt vor, mit einem Flashmob auf den Vorfall zu reagieren: „Hallo Neuruppiner, bitte einmal Flashmob Bunte Straßen ... Zeigt Farbe. Fotos machen und per E-Mail ins Rathaus“, schreibt er und findet Anklang. Carsten Segieth antwortete: „Gebt Bescheid für den Flashmob ... es gibt sehr viele kreative kleine und große Kinder.“

Von MAZonline

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