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Ostprignitz-Ruppin Die Autobahnmeisterei bleibt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Die Autobahnmeisterei bleibt
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16:44 11.03.2018
Die A 10 und die A 24 von Dreieck Pankow bis Neuruppin haben jetzt private Betreiber. Für den Winterdienst ist vorerst aber noch der Landesbetrieb Straßenwesen mit seine Autobahnmeistereien zuständig. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin/Birkenwerder

Die Nachricht hat im Unternehmen am Donnerstag für große Aufregung gesorgt: Der Landesstraßenbetrieb wird die Autobahnmeisterei in Birkenwerder abwickeln?

Die Pressesprecherin des Landesbetriebs Straßenwesen, Cornelia Mitschka, hatte das auf MAZ-Nachfrage bestätigt. Doch anscheinend handelt es sich um einen Irrtum.

Jetzt rudert der Landesbetrieb zurück: Die Autobahnmeisterei wird doch nicht geschlossen. Obwohl private Investoren die Autobahnen A 10 und A 24 zwischen Dreieck Pankow und Neuruppin zum 1. März übernommen haben, behalten die Mitarbeiter des Landesbetriebs in Birkenwerder einige Aufgaben auf der Strecke und bekommen weitere an anderer Stelle hinzu, heißt es jetzt in einer schriftlichen Antwort.

Private Betreiber, der Betriebsdienst bleibt vorerst aber beim Land

Die private Havellandautobahn GmbH & Co. KG hat ab März lediglich den Umbau und Erhalt der Strecke übernommen, stellt Cornelia Mitschka jetzt klar.

Für den sogenannten Betriebsdienst und damit auch für den Winterdienst bleibe bis Ende August weiterhin des Landesbetrieb Straßenwesen mit seiner Autobahnmeisterei in Birkenwerder und den benachbarten Meistereien Bernau und Wittstock zuständig. Er erledigt diese Aufgabe auch nicht als Dienstleister für den privaten Investor, sondern wie bisher im Auftrag des Bundes.

Im Vertrag zur Übernahme der rund 70 Kilometer zwischen Dreieck Pankow und Neuruppin ist laut Landesstraßenbetrieb geregelt, dass die Havellandautobahn-Gesellschaft bis 1. September Zeit hat, eine eigene, private Autobahnmeisterei aufzubauen. Die soll nach MAZ-Informationen in der Nähe der Abfahrt Oberkrämer entstehen, wahrscheinlich bei Vehlefanz.

Meisterei in Birkenwerder behält auch künftig einige Aufgaben

Zurzeit hat die Autobahnmeisterei Birkenwerder 26 feste Mitarbeiter. Seitdem der Bund den Umbau der Autobahn in öffentlich-privater Partnerschaft (ÖPP) vorantreibt, wurden zusätzliche Mitarbeiter nur noch befristet bis 31. August 2018 eingestellt, so Mitschka.

Das Land arbeitet für den Bund

Die Autobahnen in Deutschland sind Eigentum des Bundes. Unterhalt und Pflege der Autobahnen übernehmen in der Regel die Bundesländer mit ihren Straßenbetrieben im Auftrag des Bundes. Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg hat zwölf Autobahnmeistereien eingerichtet.

Jede Autobahnmeisterei ist für einen eigenen Abschnitt zuständig. Der Bereich der Autobahnmeisterei Birkenwerder reichte bisher von der A 24 an der Abfahrt Neuruppin-Süd über das Dreieck Havelland bis zur Abfahrt Mühlenbeck an der A 10. Außerdem gehört die A 111 bis zur Grenze von Berlin dazu und der westliche Berliner Ring vom Dreieck Havelland bis Falkensee. Durch die privaten Betreiber für einen Teil der Strecke ändert sich jetzt aber etliches.

Für die Bundes- und Landesstraßen hat der Landesbetrieb gut 30 weitere Straßenmeistereien.

Für Umbauprojekte von besonders großer Bedeutung ist die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -baugesellschaft (Deges) zuständig, eine Tochterfirma des Bundes und der Bundesländer.

„Die Autobahnmeisterei Birkenwerder wird weiterhin zirka 20 Kilometer auf Bundesautobahnen betreuen“, sagt sie. Das gelte für die A 111 vom Dreieck Oranienburg bis zur Stadtgrenze von Berlin und für den westlichen Berliner Ring von Dreieck Havelland bis Falkensee.

Zwischen Neuruppin-Süd und Neuruppin ist für Winterdienst und ähnliche Arbeiten bisher die Autobahnmeisterei Wittstock zuständig. Diesen Abschnitt betreut ab 1. September ebenfalls die private Havellandautobahn-Gesellschaft. Ebenso den Teil der A 10 zwischen Mühlenbeck und Dreieck Pankow, der bisher zum Aufgabenbereich der Autobahnmeisterei Bernau gehört.

Von Reyk Grunow

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