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Platz für mehr kleine Fische

Hoffbauerstiftung möchte Kita bauen Platz für mehr kleine Fische

Die Hoffbauer-Stiftung in Potsdam betreibt seit sieben Jahren die evangelische Kita „Kleine Fische“ in Oranienburg. Nun möchte der Träger seinen ursprünglichen „Traum“ vom eigenen Haus umsetzen. Die Chancen, dass die Stadtverordneten dem zustimmen, stehen gut. Die Stadt braucht dringend neue Kita-Plätze.

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„Kleine Fische“ gestern Nachmittag beim Spielen.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Die Hoffbauer-Stiftung möchte in Oranienburg eine neue Kita mit bis zu 150 Plätzen für Mädchen und Jungen im Vorschulalter bauen. Geplant ist das Gebäude auf dem städtischen Areal an der Havel zwischen August-Wilhelm-Steg und Tierfuttermarkt „Fressnapf“ in der Verlängerung an der Rungestraße. Der Antrag der Stiftung und des Vorstandsvorsitzenden Frank Hohn liege vor, bestätigt Anke Michelczak, Amtsleiterin für Bildung, Soziales, Schulen und Kitas. Doch noch steht das Votum der Politik aus. Der Beschlussantrag, die Plätze einer neuen Kita in den Bedarfsplan der Stadt aufzunehmen, geht jetzt in die Fachausschüsse und wird am 9. Mai von den Stadtverordneten entschieden.

Doch die Chancen auf grünes Licht dürften gut stehen: Bereits seit 2009 betreibt die Hoffbauerstiftung die evangelische Kita „Kleine Fische“ in der Innsbrucker Straße 19 in Oranienburg. Dort werden derzeit 40 Kinder umsorgt. „Das war von Anfang an eine Zwischenlösung, Hoffbauer wollte selbst bauen“, erinnert Amtsleiterin Michelczak. Und Hoffbauer wollte zudem Klasse für Klasse eine Grundschule aufbauen. Das scheiterte am Widerstand des Landes, das den privaten Träger nicht fördern wollte.

Vor dem Hintergrund steigender Geburtenzahlen, des verstärkten Zuzugs nach Oranienburg, angesichts vieler Flüchtlingsfamilien und dem deshalb prognostizierten Mangel an Kita-Plätzen in naher Zukunft in Lehnitz, Sachsenhausen, aber vor allem auch in der Innenstadt, „haben wir Kontakt zu Hoffbauer aufgenommen, um den alten Plan neu zu besprechen“, so Anke Michelczak. Bei der Grundstückssuche hat die Stadt Hoffbauer unterstützt.

Zudem würden mit einem Neubau zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Auch die Kita „Butzelhausen“, getragen von einem gleichnamigen Verein, im Obergeschoss des Gebäudes Innsbrucker 19 könnten profitieren. „Sie könnte nach dem Auszug der kleinen Fische das gesamte Haus übernehmen, von 40 auf 80 Plätze aufstocken. Das Interesse ist gegeben,“ so Michelczak. Und künftig könnte die Kita dann auch Kinder im Krippenalter unter zwei Jahren aufnehmen, was bisher wegen dem Fehlen ebenerdige Räume nicht möglich ist.

Den jährlichen Zuschussbedarf für Personal- und Bewirtschaftungskosten beziffert die Stadt bei der Kita „Kleine Fische“ derzeit mit 185 000 Euro. Er würde beim Neubau für 150 Kinder auf 772 000 Euro anwachsen. Der aktuelle Zuschussbedarf für „Butzelhausen“ liegt bei 210 000 Euro und nach der Erweiterung bei 525 000 Euro.

Ab dem Jahr 2018/19 sollen zusätzlichen 110 Plätze der Kita „Kleine Fische“ dann in den aktuellen Kita-Bedarfsplan der Stadt aufgenommen werden.

Von Heike Bergt

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