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Polizei Einbrecher rasen ins A10-Center Wildau
Lokales Polizei Einbrecher rasen ins A10-Center Wildau
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11:52 18.08.2014
Mit brachialer Gewalt drangen Einbrecher am Sonntag durch den gläsernen Ost-Eingang ins A10-Center in Wildau ein. Quelle: Gerlinde Irmscher
Wildau

Blitzeinbruch in Wildau. Mit roher Gewalt haben mehrere Täter Sonntagmorgen, kurz nach 5 Uhr, ein Schmuckgeschäft im A10-Center in Wildau überfallen. Sie durchbrachen mit zwei gestohlenen dunklen Autos erst den gläsernen Osteingangsbereich (bei Real), fuhren dann im Einkaufscenter bis zu dem Trend-Schmuck-Laden und rammten dort ebenfalls mit dem Auto den gläsernen Frontbereich. Dann räumten sie den Laden aus.

Zwei Mitarbeiter des Wachschutzes waren sofort zur Stelle, konnten aber nichts ausrichten. „Sie wurden von einem Tatverdächtigen mit einer Handfeuerwaffe bedroht und aufgefordert, sofort den Bereich zu verlassen“, sagte Polizeisprecherin Ines Filohn gestern Vormittag.

Mit einem Auto sind Einbrecher am Sonntagmorgen in dieses Schmuckgeschäft im A10-Center Wildau gerast. Quelle: Gerlinde Irmscher

Hagen Wichmann, technischer Leiter des Einkaufscenters, erhielt kurz nach dem Überfall den Anruf und setzte sich sofort ins Auto, um nach Wildau zu fahren. Vor Ort war er „erschüttert über die Brutalität der Täter, die nicht davor zurückschreckten, Menschenleben zu gefährden“. Die Täter – es sollen mindestens drei gewesen sein – räumten Regale des Geschäfts aus, verstauten die Beute in dem zweiten Wagen und flüchteten dann mit „außerordentlich hoher Geschwindigkeit“ von Wildau, so die Polizeisprecherin.

Das erste Fahrzeug, mit dem sie die Türen einrammten, hatten sie stehen lassen. Zur Flucht nutzten sie das zweite Auto, einen VW Golf aus Berlin. „Die Verfolgung durch die Polizei wurde abgebrochen, denn bei einem Tempo von 200 Kilometern pro Stunde wurde es einfach zu gefährlich für den öffentlichen Verkehr“, sagte Polizeisprecherin Ines Filohn. Bei den Tätern handele es sich um drei südländisch aussehende Männer, die deutsch mit ausländischem Akzent sprachen.

Der Scherbenteppich vor den beiden beschädigten Eingangsbereichen wurde inzwischen beseitigt. Das Einkaufszentrum soll heute wieder geöffnet sein, das überfallene Geschäft jedoch nicht. Verbindungen zum kürzlichen Überfall auf das KaDeWe in Berlin sieht Polizeisprecherin Ines Filohn nicht. Für sie ist der Fall ungewöhnlich. „Es gab zwar schon Überfälle in Brandenburg, bei denen Geschäfte mit einem Auto gerammt wurden“, sagt sie. „Doch bisher kam es noch nicht vor, dass die Täter erst die Eingangstür eines Einkaufscenters rammen, dann 200 Meter weiterfahren, um mit dem Fahrzeug noch die Front eines Geschäfts aufzubrechen.“

Polizei sucht Zeugen

Die Polizei bittet Zeugen, die sich am frühen Sonntagmorgen in der Nähe des A10-Centers aufgehalten haben und denen zwei anthrazitfarbene VW Golf aufgefallen sind, um Mithilfe. Die Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (0355) 4937 1227 zu melden.

Ähnliche Überfälle in Berlin

In der vergangenen Woche hatten weitere brutale Überfälle in Berlin für Aufsehen gesorgt: Am Freitag schlugen drei mit Sturmhauben maskierte Unbekannte in einem Pfandleihhaus in Berlin-Mitte zwei Glasvitrinen mit Hämmern ein und stahlen Uhren. Die Diebe fuhren mit einem Auto davon, dessen Kennzeichen gestohlen worden waren. Zuvor hatten Unbekannte am vergangenen Sonntag die Scheiben eines Schaufensters im Luxus-Kaufhaus KaDeWe eingeworfen und Uhren aus der Auslage gerafft. Auch diese Diebe flüchteten in einem Auto mit gestohlenem Kennzeichen.

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