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Blutiger Streit auf Wochenmarkt: Angeklagter verurteilt

Berlin Blutiger Streit auf Wochenmarkt: Angeklagter verurteilt

Im März 2016 gab es einen blutigen Zwischenfall auf einem Berliner Wochenmarkt, bei dem zwei Verkäufer aneinander gerieten. Im Streit stoch einer der Männer mit dem Messer zu – jetzt wurde er zur Bewährung verurteilt.

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Quelle: dpa-Zentralbild

Berlin. Nach einem blutigen Streit unter Standbetreibern auf einem Wochenmarkt in Berlin-Neukölln ist ein 53-Jähriger zu einem Jahr und drei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Der Angeklagte habe den Geschädigten in einer Auseinandersetzung um den Verkauf eines Heißgetränks mit einem Messer attackiert, begründete das Amtsgericht Tiergarten am Dienstag.

Er habe sich der gefährlichen Körperverletzung schuldig gemacht. Dem derzeit arbeitslosen Mann wurde auferlegt, ein Schmerzensgeld in Höhe von 5.000 Euro an den 36 Jahre alten Geschädigten zu zahlen.

Täter spricht von Notwehr

Die Männer waren im März 2016 auf dem Wochenmarkt am Maybachufer in Streit geraten, weil der Angeklagte ohne Erlaubnis das orientalische Milchgetränk „Salep“ angeboten hatte. Dieses habe der Geschädigte bereits längere Zeit verkauft. Nach einer verbalen Auseinandersetzung habe der 53-Jährige dem Kontrahenten einen Faustschlag versetzt. Der 36-Jährige habe zur Abwehr eine Plastikflasche geworfen. „Danach stach der Angeklagte mit einem Messer zu, verletzte den Geschädigten durch einen Stich in den Bauch“, hieß es im Urteil.

Der Angeklagte hatte sich auf Notwehr berufen. Der 36-Jährige habe ihm vor dem Stich mit einer „Kopfnuss“ das Nasenbein gebrochen, sagte der damalige Tee-Verkäufer. Sein Fehler sei lediglich gewesen, dass er unzulässig das gleiche Produkt wie der 36-Jährige verkauft habe.

Das Gericht schloss sich im Wesentlichen dem Antrag des Staatsanwalts an. Der Verteidiger hatte Freispruch verlangt.

Von MAZonline/dpa

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