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Polizei Belüftungsprobleme: Polizei schließt weitere Schießhalle
Lokales Polizei Belüftungsprobleme: Polizei schließt weitere Schießhalle
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02:19 24.03.2018
Polizeischüler trainieren am Schießstand. Quelle: picture alliance / Rainer Jensen
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Potsdam

Die Brandenburger Polizei hat aus Sorge um die Gesundheit von Beamten eine weitere Schießanlage teilweise schließen lassen. Eine entsprechende Mitteilung des CDU-Innenexperten im Brandenburger Landtag, Björn Lakenmacher, bestätigte am späten Mittwochnachmittag Innenministeriumssprecher Ingo Decker.

In der Schießhalle („Raumschießanlage“) in Liebenberg (Oberhavel) seien bei einer Überprüfung aller Übungsorte „nicht normgerechte Strömungsgeschwindigkeiten und Rückströmungen“ in der Luftzufuhr festgestellt worden. Deshalb habe die fürs Schießtraining zuständige Fachhochschulde der Polizei entschieden, „im Interesse des Arbeits- und Gesundheitsschutzes der trainierenden Polizeibeamtinnen und -beamten bis auf Weiteres keine weiteren Schießtrainings auf dieser Schießbahn durchzuführen“. Bereits geplante Trainings würden auf andere Schießbahnen verlagert.

Erhöhte Schwermetallwerte im Körper

Bereits zuvor waren in Frankfurt (Oder) und Eberswalde (Barnim) ähnliche Anlagen wegen Problemen mit der Belüftung dicht gemacht worden. Laut CDU-Innenexperte Lakenmacher sind bei mehreren Schießtrainern erhöhte Schwermetallwerte im Körper festgestellt worden. In viel größerem Umfang hatte ein ähnliches Problem vor einiger Zeit die Berliner Polizei erschüttert.

Lakenmacher warf Innenminister Karl-Heinz Schröter vor, dieser „räume nur ein, was sowieso nicht mehr geheim gehalten werden kann“. In der letzten Sitzung des Innenausschusses habe der Minister versucht, „die bestehende Gefahr für Brandenburger Polizisten kleinzureden“, so Lakenmacher.

100-Meter-Bahn bleibt nutzbar

Die Anlage in Liebenberg – sie ist nur angemietet – ist dem Innenministerium zufolge nur teilweise gesperrt. Eine 100-Meter-Bahn bleibe nutzbar. In dem jetzt geschlossenen Teil haben bislang jene Beamten aus den Inspektionen den Umgang mit der neuen Maschinenpistole MP 7 geübt, die künftig als erste an kritischen Tatorten erscheinen sollen – also vor den Spezialkräften. Die Ausrüstung dieser Inspektions-Beamten mit leistungsstärkeren Waffen war als Schlussfolgerung aus den Terrorattacken in Paris beschlossen worden.

Das Training wird laut Sprecher Decker jetzt auf anderen Bahnen fortgesetzt. „Zusammen mit dem Betreiber der Anlage wird derzeit an einer technischen Lösung gearbeitet. Wir gehen derzeit davon aus, dass die Anlage relativ kurzfristig wieder zur Verfügung stehen wird“, so Decker.

Von Ulrich Wangemann

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