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Lokales Plaudern über Kunst
Lokales Plaudern über Kunst
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00:17 13.04.2017
Arne Kalkbrenner und Kerstin Rößner im Gespräch in Rangsdorf. Quelle: Gudrun Ott
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Rangsdorf

In der Galerie Kunstflügel im Gedok Haus in Rangsdorf haben sich am Wochenende die Malerin Bettina Mundry und der Bildhauer Arne Kalkbrenner den Fragen der Besucher gestellt. Die kamen aus Rangsdorf, Stahnsdorf, Berlin, Zossen, Potsdam und Jüterbog.

„Sie sind uns keine Unbekannte. Sie haben in Stahnsdorf und auch schon mal in Berlin ausgestellt“, mit diesen Worten begrüßten Marina Mertins und Clemens Wudel die Malerin.

Bettina Mundry malt in kräftigen Farben. Ihre Bilder haben etwas Suggestives. Da ist das Bild „Sichtweise ändern“, das die Galeriebesucher unmittelbar am Eingang verweilen lässt. Eine Frau und ein Mädchen halten Augäpfel in den Händen. Die Künstlerin hat es vor zwei Jahren gemalt. Die Idee dazu kam ihr, als die Enkelin einen Tennisball anpinselte. Ein Selbstbildnis ist „Kiste X“. Hier steckt die Malerin tief in einer Kiste und reckt dem Betrachter ihre Arme entgegen. Rette mich, bedeutet das, meinten Besucher, andere sahen darin den Wunsch, aufgefangen zu werden. Immer lassen die Bilder von Bettina Mundry mehrere Möglichkeiten der Interpretation zu.

Themen zu Europa

Sie erzählte von ihrem künstlerischen Weg, der für die Enkelin und Urenkelin der Maler Ernst Kandler und Paul Weihold vorgezeichnet war. In ihrem Kopf hat sie Bilder, mit denen sie aufgewachsen ist und die nun in der Weite und Stille der uckermärkischen Natur aus ihr heraus auf die Leinwand drängen.

„Wir wollen Kunst gucken“, sagte Karin Maas und überreichte Blümchen. Die Berlinerin hatte die Malerin bei einer anderen Ausstellung in der Rangsdorfer Galerie kennengelernt und Grafiken von ihr gekauft. Kerstin Rößner, eine Besucherin aus Berlin-Wandlitz, suchte das Gespräch mit Arne Kalkbrenner, dessen eindringliche Themen zu Europa sie faszinierten. Der Bildhauer zeigt seine Arbeiten erstmals im Kunstflügel. Da gibt es die völlig verfettete Friedenstaube, denn, „wir sind uns dieses Friedens nicht bewusst“, so Kalkbrenner. Eine mit Schokoladen-Weihnachtspapier beklebte Maschinenpistole, Standardwaffe der Grenzpolizei, deutet auf unser Beschütztsein. „Unser Wohlstand wird an der Grenze verteidigt“, der 40-Jährige vertritt nicht nur mit seiner Kunst, er vertrat auch in den Gesprächen seinen politischen Standpunkt. „Ich bin Europäer, bin Erdenbewohner. Und als Erdenbewohner sind wir alle gleich.“ Über eine gestaltete Fake Rettungsweste, der man ansieht, sie kann niemals Leben retten, sagten Galeriebesucher: „Da wird jemand, dem die zugeworfen wird, verarscht.“ Arne Kalkbrenner beschäftigt sich seit 13 Jahren bildhauerisch mit großer Lust am Gestalten. „Ich will ausdrücken, was in mir ist und irgendwann etwas hinterlassen.“

Der Rangsdorfer Clemens Wudel bedauerte mit Blick auf die Besucher: „Die Galerie ist von den Rangsdorfern noch nicht so angenommen, wie ich mir das wünsche.“ Er schlug eine Art Galerie-Cafe vor, das eine tagtägliche Begegnung mit Kunst und Künstlern ermöglicht.

Die Ausstellung mit den Werken von Bettina Mundry und Arne Kalkbrenner ist bis zum 7. Mai zu sehen.

Von Gudrun Ott

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