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Polizei Ausnahmezustand auf der A10
Lokales Polizei Ausnahmezustand auf der A10
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10:41 27.02.2018
Quer über alle Fahrbahnen der A 10 auf dem nördlichen Berliner Ring in Fahrtrichtung Pankow vor Oberkrämer kippte Sonnabendvormittag eine Sattelzugmaschine um. Quelle: Julian Stähle
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Oberkrämer

Am Sonntagvormittag rollte der Verkehr auf dem nördlichen Berliner Ring wieder ohne Probleme. Nur die etwa vier Meter breite Stelle, wo die Mittelleitplanke zertrennt wurde, ließ in Ansätzen erahnen, was sich einen Tag zuvor an dieser Stelle abgespielt hatte. Ein schwerer Verkehrsunfall mit einem Sattelschlepper sorgte am Sonnabend auf der A 10 für einen Ausnahmezustand. Bis zum späten Abend liefen die Aufräumarbeiten, der Megastau baute sich nur langsam ab.

Unfallursache ist nach wie vor ungeklärt

Zwischen dem Dreieck Havelland und der Anschlussstelle Oberkrämer in Fahrtrichtung Pankow war gegen 9.37 Uhr eine Sattelzugmaschine – beladen mit rund 20 Tonnen Werbeprospekten – aus noch ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Nachdem der 34-jährige Fahrer mit der rechten Fahrzeugseite in den Böschungsgraben geraten war, versuchte er sein Fahrzeug nach links zurück auf die Fahrbahn zu lenken. Dabei fuhr er gegen die dort provisorisch errichtete Betonschutzmauer innerhalb einer Baustelle, stieß mit dem Frontbereich gegen die Mittelschutzplanke und kam schließlich auf der Seite quer über die Fahrbahn liegend zum Stillstand. Durch umher fliegende Trümmerteile wurde auf der Gegenfahrbahn ein Pkw Opel im Frontbereich getroffen und beschädigt. In Folge kam es durch den havarierten Lkw zu einer Vollsperrung der Richtungsfahrbahn, da das Fahrzeug beide Spuren der Autobahn blockierte. Der Fahrzeugführer wurde durch den Unfall schwer verletzt. Er musste zur stationären Behandlung ins Klinikum nach Neuruppin gebracht werden – aufgrund der gesperrten Fahrbahn mit dem Rettungswagen zurück durch die Rettungsgasse.

Feuerwehr muss zur Bergung Leitplanken zertrennen

An der Unfallstelle trafen Kameraden der Feuerwehr Kremmen als erste Rettungskräfte ein. Die Feuerwehr Oranienburg unterstützte die Wehr bei der Beseitigung ausgelaufenen Kraftstoffs auf der Fahrbahn. Bis etwa 13 Uhr hatte Kremmens stellvertretender Ortswehrführer Detlef Müller mit seinen 17 Einsatzkräften jede Menge zu tun. Damit der Lkw überhaupt geborgen werden konnte, „mussten wir die Leitplanken zertrennen“, berichtete Müller. Da sich der Unfall in einem Baustellenbereich ereignet hatte, galt es für die Kameraden zudem, die schweren Betonklötze der Absperrung zu verschieben. Gegen 13 Uhr begann die Bergung des Lkw durch einen Abschleppdienst.

Bei einem Unfall mit einem Lastwagen werden drei Menschen schwer verletzt. Die Sperrung der Autobahn führt zu kilometerlangen Rückstaus. Gaffer werden zum Problem für die Rettungskräfte. Der entstandene Sachschaden ist nach ersten Schätzungen sechsstellig.

Kilometerlanger Rückstau und Verkehrsbeeinträchtigungen

Infolge des Unfalls bildete sich ein mehrere Kilometer langer Rückstau auf der A 10, der am Nachmittag bis ins Havelland hineinreichte. Dort kam es gegen 13 Uhr zwischen Brieselang und Falkensee zu einem weiteren Unfall: Ein Lkw-Fahrer fuhr am Stauende auf mehrere Fahrzeuge auf. Dabei wurden sieben Personen verletzt, zwei davon schwer. Die Polizei versuchte unterdessen, nahe des Unfallbereichs bei Oberkrämer die Fahrzeuge entgegengesetzt der Fahrtrichtung auf der Autobahn zurückzuleiten. Auch die Feuerwehrleute aus Kremmen wären auf der Autobahn nicht wieder weggekommen. „Aber durch die zertrennten Leitplanken konnten wir uns praktisch einen eigenen Fluchtweg schaffen“, schilderte Detlef Müller. Neben der Vollsperrung in Richtung Pankow musste in Fahrtrichtung Hamburg auch der linke Fahrstreifen gesperrt werden. Im gesamten Autobahnbereich kam es zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen auf der Autobahn und den Umfahrungsstrecken.

Autobahn erst am späten Abend wieder komplett freigegeben

Ein vom Fahrzeughalter beauftragtes Abschleppunternehmen übernahm die Bergung des Lkw. Gegen 20.45 Uhr konnte der linke Fahrstreifen an der Unfallstelle in Fahrtrichtung Pankow wieder freigegeben werden, gegen 21.45 Uhr waren die Bergungsmaßnahmen sowie die Neueinrichtung der Baustelle abgeschlossen, so dass auch der rechte Fahrstreifen freigegeben wurde. Der entstandene Gesamtschaden beträgt nach ersten Schätzungen rund 100 000 Euro.

Von Andrea Kathert und Nadine Bieneck

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