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Ostprignitz-Ruppin Ausbau A 24: An diesem Abschnitt stockt es bereits
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ausbau A 24: An diesem Abschnitt stockt es bereits
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10:11 26.09.2018
An der Abfahrt Neuruppin bei Dabergotz laufen die Vorbereitungen für den Bau einer neuen Brücke über die Autobahn. Quelle: Reyk Grunow
Neuruppin

Erst vor wenigen Monaten haben die Arbeiten für den vier Jahre dauernden Ausbau der Autobahn A 24 begonnen und schon hinken die Baufirmen dem anfangs gesetzten Zeitplan leicht hinterher. Offiziell will Investorensprecher Steffen Schütz von Verzögerungen nicht sprechen. Aber auch er räumt ein, dass nicht alles so verläuft, wie anfangs geplant.

Im Juli hatten die Firmen begonnen, die rund 30 Kilometer zwischen Neuruppin und dem Dreieck Havelland umzubauen. Bis 2022 soll die gesamte Fahrbahn in mehreren Abschnitten abgerissen und völlig neu angelegt werden.

Zwei Monate Vorbereitung, dann kommt der Abriss

Planierraupen und Bulldozer sind derzeit dabei, entlang der bisherigen Fahrbahn in Richtung Hamburg einen breiten Graben zu ziehen. Der ist nötig, um die Fahrbahn auf dieser Seite etwas verbreitern zu können. Wenn das geschafft ist, sollen alle vier Spuren – zwei Richtung Hamburg, zwei Richtung Berlin – auf diese Hälfte der Autobahn verlegt werden. Dann kann die andere Hälfte abgerissen und neu gebaut werden.

Auf rund zwei Monate hatte Ermin Meyer, der Leiter Bau der privaten Autobahngesellschaft, die Zeit für die vorbereitenden Arbeiten geschätzt. Im September sollte die Fahrbahnverbreiterung auf der gesamten Strecke soweit sein, dass alle Fahrzeuge auf eine Fahrbahnseite umgeleitet werden können, damit auf der anderen Baufreiheit herrscht. „Wir mussten das aber auf Oktober verschieben“, sagt Steffen Schütz. Wann genau die Überleitung erfolgt, sei aber noch unklar.

Noch fehlt die Genehmigung

Um tatsächlich eine Fahrbahnhälfte für Abriss und Neubau sperren zu können, brauchten die Unternehmen die Erlaubnis der Straßenverkehrsbehörde. „Die Genehmigung ist beantragt, liegt aber noch nicht vor“, sagt Schütz.

Allerdings sind die Baufirmen offensichtlich noch längst nicht überall mit der Verbreiterung fertig. Zwischen Neuruppin und Neuruppin Süd arbeiten sich die schweren Baumaschinen noch neben der Autobahn durch die Erde.

Neuer Betriebshof mit 14 Mitarbeitern

Vor wenigen Tagen hatte die private Havellandautobahn-Gesellschaft auch die letzte Aufgabe vom Landesstraßenbetrieb übernommen. Jetzt ist sie mit einer eigenen privaten Autobahnmeisterei auch für den sogenannten Betriebsdienst zuständig – für Wartung, Reparatur, Reinigung, Winterdienst und alles, was damit im Zusammenhang steht. 14 Mitarbeiter wurden dafür eingestellt und ganz neue Technik angeschafft. Bis Ende des Jahres soll ein eigener Betriebshof in Vehlefanz (Oberhavel) entstehen.

Neue Brücke entsteht bei Dabergotz

An der Abfahrt Neuruppin gehen derweil die Vorbereitungen für den Bau einer neuen Brücke über die A 24 weiter. Auf der einen Seite der Autobahn wurde bereits eine große Rampe aus Kies aufgeschüttet. Jetzt sind Radlader dabei, dasselbe auch auf der anderen Fahrbahnseite zu tun.

Die neue Brücke soll neben der alten gebaut werden. Autofahrer auf der B 167 würden davon kaum behindert, versprochen die Baufirmen. Erst wenn die neue fertig ist, wird der Verkehr dorthin umgeleitet und die alte Überführung schließlich abgerissen.

Von Reyk Grunow

Die privaten Investoren für den Ausbau der A 24 haben jetzt auch eine eigene Autobahnmeisterei. Die Arbeiten an der Fahrbahn gehen inzwischen voran – wenn auch nicht überall so schnell, wie gehofft.

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