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Polizei Bauer (60) hortet 110 Kilo Drogen im Keller
Lokales Polizei Bauer (60) hortet 110 Kilo Drogen im Keller
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09:50 26.02.2016
Diese Säcke voller Drogen haben die Fahnder in Werbig bei Bad Belzig sichergestellt. Quelle: Zollfahndung
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Werbig

Auf der Suche nach illegalen Zigaretten entdeckten Zivilfahnder und Zollbeamte ein gigantisches Drogenlager: 110 Kilogramm Drogen haben die Ermittler in der vergangenen Woche bei einem 60-jährigen Landwirt im Bad Belziger Ortsteil Werbig (Potsdam Mittelmark) sichergestellt. Zur Einordnung: Das ist mehr als Polizei und Zoll im gesamten Jahr 2014 in Brandenburg sichergestellt haben. Der Verkaufswert der Drogen beträgt rund 1,5 Millionen Euro.

Ermittlungen gegen Bauer wegen Zigarettenhandels

Den Fund haben sie einem Zufall zu verdanken. Laut einer Mitteilung des Zolls ist gegen den aus Holland stammenden Landwirt Rien V. wegen illegalen Zigarettenhandels ermittelt worden, außerdem soll der Mann seine Landmaschinen mit Heizöl statt mit Diesel betankt haben. Deswegen hatten die Fahnder vor neun Tagen, wie erst jetzt bekannt wurde, den Bauernhof des 60-Jährigen durchsucht. Am Donnerstag versandten Zoll und Staatsanwaltschaft Potsdam dazu eine Pressemitteilung.

„Ich habe in meinem Berufsleben schon viel gesehen, aber dieser Zufallsfund toppt alles“, sagte Thomas Graminsky, Pressesprecher des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg, der MAZ.

Auf diesem Hof sind vergangene Wochen die Drogen gefunden worden. Quelle: Thomas Wachs

Gigantisches Lager im Keller

Im Keller stießen sie dann hinter einer verschlossenen Tür auf das gigantische Drogenlager: 72 Kilogramm Marihuana, 15 Kilogramm Haschisch, 10 Kilogramm Amphetamine, 7 Kilogramm Kokain und 6 Kilogramm Ecstasy stellten die Fahnder sicher.

Hinter dieser Tür lagerten die Drogen. Quelle: Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg

Weitere Funde: 37.000 illegale Zigaretten, Waffen ohne Prüfsiegel

Auch wegen der ursprünglichen Ermittlungen konnten die Fahnder entsprechende Funde machen. So kam heraus, dass der Mann seine Maschinen ausnahmslos mit Heizöl betankt hatte. Außerdem stellte der Zoll 37.000 illegale Zigaretten fest. Zudem nahmen die Fahnder 30 Kilogramm illegale Böller, ein Luftdruckgewehr und eine Gaspistole mit. Beide Waffen hatten kein Prüfsiegel und gelten somit als scharfe Schusswaffe, deren unerlaubter Besitz strafbar ist.

Gegen den Landwirt wurde Haftbefehl erlassen. Der 60-jährige Rien V. sitzt in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen laufen weiter, bestätigte Staatsanwalt Nolte von der Potsdamer Staatsanwaltschaft.

Dies sei der erste Fall, in dem offenbar ein Heizöl-Missbrauch eines Landwirtes in Potsdam-Mittelmark aufgedeckt worden ist, sagte Gerald Herzog, stellvertretender Vorsitzender des Kreisbauernverbandes, am Donnerstag der MAZ. Landwirte würden am Jahresende eine Rückerstattung beantragen und in der Regel 21 Cent je Liter erstattet bekommen. „Ich kenne keinen Landwirt, der mit Heizöl fährt“, versicherte Herzog. Der geschnappte Bauer „ist einfach ein schwarzes Schaf“.

Im gut 15 Kilometer westlich der Kreisstadt Potsdam-Mittelmarks gelegenen Dorf haben die Bewohner wohl nichts mitbekommen von den Nebengeschäften des Holländers. Seine Anlage liegt gut einen Kilometer entfernt von der eigentlichen Ortslage an der Chaussee in Richtung Schmerwitz. Seit 2003 wuchs der Zucht- und Milchbetrieb dort stetig. Im Dorf ist der Betreiber als hilfsbereit bekannt. „Wann immer wir was haben, ist er zur Stelle und hilft mit Technik aus“, sagt Ortsvorsteherin Kerstin Zurek der MAZ. Ansonsten bringe sich der Landwirt eher selten ins Dorfleben ein. Auch vom groß angelegten Polizeieinsatz am Dienstag der vorigen Woche haben die meisten Dorfbewohner wenig mitbekommen.

Die Tankanlage auf dem Hof des Werbiger Landwirtes. Quelle: Zollfahndung

Von MAZonline

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